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Erstmals eine Frau im FLF-Verwaltungsrat
Sport 3 Min. 20.10.2018

Erstmals eine Frau im FLF-Verwaltungsrat

Sport 3 Min. 20.10.2018

Erstmals eine Frau im FLF-Verwaltungsrat

Kevin ZENDER
Kevin ZENDER
Am Samstag fand der 100. Kongress des nationalen Fußbalverbandes statt. Mit Carine Nardecchia wurde ein neues Gesicht in den Verwaltungsrat aufgenommen.

Am Samstagmorgen hielt der nationale Fußballverband FLF seinen 100. Kongress im Alvisse Parc Hotel in Dommeldingen ab. Mit Spannung wurden die Wahlen für die Posten im Verwaltungsrat erwartet. Sieben Kandidaturen lagen für fünf Plätze vor. Marco Richard (Harlingen-Tarchamps/531 von 697 möglichen Stimmen), Claude Kremer (Junglinster/527), Nicolas Schockmel (Brouch/521) und Dr. Henri Mausen (Pratz-Redingen/519) wurden erneut gewählt. Mit Carine Nardecchia (Luna Oberkorn/385) schaffte es zudem erstmals eine Frau in den FLF-Verwaltungsrat, aus dem René Kremer (Walferdingen/383) ausscheidet. Jacques Muller (Racing/297) erhielt die wenigsten Stimmen.

Als Präsident wurde Paul Philipp bestätigt, da er der einzige Kandidat auf seine Nachfolge war. Der ehemalige Profispieler und Nationaltrainer wird somit am Sonntag auch seinen 68. Geburtstag als FLF-Vorsitzender feiern können.

Carine Nardecchia ist die erste Frau im Verwaltungsrat der FLF.
Carine Nardecchia ist die erste Frau im Verwaltungsrat der FLF.
Foto: Claude Piscitelli

In seiner Rede ging Philipp auf die Diskussionen ein, die nach der Pokalauslosung am 24. September aufkamen, da Losfee Alex Kapp mehrmals Kugeln gezogen und sie später wieder zurückgelegt hatte. "Wir haben uns das Video der Auslosung mehrere Male angesehen und festgestellt, dass zu keinem Moment gegen die Regeln verstoßen worden ist.  Jeder kann einen schlechten Tag haben. Ich muss jedoch auch zugeben, dass diese Auslosung kein Glanzstück war", so Philipp.


Und die Kugel wieder zurück
Auslosungen der Fußball-Pokalwettbewerbe sorgen normalerweise nicht für solchen Diskussionsstoff wie am Montag bei der Ziehung der Coupe de Luxembourg.

Thema Leihgeschäfte

Ein Thema, das Philipp ebenfalls am Herzen liegt, ist jenes der Spieler, die ausgeliehen werden. F91 Düdelingen und Jeunesse Esch hatten den Unmut einiger Vereine auf sich gezogen, da sie eng auf dem Transfermarkt zusammen gearbeitet haben. Niederkorn warf beiden Clubs beispielsweise vor, sich unsportlich gegenüber dem FC Progrès verhalten zu haben, keinen Deontologiekodex zu kennen und mit ihrem Verhalten den Ruf der ganzen BGL Ligue aufs Spiel zu setzen. F91-Präsident Romain Schumacher wehrte sich vor drei Monaten dagegen, dass die Transferaktivitäten seines Clubs verurteilt wurden. "Auch europäische Topclubs, wie der FC  Bayern oder Manchester City, haben viele Spieler unter Vertrag und verleihen diese dann. Dies wird auch von der UEFA und der FIFA akzeptiert."


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Philipp erklärte am Samstagmorgen, dass sich die FIFA bereits zu diesem Thema geäußert hat und vielleicht eine Regelung zu Leihgeschäften einführen will. "Die Rede ist von sechs bis acht Spielern, die ein Club verleihen darf. Das kommt daher, dass beispielsweise verschiedene Clubs in England und Italien konsequent Spieler verpflichten, um diese später wieder zu verleihen oder gar als Geldersatz für ein Tauschgeschäft nutzen."

Der 67-Jährige ist der Meinung, dass die FLF schnell auf dieses Problem reagieren muss. "Die Frage ist nur wie. Beschränken wir die Anzahl an Spielern, die ein Club verleihen darf? Limitieren wir die Zahl der Spieler, die von einem Club A zu einem Club B wechseln darf? Verbieten wir Ausleihen innerhalb einer Liga? Wir werden uns mit allen Vereinen zusammen setzen und dann ein Referendum abhalten."

Zwei Wortmeldungen

Wortmeldungen gab es von Jim Rickal (Böwingen) und Guy Lamesch (Merl). Rickal wirft der FLF vor, bei einigen Transfers, die seinen Club betreffen, gegen die Satzung verstoßen zu haben, da Fristen nicht eingehalten worden seien. Das luxemburgische Sportgericht CLAS muss nun ein Urteil in dieser Affäre fällen. Lamesch forderte von der FLF unter anderem, sich einzusetzen, damit die Vereinssekretäre unter gewissen Bedingungen Sonderurlaub in Anspruch nehmen könnten. Zudem meinte er, der Verband müsse sich im Allgemeinen vermehrt um kleinere Clubs kümmern.

Die vorgeschlagenen Reglementsänderungen wurden angenommen. So wird es künftig keine Gelbsperren mehr für Barragespiele geben. Zudem werden die Partien des vorletzten und letzten Meisterschaftsspieltags der Seniors I gleichzeitig stattfinden.

Ein Geschenk erhielten die Vereinsvertreter auch: Um ihnen beim Ausfüllen der digitalen Spielberichtsbogen unter die Arme zu greifen, erhielt jeder Club ein Tablet vom Verband.


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