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Fall Platini : Philipp widerspricht Medienberichten
Sport 2 Min. 15.10.2015 Aus unserem online-Archiv

Fall Platini : Philipp widerspricht Medienberichten

Paul Philipp: "Wir waren uns nur einig, dass Platini das Recht auf ein faires Urteil haben soll.“

Fall Platini : Philipp widerspricht Medienberichten

Paul Philipp: "Wir waren uns nur einig, dass Platini das Recht auf ein faires Urteil haben soll.“
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Sport 2 Min. 15.10.2015 Aus unserem online-Archiv

Fall Platini : Philipp widerspricht Medienberichten

Der FLF-Präsident widersprach am Donnerstagabend den ersten Meldungen, wonach sich die Mitgliedsverbände blind hinter den von der Fifa-Ethikkommission gesperrten Uefa-Präsidenten Michel Platini stellen würden.

(jot) - Paul Philipp wollte am Donnerstabend nach dem Treffen der 54 Mitgliedsverbände und des Exekutivkomitees der Europäischen Fußball-Union Uefa im schweizerischen Nyon Stellung beziehen. Der FLF-Präsident widersprach den ersten Medienberichten, wonach sich die Mitgliedsverbände blind hinter den von der Fifa-Ethikkommission gesperrten Uefa-Präsidenten Michel Platini stellen würden.

Dies stimmt so nicht!

„Dies stimmt so nicht. Wir waren uns nur einig, dass Platini das Recht auf ein faires Urteil haben soll.“ Dem Franzosen wird vorgeworfen, eine Zahlung in Millionenhöhe vom ebenfalls suspendierten Fifa-Präsidenten Sepp Blatter angenommen zu haben. Philipp gab einen Einblick in den Verlauf des Treffens in Nyon. „Der Anwalt von Michel Platini hat Erklärungen abgegeben. Er hat nicht dementiert, dass Platini eine Millionenzahlung von Blatter angenommen hat. Dies sei jedoch kein Schmiergeld gewesen, sondern die Entschädigung für die Beraterdienste von Platini von 1999 bis 2002. Wir haben dann gefragt, warum die Zahlung erst 2011 erfolgt sei. Der Anwalt hat unterstrichen, dass die Überweisung schlicht und einfach vergessen worden sei“, so Philipp, der betonte, dass jeder für sich entscheiden müsse, ob er diesen Angaben Glauben schenken will.

Der FLF-Vorsitzende hofft nun, dass bis spätestens Mitte November eine Entscheidung aller Instanzen bis zum Internationalen Sportgerichtshof CAS gefallen sein wird, ob Platini an seiner Fifa-Präsidentschaftskandidatur festhalten darf oder ob er moralisch nicht integer ist. Philipp selbst ist der Auffassung, dass es Platini unabhängig von dieser Entscheidung schwer haben wird, auf den Thron des Fußball-Weltverbands zu steigen.

Es wird nicht leicht für ihn, alle Vorwürfe aus dem Weg zu räumen.

„Es wird nicht leicht für ihn, alle Vorwürfe aus dem Weg zu räumen. In einem möglichen Wahlkampf wäre er sehr angreifbar.“ Einer, der in den Wahlkampf zieht, ist Prinz Ali bin al-Hussein. Der Jordanier reichte gestern seine endgültige Bewerbung ein. Als er Ende Mai mit einem respektablen Ergebnis Blatter unterlegen war, hatte er noch die europäische Unterstützung inne. Dies dürfte dieses Mal nicht der Fall sein. Sollte Platini für die Wahl des Nachfolgers von Blatter am 26. Februar des kommenden Jahres nicht zur Verfügung stehen, wird in der Uefa immer wieder der Name des Niederländers Michael van Praag genannt.

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