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Fola und Niederkorn platzt der Kragen
Sport 17.07.2018

Fola und Niederkorn platzt der Kragen

Der Ligaverband LFL steht vor turbulenten Zeiten.

Fola und Niederkorn platzt der Kragen

Der Ligaverband LFL steht vor turbulenten Zeiten.
Foto: Fernand Konnen
Sport 17.07.2018

Fola und Niederkorn platzt der Kragen

Joe TURMES
Joe TURMES
Im Luxemburger Fußball herrscht dicke Luft. Fola und Niederkorn wollen vorerst nicht mehr Teil des Ligaverbands LFL sein. Der FC Progrès attackiert F91 und Jeunesse scharf.

In der BGL Ligue herrscht dicke Luft. Fola und Niederkorn haben sich am Dienstagnachmittag zeitgleich mit einer Pressemitteilung an die Luxemburger Medien gewandt.

Niederkorn lässt seine Mitgliedschaft in der Lëtzebuerger Football Ligue (LFL) ruhen, während Fola auch vorerst nicht mehr an den Sitzungen der LFL teilnehmen wird.

Präsident des Ligaverbands LFL ist F91-Präsident Romain Schumacher und dessen Verein hat neben Jeunesse den Unmut von Niederkorn auf sich gezogen. Der amtierende Meister und der Rekordmeister arbeiten auf dem Transfermarkt eng zusammen. Niederkorn wirft beiden Clubs vor, sich unsportlich gegenüber dem FC Progrès verhalten zu haben, keinen Deontologie-Kodex zu kennen und mit ihrem Verhalten den Ruf der ganzen BGL Ligue aufs Spiel zu setzen.

Niederkorn spricht von Wechseln, die durch beide Clubs verhindert worden wären, obwohl sich die Spieler bereits mit dem FC Progrès einig waren.

Die Verantwortlichen von Fola unterstreichen, dass verschiedene Vereinsvertreter grundlegende Werte ignorieren. Sie nennen allerdings keine Namen. Ihr Verein wird deshalb am 28. Juli nicht an den Mannschaftsvorstellungen der LFL teilnehmen.

Schumacher reagiert

LFL-Präsident Schumacher reagierte aus Ungarn, wo F91 am Dienstagabend das Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation gegen MOL Vidi FC bestreitet. "Ich kann nicht nachvollziehen, warum sich beide Clubs mit ihrem Problem nicht an die LFL gewandt haben. Diese ist dafür da. Ich streite nicht ab, dass dieses Problem existiert. Man hätte darüber diskutieren können. Ich hätte mich in dem Fall zurückgezogen, um einen Interessenkonflikt zu vermeiden. Es gibt ja noch andere Vorstandsmitglieder in der LFL. Nun verhalten sich die Verantwortlichen der beiden Clubs wie trotzige Kleinkinder."

Schumacher wehrt sich dagegen, dass die Transferaktivitäten von F91 verurteilt werden. "Auch europäische Topclubs wie der FC  Bayern oder Manchester City haben viele Spieler unter Vertrag und verleihen diese dann. Dies wird auch von der UEFA und der FIFA akzeptiert. Die FLF ist auch nicht auf uns zugekommen."



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