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Eine Generalprobe zum Vergessen
Sport 2 Min. 09.11.2016 Aus unserem online-Archiv
Testspiel der FLF-Auswahl

Eine Generalprobe zum Vergessen

David Turpel (weiß), hier im Zweikampf mit Jordi Vanderberghe (Malines) trug sich im zweiten Durchgang in die Torschützenliste ein.
Testspiel der FLF-Auswahl

Eine Generalprobe zum Vergessen

David Turpel (weiß), hier im Zweikampf mit Jordi Vanderberghe (Malines) trug sich im zweiten Durchgang in die Torschützenliste ein.
Foto: Ben Majerus
Sport 2 Min. 09.11.2016 Aus unserem online-Archiv
Testspiel der FLF-Auswahl

Eine Generalprobe zum Vergessen

Bob HEMMEN
Bob HEMMEN
Am Mittwochabend fand für die Luxemburger Fußball-Nationalmannschaft die Generalprobe für das WM-Qualifikationsspiel gegen die Niederlande statt. Gegen Malines musste man sich geschlagen geben.

Von Bob Hemmen

Im hauptstädtischen Stade Achille Hammerel bestritt die FLF-Auswahl am Mittwochabend ein Testspiel gegen Malines. Die Generalprobe für das WM-Qualifikationsspiel am Sonntag gegen die Niederlande verlief enttäuschend. Die Luxemburger mussten sich mit 2:4 geschlagen geben.

Direkt am Anfang versuchte es Bohnert mit einem Pass auf Turpel, der sich gut durchsetzte. Sein Schuss landete jedoch am Pfosten. Den anschließenden Versuch von Bohnert konnte Keeper Coosemans abwehren. Dann kam es Schlag auf Schlag: Die Luxemburger Hintermannschaft wirkte ungeordnet, Malines konnte umgehend davon profitieren.

Auf der linken Abwehrseite setzte Nationaltrainer Luc Holtz am Mittwoch etwas überraschend wieder auf Jans, der sich als Rechtsverteidiger deutlich wohler fühlt. Gemeinsam mit den beiden Innenverteidigern Chanot und Malget sowie Delgado bekam er die gegnerischen Angreifer nicht unter Kontrolle.

In der 10.' brachte Rits die Gäste in Führung. Nach einem Angriff über die linke Seite konnte Delgado die Hereingabe nicht verhindern, der mitgelaufene Belgier ließ Torhüter Schon, der sein Debüt im FLF-Dress feierte, keine Abwehrchance.

Mario Mutsch (l.) und Co. machten im ersten Durchgang keinen guten Eindruck gegen Reda Janoi und Malines.
Mario Mutsch (l.) und Co. machten im ersten Durchgang keinen guten Eindruck gegen Reda Janoi und Malines.
Foto: Ben Majerus

Nur zwei Minuten später musste der Strassener Keeper erneut hinter sich greifen. Vincent Thill leistete sich einen Ballverlust vor dem eigenen Strafraum. Nach eigener Balleroberung setzte Rits Veselinovic gekonnt in Szene. Dieser traf zum 2:0.

Am dritten Treffer hatte Schon dann Mitschuld. Der 26-Jährige wollte den Ball nach vorne befördern, doch die Kugel landete bei Jaadi, der nun ungedeckt einige Meter aufs Tor ziehen konnte, und mit einem Fernschuss in der 16.' das 3:0 für Malines erzielte.

Turpel wartet auf gute Zuspiele

Im Mittelfeld leisteten sich Mutsch, Philipps und Co. zu viele Ballverluste, die einen Spielaufbau verhinderten. Dadurch wurde Angreifer Turpel, der sich in Abwesenheit des noch angeschlagenen Joachim beweisen wollte, zu selten in Szene gesetzt.

In der Halbzeitpause tätigte der Nationaltrainer vier Wechsel: Sébastien Thill, Jänisch, Holter und Bensi kamen für Vincent Thill, Jans, Philipps und Bohnert.

Auch aufgrund des Regens wurde die Partie erwartungsgemäß zerfahrener. Zwar wollten vor allem die eingewechselten Akteure auf sich aufmerksam machen, dieses Vorhaben scheiterte allerdings zunächst.

Luxemburg trifft

Doch dann startete das FLF-Team einen guten Angriff über die linke Seite. Der Düdelinger da Mota fand in der 54.' mit seiner Flanke in Turpel einen Abnehmer, sein F91-Teamkollege traf zum 1:3.

In der 63.' wurden Kerger und Mahmutovic eingewechselt. Das Duo ersetzte da Mota und Malget. In der 67.' kamen auch noch Luisi für Turpel und Skenderovic für Delgado. Obwohl sich die Luxemburger neu ordnen mussten, spielten die Gastgeber weiter mutig nach vorne. Der 1:3-Spielstand war mittlerweile nicht mehr gerechtfertigt, sodass die Mannschaft von Trainer Holtz auf Ergebniskosmetik hoffte.

Dieses Vorhaben scheiterte jedoch, weil Peffer die Gäste-Führung in der 69.' auf 4:1 ausbaute. Den letzten Treffer des Spiels erzielte Sébastien Thill nach einem Pass von Bensi in der 79.' In der Schlussphase ließen beide Seiten nichts mehr anbrennen.

Mit einer solchen Leistung wartet am Sonntag sicherlich eine kaum lösbare Aufgabe auf Luxemburg. Vor allem die Abwehr offenbarte deutliche Lücken, die Robben und Co. wohl noch eiskalter bestrafen werden.


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