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Flandern-Rundfahrt: Van der Poel darf jubeln
Sport 2 Min. 18.10.2020

Flandern-Rundfahrt: Van der Poel darf jubeln

Mathieu van der Poel kann es kaum fassen: Er hat die Flandern-Rundfahrt gewonnen.

Flandern-Rundfahrt: Van der Poel darf jubeln

Mathieu van der Poel kann es kaum fassen: Er hat die Flandern-Rundfahrt gewonnen.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 18.10.2020

Flandern-Rundfahrt: Van der Poel darf jubeln

Joe GEIMER
Joe GEIMER
Die 104. Ronde van Vlaanderen hatte es in sich: Drama und Spannung waren an der Tagesordnung. Letztendlich war Mathieu van der Poel der Schnellste.

Mathieu van der Poel (NL/Alpecin) hat es geschafft: In einem beeindruckenden Sprintduell hat er die 104. Flandern-Rudfahrt gewonnen. Der niederländische Meister setzte sich nach 244 Kilometern zwischen Antwerpen und Oudenaarde ganz knapp gegen seinen Dauerrivalen Wout van Aert (B/Jumbo) durch. Für van der Poel ist es der bislang größte Sieg seiner Karriere. Rang drei belegte als bester der Verfolger mit einigen Sekunden Rückstand Alexander Kristoff (N/Emirates) aus einer knapp 20 Fahrer großen Gruppe heraus.

Die beiden stärksten Fahrer des Pelotons machten den Sieg letztendlich untereinander aus. Dabei war es weder van der Poel noch van Aert, der den entscheidenden Vorstoß initiierte. Es war nämlich Julian Alaphilippe (F/Deceuninck) der das Heft am Koppenberg in die Hand nahm. 45 Kilometer vor dem Ziel setzte er seine erste Attacke. Daraufhin bildete sich eine Spitzengruppe von 25 Fahrern. Alle Favoriten waren zu dem Zeitpunkt noch vorne dabei und konnten noch vom großen Triumph bei der Ronde träumen. 


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Alaphilippe war unzufrieden. Die Gruppe war nach seinem Geschmack zu groß. Also griff er erneut an. Am Taaienberg (37 Kilometer vor dem Ziel) erzwang der Weltmeister eine Vorentscheidung. Van der Poel und van Aert blieben dran. Schnell setzte sich das Trio ab - alle anderen waren zu dem Zeitpunkt geschlagen. 

35 Kilometer vor dem Ziel war das Rennen von Alaphilippe jedoch plötzlich vorbei. Was war passiert? Der Franzose fuhr an dritter Stelle der Gruppe, war kurz nicht aufmerksam und prallte mit der rechten Schulter hart gegen ein auf der rechten Straßenseite langsam fahrendes Motorrad. Alaphilippe knallte auf den Asphalt und schrie vor Schmerzen. Das Rennen und die Saison des 28-Jährigen endete jäh. 

Van der Poel und van Aert bauten ihren Vorsprung bis auf 1'10'' aus. Attacken gab es keine mehr. Die beiden ehemaligen Cyclocrossspezialisten ließen es auf den Sprint ankommen.

Drucker im Pech

Die Luxemburger Fahrer wussten zu überzeugen, auch wenn es nicht zu einer Topplatzierung reichte. Jempy Drucker (Bora) war bis 38 Kilometer ganz vorne dabei. Er machte einen blendenden Eindruck. Ein Spitzenplatz war in Reichweite, doch dann bremste ihn ein Defekt aus. Das Ziel erreichte der 34-Jährige in einer dritten Gruppe (37. auf 4'03''). Auch Kevin Geniets (Groupama) feierte eine gute Premiere bei der Flandern-Rundfahrt (64. auf 4'59'').

Alex Kirsch (Trek) arbeitete viel an der Spitze des Pelotons. Als es 54 Kilometer vor dem Ziel zum zweiten Mal den Oude Kwaremont hoch ging, war seine Arbeit beendet. Zu dem Zeitpunkt waren auch die beiden Brüder Luc und Tom Wirtgen (Bingoal) nicht mehr im Peloton dabei. Dieses Luxemburger Trio erreichte das Ziel mit zehneinhalb Minuten Rückstand.

Kevin Geniets (l.) und Jempy Drucker waren lange Zeit ganz vorne dabei.
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Foto: Serge Waldbillig


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