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Erster Turniertag in Wimbledon: Muller und Minella vor kniffligen Aufgaben
Sport 3 Min. 03.07.2017

Erster Turniertag in Wimbledon: Muller und Minella vor kniffligen Aufgaben

Mandy Minella will ihre druckvolle Vorhand auch gegen Francesca Schiavone des Öfteren einsetzen.

Erster Turniertag in Wimbledon: Muller und Minella vor kniffligen Aufgaben

Mandy Minella will ihre druckvolle Vorhand auch gegen Francesca Schiavone des Öfteren einsetzen.
Foto: Reuters
Sport 3 Min. 03.07.2017

Erster Turniertag in Wimbledon: Muller und Minella vor kniffligen Aufgaben

Kevin ZENDER
Kevin ZENDER
Am Montag werden die ersten Matches beim Grand Slam in Wimbledon ausgetragen. Gilles Muller und Mandy Minella stehen vor kniffligen Aufgaben.

(kev) - Am Montag bestreiten Gilles Muller (Weltranglistenposition: 26) und Mandy Minella (82) ihre jeweilige Erstrundenbegegnung beim Grand Slam in Wimbledon.

Von acht Matches hat Gilles Muller während der Rasensaison sieben zu seinen Gunsten entschieden. Als Belohnung wurde der 34-Jährige bei den Championships in Wimbledon an Nummer 16 gesetzt. Beim dritten Grand Slam des Jahres wollen ihm viele lieber nicht begegnen. Sein erster Gegner kann jedoch im dritten Spiel des Tages (Auftakt der ersten Partie um 12.30 Uhr Luxemburger Zeit) auf Court 18 befreit aufspielen, denn er hat nichts zu verlieren.

Wenn sich Muller und Marton Fucsovics (109) aus Ungarn gegenüberstehen werden, treffen zwei Spieler aufeinander, die sich auf Rasen pudelwohl fühlen. Muller konnte in 's-Hertogenbosch (NL) den zweiten Turniersieg auf der ATP-Tour feiern und stürmte bei der prestigeträchtigen Veranstaltung im Londoner Queen's Club ins Halbfinale.

Dreifacher Grund zur Freude

Sein 25-jähriger Gegenüber gibt Rasen als Lieblingsbelag an. Kein Wunder, entschied er doch 2010 die Juniorenkonkurrenz in Wimbledon zu seinen Gunsten. Ein Kunststück, das „Mulles“ neun Jahre zuvor knapp verwehrt geblieben war, als er dem Schweizer Roman Valent im Finale den Sieg überlassen musste. Am vergangenen Wochenende durfte Fucsovics erneut jubeln und das gleich dreifach. Diesmal sicherte sich der 1,88 m große Rechtshänder den Erfolg beim Challengerturnier in Ilkley (GB). Dieser Triumph bescherte ihm die Wildcard für die Championships in Wimbledon sowie Platz 107 in der Weltrangliste – seine bisherige Karrierebestleistung. „Er verfügt über einen guten Aufschlag, eine starke Rückhand und agiert hauptsächlich von der Grundlinie aus“, erinnert sich Muller an jenen Spieler, den er vor vier Jahren im Davis-Cup mit 6:3, 6:4, 6:0 vom Platz fegte.

Auf Rasen kann Gilles Muller seine Stärken nutzen.
Auf Rasen kann Gilles Muller seine Stärken nutzen.
Foto: AFP

„Fucsovics hat bei den Junioren unter Beweis gestellt, dass eine Menge Potenzial in ihm steckt. Doch bisher konnte er dieses nicht konstant abrufen. Da er sich auf Rasen sehr wohlfühlt, werde ich ihn keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen“, so der Spieler von Tennis Spora.

Zweiter Auftritt bei einem Grand Slam

Auf Mullers Schultern lastet zwar mehr Druck in diesem Erstrundenduell, doch der Routinier hat auch einen großen mentalen Vorteil. Für Fucsovics ist der Auftritt in Wimbledon nämlich erst der zweite im Hauptfeld bei einem Grand-Slam-Turnier der Profis. Seine Premiere feierte der Fan des FC Barcelona im vergangenen Jahr bei den US Open. Doch genau wie in New York wollen die Luxemburger Tennisfans, dass Fucsovics nach dem ersten Match wieder seine Koffer packen kann.

Für Minella lief die Rasensaison bisher nicht so erfreulich. Die 31-Jährige musste in 's-Hertogenbosch (NL), Mallorca (E) und Eastbourne (GB) stets das Aus in der ersten Runde hinnehmen. Nun hofft sie, in Wimbledon den ersten Saisonsieg auf dem grünen Untergrund feiern zu können. Es wäre Minellas zweiter Einzug in die zweite Runde beim bedeutendsten Tennisturnier der Welt.

Im vergangenen Jahr war ihr sogar fast ein Coup in der zweiten Runde gelungen. Letztendlich musste sie sich der an Nummer 18 gesetzten US-Amerikanerin Sloane Stephens jedoch knapp mit 6:3, 6:7 (6:8), 6:8 geschlagen geben.

Am Montag trifft sie im zweiten Spiel nach 12.30 Uhr Luxemburger Zeit auf Court 11 auf die Italienerin Francesca Schiavone (72). Die temperamentvolle Südeuropäerin stand ihrerseits im Südwesten Londons bereits zwei Mal im Achtelfinale. Ihren größten Triumph feierte die 37-jährige Italienerin jedoch bei einem anderen Grand-Slam-Turnier. Bei den French Open durfte sie sich 2010 nämlich in die Siegerliste eintragen. Eine Aktion, die der ehemaligen Nummer vier der Weltrangliste beim WTA-Turnier in Kockelscheuer vier Jahre zuvor verwehrt geblieben war, als sie der Ukrainerin Alona Bondarenko völlig überraschend im Endspiel unterlegen war.

Zweifelhafte Ankündigung

Die achtfache Turniersiegerin hatte übrigens angekündigt, sie würde in diesem Jahr ihre letzte Saison auf der Profitour bestreiten. Minella ist jedoch noch nicht vollends davon überzeugt: „Ich habe mit ihr gesprochen und sie meinte, sie würde jetzt von Spiel zu Spiel und von Turnier zu Turnier schauen und dann sehen, wie es weitergeht.“


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