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Förderstruktur für den Luxemburger Sport: Bessere Bedingungen für Olympiateilnehmer
Sport 19.01.2018 Aus unserem online-Archiv

Förderstruktur für den Luxemburger Sport: Bessere Bedingungen für Olympiateilnehmer

Die Coque in Kirchberg wird mit ihrem breit gefächerten Angebot einer der Stützpfeiler der neuen Struktur sein.

Förderstruktur für den Luxemburger Sport: Bessere Bedingungen für Olympiateilnehmer

Die Coque in Kirchberg wird mit ihrem breit gefächerten Angebot einer der Stützpfeiler der neuen Struktur sein.
Foto: Anouk Antony / LW-Archiv
Sport 19.01.2018 Aus unserem online-Archiv

Förderstruktur für den Luxemburger Sport: Bessere Bedingungen für Olympiateilnehmer

Laurent SCHÜSSLER
Laurent SCHÜSSLER
COSL und Sportministerium stellten am Mittwoch eine Förderstruktur für die besten Luxemburger Sportler vor. Ab Sommer 2018 soll sie vollauf funktionieren.

(LS) - "Luxembourg Institute for High Performance in Sports" oder in der Kurzform LIHPS - so lautet der Name einer neuen, vom Sportministerium, dem COSL und der Vereinigung der Luxemburger Sportmediziner gegründeten Struktur, die den besten einheimischen Sportlern optimale Rahmenbedingungen für ihre Karriere und darüberhinaus bieten soll.

Heinz Thews, Sportdirektor des COSL, erhofft sich dadurch im besten Fall "das kleine Extra, das für den ganz großen Erfolg" vonnöten ist. Nach den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro 2016 sei man sich bewusst geworden, dass man die Rahmenbedingungen der Sportler in den vier Jahren zuvor nicht hatte entscheidend verbessern können. Dies soll sich nun im Hinblick auf das nächste Rendezvous in zweieinhalb Jahren in Tokio ändern. 

Das LIHPS greift auf bestehende Infrastrukturen zurück und wird keine eigenen besitzen.
Das LIHPS greift auf bestehende Infrastrukturen zurück und wird keine eigenen besitzen.
Foto: Chris Karaba

"International wird das Niveau immer höher und die Spitze rückt enger zusammen", so Thews weiter. Wolle man aus luxemburger Sicht nicht den Anschluss verlieren, müsse man sich noch bessere Möglichkeiten geben.

Das LIHPS, das als unabhängige Gesellschaft ohne Gewinnzweck (asbl) gegründet wurde, ist kein Olympiastützpunkt im klassischen Sinne (obschon diese Bezeichnung oft in der Politik gebraucht wurde). Eine spezielle Infrastruktur gibt es nicht. Die vier Personen, die für diese neue Struktur vorgesehen sind (Laurent Carnol wird einer davon sein), werden mit verschiedenen bestehenden Partnern zusammenarbeiten und versuchen, bei Bedarf für jeden Elitesportler das optimale Gesamtpacket aus den Bereichen Sportmedizin, Physiotherapie, Sportwissenschaft, physisches Training, Sportpsychologie und Laufbahnberatung zu schnüren.

Laurent Carnol wird einer der vier hauptberuflichen Mitarbeiter des LIHPS sein.
Laurent Carnol wird einer der vier hauptberuflichen Mitarbeiter des LIHPS sein.
Foto:Gerry Huberty

Bislang wurden drei Partner identifiziert: die Coque in Kirchberg, die sportmedizinische Abteilung im Krankenhaus in Eich sowie eine noch zu schaffende sportwissenschaftliche Forschungsabteilung in Differdingen.

Ab diesem Sommer soll das LIHPS dann bereits funktionieren, um die besten Luxemburger Athleten auf ihrem Weg zu den Olympischen Spielen in Tokio unterstützen zu können.


 


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