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Ein Spitzenspiel in Minsk
Die Luxemburger Mannschaft vergangenen Monat gegen Moldawien.

Ein Spitzenspiel in Minsk

Foto: Ben Majerus
Die Luxemburger Mannschaft vergangenen Monat gegen Moldawien.
Sport 2 Min. 12.10.2018

Ein Spitzenspiel in Minsk

Laurent SCHÜSSLER
Laurent SCHÜSSLER
Im dritten Spiel der Nations League tritt die FLF-Auswahl am Freitagabend in Weißrussland an. Ein möglicherweise bereits entscheidendes Spiel um den Gruppensieg.

"Es ist ein sehr, sehr wichtiges Spiel." Nationaltrainer Luc Holtz ging bei der Abschlusspressekonferenz vor dem Spiel am Freitag (20.45 Uhr Luxemburger Zeit) zwischen Weißrussland und Luxemburg sogar so weit, vom entscheidenden Gruppenspiel zu sprechen. Aktuell führt die FLF-Auswahl nach zwei von sechs Spielen die Tabelle mit dem Punktemaximum an; Weißrussland liegt zwei Punkte zurück, Moldawien bereits fünf. San Marino hat noch keinen Zähler auf dem Konto.

Die Ausgangslage ist klar: Bei einem eigenen Erfolg wäre Luxemburg ein sehr großer Schritt in Sachen Aufstieg in die 3. Division geglückt. Damit verbunden ist bekanntlich die Qualifikation für die Finalrunde der 4. Division, in der es um ein Ticket für die EM-Endrunde 2020 geht. In den zehn bisherigen Vergleichen gelang der FLF-Auswahl allerdings erst ein einziger Erfolg in Weißrussland: Das war vor elf Jahren in Gomel der Fall, als Fons Leweck das entscheidende Tor zum 1:0 in der Nachspielzeit köpfte.

Einer der Leistungsträger in der Luxemburger Elf: Christopher Martins.
Einer der Leistungsträger in der Luxemburger Elf: Christopher Martins.
Foto: Ben Majerus

Der Nationaltrainer will sich in Minsk nicht mit einer starken Defensive begnügen. "Es wäre gefährlich, auf ein Unentschieden zu spielen", warnt er und gibt als Lösung aus, "auch dieses Spiel gewinnen zu wollen." Selbst wenn er um die Schwierigkeit der Aufgabe wisse.

Doch die besten Luxemburger Fußballer scheinen aktuell auf Wolke sieben zu schweben. Seit Juni 2017 wurden sieben Länderspiele gewonnen, drei endeten mit einem Unentschieden und nur drei gingen verloren.

Der Verbandscoach kann auf den wohl stärksten Kader in der Geschichte des Luxemburger Fußballs zurückgreifen, selbst wenn kurzfristig die verletzten Mutsch und Gerson ausfallen. Auch hinter deren Einsatz am Montag gegen San Marino (Anstoß ebenfalls um 20.45 Uhr, dann aber im Stade Josy Barthel) steht ein dickes Fragezeichen.

Die Nationalmannschaft verfügt aktuell über einen äußerst leistungsstarken Kader, hier Mathias Jänisch (l.) und Ralph Schon.
Die Nationalmannschaft verfügt aktuell über einen äußerst leistungsstarken Kader, hier Mathias Jänisch (l.) und Ralph Schon.
Foto: Ben Majerus

Aus der Mannschaftsaufstellung machte Holtz, wie es international längst üblich ist, ein Geheimnis. Auch beim Abschlusstraining im vollständig renovierten Olympiastadion von Minsk (1980 fanden hier mehre Vorrundenspiele des Fußballturnieres der Olympischen Spiele statt) ließ er sich nicht in die Karten blicken. Leistungsträger wie Moris, Jans, Chanot oder C. Martins sind aber gesetzt.

Weißrussland ist in der rezenten Vergangenheit zu einer Art Abonnementsgegner der Luxemburger Fußballer avanciert. Seit 2014 misst sich die Elf von Holtz einmal jährlich mit der ehemaligen Sowjetrepublik, seit 2007 immerhin bereits acht Mal. Rund 20 Luxemburger Anhänger unterstützen die FLF-Auswahl vor Ort.

Wort.lu informiert Sie am Freitag ab 20.30 Uhr mit einem Liveticker vom Spiel aus Minsk. Eine spannende Begegnung deutet sich an, auch weil beide Nationen in der Weltrangliste nur durch zwei Plätze getrennt sind (Weißrussland 80., Luxemburg 82.).

Die voraussichtliche Mannschaftsaufstellung: Moris, Jans, Chanot, Malget, Carlson; C. Martins, Philipps; Rodrigues, O. Thill, Sinani; Turpel.


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Foto: Ben Majerus