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Europa League: Frankfurt kämpft sich ins Halbfinale
Sport 3 Min. 18.04.2019

Europa League: Frankfurt kämpft sich ins Halbfinale

Sebastian Rode erzielte das entscheidende Tor.

Europa League: Frankfurt kämpft sich ins Halbfinale

Sebastian Rode erzielte das entscheidende Tor.
Foto: dpa
Sport 3 Min. 18.04.2019

Europa League: Frankfurt kämpft sich ins Halbfinale

Eintracht Frankfurt steht erstmals seit dem Triumph im UEFA-Cup vor 39 Jahren wieder im Halbfinale eines europäischen Wettbewerbs.

(sid) - London Calling - die Partytour geht weiter: Mit einem beeindruckenden Kraftakt hat Eintracht Frankfurt den portugiesischen Fußball-Rekordmeister Benfica niedergerungen und steht erstmals seit 39 Jahren in einem europäischen Halbfinale. Im Viertelfinal-Rückspiel der Europa League triumphierte der DFB-Pokalsieger im eigenen Stadion mit 2:0 und machte damit das 2:4 aus dem Hinspiel wett.

Kostic (36.') schoss Frankfurt in Führung - das Tor hätte wegen einer klaren Abseitsposition aber nicht zählen dürfen. Glück für die Eintracht: In der Europa League kommt der Videobeweis erst im Finale zum Einsatz. Im zweiten Durchgang hievte Rode (67.') die SGE mit seinem Treffer dann in die Vorschlussrunde, in der es nun gegen den Londoner Topclub FC Chelsea geht.


Joao Felix war in Lissabon der Mann des Abends.
Europapokalspektakel in Lissabon
Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt droht in der Europa League das Aus. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter verlor am Donnerstag im Viertelfinalhinspiel beim portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon 2:4.

"Es ist unfassbar, diese pure Freude von allen Seiten", sagte Sportvorstand Fredi Bobic bei RTL und kündigte große Feierlichkeiten an: "Um Gottes Willen, hier wird einiges passieren heute." Torschütze Rode lobte: "Die ganze Mannschaft hat es hervorragend gemacht. Die Fans haben uns unglaublich gepusht."

Nächste Aufgabe am 2. Mai

Die Eintracht ist nach dem Hamburger SV (2010) überhaupt erst das zweite deutsche Team, das im Halbfinale steht. Im UEFA-Cup, dem Vorgänger-Wettbewerb, war das den Hessen 1980 gelungen - danach holte Frankfurt sogar den Pott in die Bankenmetropole. Dieser Traum lebt nach einer aufopferungsvollen Leistung vor 48 000 Zuschauern weiter, am 2. Mai steht erneut in Frankfurt das Halbfinal-Hinspiel gegen die Blues an.

Die Eintracht, die als erstes deutsches Team alle sechs Gruppenspiele gewonnen und danach die deutlich höher eingeschätzten K.-o.-Rundengegner Shakhtar Donetsk und Inter Mailand aus dem Wettbewerb geworfen hatte, war gegen tiefstehende Gäste von Beginn an dominierend. Bis auf einen Flachschuss von Kostic (8.') sprang in der Anfangsphase allerdings kein aussichtsreicher Torabschluss heraus.

Die Eintracht-Fans waren heiß auf das Spiel.
Die Eintracht-Fans waren heiß auf das Spiel.
Foto: AFP

Zudem mussten die Gastgeber gleichzeitig höllisch aufpassen und die gefährlichen Gegenstöße Benficas fürchten. Der im Hinspiel mit drei Treffern überragende Felix, von Eintracht-Trainer Adi Hütter als Portugals neues Jahrhunderttalent geadelt, zeigte immer wieder seine Qualitäten. Häufig war er nur durch Fouls zu stoppen - die Lissabon dann nutzte, um wertvolle Zeit verstreichen zu lassen.

Frankfurt brachte das nicht aus der Ruhe, der Tabellenvierte der Bundesliga blieb seiner Linie treu und versuchte es häufig über die Flügel. Auf der linken Außenbahn zählte Kostic zu den Aktivposten, rechts gelang Rebic einmal der Durchbruch. In vielversprechender Position fand sein Zuspiel (23.') jedoch keinen Abnehmer.

Kostic trifft zur Führung

Als die Qualität des Spiels und die Stimmung abnahmen, traf Gacinovic den Pfosten und Kostic per Abstauber zur Führung. Der angeblich von Real Madrid und dem FC Barcelona umworbene Jovic (43.') hätte noch vor der Pause beinahe per Kopf erhöht.

Filip Kostic erzielte das erste Tor.
Filip Kostic erzielte das erste Tor.
Foto: AFP

Der zweite Durchgang begann für den Bundesligisten mit einem Schreckmoment. Als Felix nach einer Körpertäuschung frei in den Strafraum stürmte und den Ball scharf in die Mitte spielte, wurde der von Frankfurts Abwehrspieler Falette (47.') knapp neben den Pfosten abgelenkt. Der frühere Frankfurter Seferovic (52.') besaß während Lissabons bester Phase die nächste Chance zum Ausgleich.

Nach etwa einer Stunde entstand erstmals der Eindruck, Frankfurt würde die Luft ausgehen. Wohl auch wegen der kurz zuvor erspielten Chancen durch Gacinovic (57.') und Jovic (60.') nahm Hütter zunächst aber keine personellen Änderungen vor. Die Geduld wurde mit dem Treffer von Rode belohnt.


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