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Europa-League-Finale: Der FC Sevilla will den Hattrick
Sport 2 Min. 18.05.2016 Aus unserem online-Archiv

Europa-League-Finale: Der FC Sevilla will den Hattrick

Hat José Antonio Reyes vom FC  Sevilla auch nach dem Finale noch gut lachen?

Europa-League-Finale: Der FC Sevilla will den Hattrick

Hat José Antonio Reyes vom FC Sevilla auch nach dem Finale noch gut lachen?
REUTERS
Sport 2 Min. 18.05.2016 Aus unserem online-Archiv

Europa-League-Finale: Der FC Sevilla will den Hattrick

Kevin ZENDER
Kevin ZENDER
Jürgen Klopp kann mit einem Europa-League-Triumph selbst die Trainerlegenden des FC Liverpool übertreffen. Der FC Sevilla kämpft am Mittwochabend in Basel um einen einmaligen Hattrick.

(sid) - Jürgen Klopp kann mit einem Europa-League-Triumph sieben Monate nach Amtsantritt selbst die Trainerlegenden des FC Liverpool übertreffen. Der FC Sevilla kämpft heute Abend in Basel um einen einmaligen Hattrick.

Finaltrauma? Von wegen. Klopp liebt Endspiele. Immer noch. „Je größer der Druck ist, desto cooler bin ich. Ich stehe auf diese Alles-oder-nichts-Situationen. Aber nur, weil man alles bekommen kann“, sagte der Coach vor dem Europa-League-Finale. Am Am Mittwoch geht es in Basel ab 20.45 Uhr mit dem FC Liverpool gegen den spanischen Titelverteidiger FC Sevilla. Zuletzt bekam Klopp allerdings: nichts. Seine vergangenen vier Endspiele verlor er.

Das soll sich ändern. Nur sieben Monate nach seinem Amtsantritt an der Anfield Road will Klopp die „Reds“ zum ersten internationalen Titel seit elf Jahren und damit auch in die Champions League führen: „Jetzt wollen wir alles. Wir werden alles für diesen wunderbaren Verein geben.“

Schwache Finalbilanz

Der 48-Jährige würde mit einem Erfolg gegen die Europa-League-Experten aus Andalusien die Liverpooler Trainer-Legenden Bill Shankly und Bob Paisley überflügeln. Shankly (fünf Jahre) und Paisley (zwei Jahre) war mit den „Reds“ kein Titel auf Anhieb vergönnt gewesen. „Als ich hierhin kam, konnte ich mir nicht vorstellen, dass wir das Finale erreichen. Es war ein langer Weg“, sagte Klopp, der die Chancen gleichmäßig verteilt sieht: „Es ist eine 50:50-Situation. Es gibt keinen Favoriten.“ Seine schwache Finalbilanz verdrängt Klopp. Der Deutsche geizte zuletzt mit Titeln. In seinem bisher einzigen internationalen Finale unterlag er mit Borussia Dortmund 2013 im Champions-League-Endspiel in Wembley dem FC Bayern München mit 1:2.

Niederlagen in Pokalendspielen gegen die Bayern (2014) und den VfL Wolfsburg (2015) folgten, mit Liverpool verlor er das League-Cup-Finale im Elfmeterschießen gegen Manchester City. Spieler Can ist dennoch überzeugt, dass Liverpool im Parc Saint-Jacques im Konfettiregen jubeln kann. „Wir fahren nicht umsonst nach Basel“, sagte er. Es werde natürlich nicht einfach, so Can, „aber uns zu schlagen, ist auch nicht einfach“.

Gewaltiger Respekt

In der Europa League lief der 18-malige englische Meister nicht nur im dramatischen Viertelfinale gegen Dortmund zu Höchstform auf. Dabei fühlt sich eigentlich Gegner Sevilla als „Herrscher des Wettbewerbs“. „Wir spüren etwas Besonderes in diesem Contest, er hat uns viel gegeben, wir leben ihn mit Begeisterung“, sagte Trainer Unai Emery. Vier Mal gewann Rekordsieger Sevilla den zweitwichtigsten europäischen Wettbewerb, nun könnte man mit dem Titel-Hattrick Geschichte schreiben.

Der Respekt vor Liverpool ist allerdings gewaltig. „Es ist ein großer Gegner mit einer bemerkenswerten Geschichte“, sagte Emery, der vor allem auf Torjäger Gameiro (sieben Tore in der Europa League) setzt. Dafür muss Sevilla auf Unterstützung von allerhöchster Stelle verzichten. König Felipe und Königin Letizia von Spanien haben andere Verpflichtungen, immerhin kommt der abgedankte König Juan Carlos, Fan von Real Madrid, nach Basel.


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