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Ewan sprintet zum Etappensieg
Sport 21 2 Min. 18.05.2019

Ewan sprintet zum Etappensieg

Caleb Ewan (Caleb Ewan hat es geschafft: Der Australier war in Pesaro nicht zu schlagen.)

Ewan sprintet zum Etappensieg

Caleb Ewan (Caleb Ewan hat es geschafft: Der Australier war in Pesaro nicht zu schlagen.)
Foto: Serge Waldbillig
Sport 21 2 Min. 18.05.2019

Ewan sprintet zum Etappensieg

Caleb Ewan hat am längsten Tag des 102. Giro d’Italia erstmals jubeln können. Der Australier behauptete sich im Sprint des Pelotons. In der Gesamtwertung gab es nach der achten Etappe keine Verschiebungen.

(jg/dpa) - Nach mehreren Ehrenplätzen hat Caleb Ewan nun zugeschlagen: Der 24-jährige Australier entschied die 239 km lange achte Etappe von Tortoreto Lido nach Pesaro vor Elia Viviani (I/Deceuninck) und Pascal Ackermann (D/Bora) zu seinen Gunsten. Mit seinem dritten Platz baute der Deutsche Meister, der auf der kurzen Zielgeraden den Sprint eröffnet hatte, seine Führung in der Punktewertung aus.

Der Italiener Valerio Conti (I/Emirates) verteidigte problemlos sein Rosa Trikot. Sein Landsmann Giulio Ciccone (Trek) bleibt im blauen Bergtrikot. Giovanni Carboni (I/Bardiani) behauptete sein Weißes Trikot des besten Jungprofis.

Im Gesamtklassement liegt Conti weiter mit einem Vorsprung von 1'32'' auf José Joaquin Rojas (E/Movistar) in Führung. Dritter bleibt Carboni (1'41'') vor Nans Peters (F/Ag2r/2'09'') und Valentin Madouas (F/Groupama/2'17''). Die Topfavoriten um Primoz Roglic (SLO/Jumbo) sparten indes Kräfte für das Einzelzeitfahren am Sonntag.

Auf der längsten Etappe des Giro 2019 kam es immer wieder zu Ausreißversuchen. Doch die Sprinterteams hielten das Feld letztendlich zusammen. Im Finale zog Ewan aus dem Windschatten von Ackermann vorbei und holte seinen zweiten Giro-Tagessieg nach 2017.

Roglic dürfte am Sonntag als starker Zeitfahrer gute Chancen haben, den Abstand zu seinen größten Rivalen weiter auszubauen. Der Slowene hatte bereits zum Auftakt den Kampf gegen die Uhr klar für sich entschieden. Aktuell liegt Roglic 35'' vor Vuelta-Champion Simon Yates (GB/Mitchelton) und 39'' vor Italiens Hoffnungsträger Vincenzo Nibali (I/Bahrain).

Kein Problem in der Abfahrt

70 Fahrer bildeten am Samstag letztendlich das Hauptfeld. Mit dabei war auch Bob Jungels (Deceuninck/19.), der sich auf den letzten Kilometern sehr aufmerksam präsentierte. Eine nicht ungefährliche Abfahrt weniger als zehn Kilometer vor dem Ziel sorgte für erhöhte Nervosität im Peloton, doch Luxemburgs Landesmeister meisterte die Hürde perfekt. Am Hinterrad von Eros Capecchi (I) stürzte er sich an zweiter Position des Hauptfelds in die Abfahrt und kam somit nie in Gefahr in einen Sturz verwickelt zu werden.

Ben Gastauer (Ag2r) fuhr als 94. mit einem Rückstand von 2'33'' ins Ziel. In der Gesamtwertung liegen die beiden Luxemburger vor dem neunten Teilstück am Sonntag an den Positionen 21 (Jungels auf 6'26'') und 60 (Gastauer 16'49'')

Showdown am Sonntag

Das 34,8 km lange Einzelzeitfahren am Sonntag von Riccione nach San Marino ist bereits in aller Munde. Die Strecke ist anspruchsvoll und führt auf den letzten 12 km bergauf. Jungels weiß was ihn erwartet: "Ich kenne den Parcours. Ich habe sie mir vor dem Giro-Auftakt angesehen. Der Anstieg ins Ziel ist etwas für echte Kletterer, die erst 22 km hingegen sind etwas für die Zeitfahr-Spezialisten."

Der 26-Jährige zählt in seiner derzeitigen Verfassung zu den Favoriten auf eine Top-Fünf-Platzierung. "Es ist einfach: Auf dieser Strecke müssen die Favoriten die Karten auf den Tisch legen. Dann werden wir sehen, wie gut die Kapitäne tatsächlich in Form sind. Ich hoffe einfach auf einen guten Tag. Meine Beine fühlen sich aber bislang sehr gut an. Was dies heißt, werden wir am Sonntagabend wissen."




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