Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Fecht-EM 2019 vor dem Aus?
Sport 17.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Fecht-EM 2019 vor dem Aus?

Fecht-EM 2019 vor dem Aus?

Foto: Christian Kemp
Sport 17.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Fecht-EM 2019 vor dem Aus?

David THINNES
David THINNES
Auf dem COSL-Kongresss am Samstagnachmittag in Niederanven wurde bekannt, dass der nationale Fechtverband darüber nachdenkt, die Austragung der Fecht-EM 2019 in der Coque abzugeben.

Im Juni 2019 soll die Fecht-EM in der Coque stattfinden. Diese Austragung steht aber auf der Kippe. Der Präsident des Fechtverbandes, Pascal Tesch, machte diese Aussage am Samstagnachmittag beim COSL-Kongress in Niederanven.

"Wir haben bis zum 15. Juni Zeit. Dann müssen wir auf dem europäischen Kongress in Novi Sad bekannt geben, ob wir diese einmalige Chance nutzen oder nicht", so Tesch gegenüber dem "Luxemburger Wort". Das Problem ist: "Wir haben bis heute keine genaue Kostenangaben der Coque erhalten."

Coque-Direktor Gilbert Neumann widerspricht dieser Darstellung: "Das ist so nicht richtig. Der Regierungskommissar im Sportministerium hat das Budget vorliegen und Ende März ist auch eine Sitzung im Sportministerium geplant." Regierungskommissar Rob Thillens verweist indes darauf, dass "wir für 2019 ein Budget für solche Veranstaltungen erhalten müssen. Zuerst aber müssen sich der Verband und die Coque mit dem Thema befassen".

Kritik der FLTT

Neben der Interpellation des Fechtverbandes ging auch Camille Gonderinger vom Tischtennisverband FLTT auf die Unzufriedenheit in der Zusammenarbeit mit der Coque ein. Hier ging es um die Austragung der Team-EM 2017. Gonderinger warf der Coque vor, dass "die Gewinne der Veranstaltungen auf Kosten der Verbände gehen" und dass die Coque "nicht mehr so funktionniere, wie es zu Beginn angedacht war". Er appellierte an das COSL "zu intervenieren".

Neumann gibt zu, dass "diese Unzufriedenheiten bekannt sind. Wir sind aber durchaus bereit, dieser - für jeden frustrierenden - Situation, etwas Positives abzugewinnen. Wir sind bereit, den Verbänden unter die Arme zu greifen, im Bereich des Möglichen. Vielleicht muss es eine prinzipielle Diskussion geben".