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Ein Leben im Zeichen des Sports
Pilo Fonck gehört fest zur Luxemburger Sportswelt.

Ein Leben im Zeichen des Sports

Foto: Marc Wilwert
Pilo Fonck gehört fest zur Luxemburger Sportswelt.
Sport 2 2 Min. 22.04.2018

Ein Leben im Zeichen des Sports

Kevin ZENDER
Kevin ZENDER
Pilo Fonck ist zweifelsohne der bekannteste Sportjournalist Luxemburgs. Ein Leben ohne Sport ist für ihn selbst im fortgeschrittenen Alter weiterhin unvorstellbar.

Im 22. April 1938 erblickte Paul René Alphonse Fonck das Licht der Welt. Von klein auf war er sportbegeistert, und sollte seine große Leidenschaft, den Sport, später zu seinem Beruf machen. Pilo Fonck ist der bekannteste Sportjournalist, den es in Luxemburg gibt. Er ist sozusagen eine lebende Legende.

Ein Interview zu seinem 80. Geburtstag wollte der frühere Radio- und TV-Journalist nicht geben, denn die aktiven Sportler sollten im Rampenlicht stehen, das sei immer seine Devise gewesen, so Fonck.

Die ersten Topsportler Luxemburgs lernte Fonck bereits früh kennen: Im Wirtshaus seiner Eltern in Niederkerschen versammelten sich beispielsweise die Radsportler Bim Diederich, Jeng Kirchen und Jang Goldschmidt. Im Alter von 13 Jahren beschloss Fonck, alleine nach Paris zu reisen, um Diederich bei der Ankunft der Tour de France zu unterstützen.

Hautnah dabei: 2014 zusammen mit Pierre Gricius (l.) bei der Route du Vin.
Hautnah dabei: 2014 zusammen mit Pierre Gricius (l.) bei der Route du Vin.
Foto: fabrizio Munisso

Anfang November 1959 erfolgte noch während seines Militärdienstes seine erste Live-Übertragung eines Fußballspiels ... und was für eines: Jeunesse Esch – Real Madrid. „Emotional war es für mich ein großer Höhepunkt. Damals wurde kein Sport in luxemburgischer Sprache übertragen. Ich musste demnach erst mal mein Vokabular finden“, meinte Fonck einst, für den damals ein Traum in Erfüllung gegangen war.

Von 1960 bis 1995

Von dem darauf folgenden Jahr an und bis zum Spiel auf Malta 1995 hat er alle Länderspiele der Luxemburger Fußball-Nationalmannschaft übertragen. Ein besonderes Erlebnis stellte der 2:1-Sieg im EM-Achtelfinale 1963 in den Niederlanden dar. „Das war eine tolle Mannschaft und die beste Zeit des Luxemburger Fußballs.“


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Doch neben dem Spiel mit dem runden Leder, hat sich Fonck auch für alle anderen Sportarten begeistert. Eine besondere Beziehung pflegte er zum Radstar Charly Gaul. Von Anfang an interessierte sich Fonck für Gauls Laufbahn. 1962 sollte der Sportjournalist dann von Gauls Auftritten bei der Tour de France berichten. Der Radsportcrack teilte Fonck jedoch mit, dass er keine Interviews geben würde. Doch Gaul hielt sein Wort nicht und beantwortete einige Tage später die Fragen von Werner Zimmer vom „Saarländischen Rundfunk“, der Fonck das umgehend mitteilte. Der Luxemburger Sportjournalist war verärgert und ignorierte Gaul dann bis zum Jahr 1978, ehe beide wieder miteinander klar kamen.

Im Sommer 1987 wechselte Fonck als stellvertretender Chefredakteur von RTL Radio zum „Hei elei“, dem luxemburgischen TV-Programm von RTL, bei dem er bis April 1995 den „Sportclub“ leitete, ehe er in den Vorruhestand trat.

Als Moderator des "Sportclub" machte Pilo Fonck stets eine gute Figur.
Als Moderator des "Sportclub" machte Pilo Fonck stets eine gute Figur.
Foto: LW-Archiv

Bob Hallers Berater

Doch Fonck blieb der Luxemburger Sportszene weiterhin treu. Als Autor einer carte blanche im „Républicain lorain“ und einer wöchentlichen Chronik im „Télécran“, blieb er in seiner gewohnten Art ein Journalist, der nach sorgfältiger Recherche seine Meinung kundtat und sich auch unter Druck nicht beirren ließ. Und auch heutzutage trifft man Fonck weiterhin bei vielen Sportveranstaltungen. Triathlet Bob Haller vertraut ihm zudem als Berater. Ein Leben ohne Sport kann sich Fonck einfach nicht vorstellen.

Pilo Fonck im Gespräch mit Charly Gaul.
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Foto: LW-Archiv

Pilo Fonck, so wie man ihn kennt:



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