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Düdelingen hofft auf ein Wunder
Sport 2 Min. 20.07.2016 Aus unserem online-Archiv
Zweite Champions-League-Qualifikationsrunde

Düdelingen hofft auf ein Wunder

Daniel da Mota und sein Team wollen sich gegen Qarabag Agdam noch nicht geschlagen geben
Zweite Champions-League-Qualifikationsrunde

Düdelingen hofft auf ein Wunder

Daniel da Mota und sein Team wollen sich gegen Qarabag Agdam noch nicht geschlagen geben
Foto: Ben Majerus
Sport 2 Min. 20.07.2016 Aus unserem online-Archiv
Zweite Champions-League-Qualifikationsrunde

Düdelingen hofft auf ein Wunder

Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt und F91 hat noch ein wenig davon. Das Team von Dino Toppmöller will nach der 0:2-Niederlage aus dem Hinspiel gegen Qarabag Agdam im Rückspiel noch einmal alles geben.

(ms) - Heute Abend ab 18 Uhr bestreitet Luxemburgs Meister und Pokalsieger F91 Düdelingen im heimischen Stade Jos Nosbaum sein Rückspiel in der zweiten Qualifikationsrunde der Fußball-Champions-League.

Acht Tage nach der 0:2-Hinspielniederlage bei Qarabag Agdam (AZE) darf sich die Heimelf nur geringe Hoffnungen auf ein Weiterkommen machen. Dafür waren die Profis aus dem fernen Osten Europas im Hinspiel mindestens eine Klasse zu stark. Vor allem in Ballbesitz blitzte immer wieder das Können der Aserbaidschaner auf, und so war F91 zu keinem Zeitpunkt in der Lage, die Kontrolle über das Geschehen zu übernehmen. So erklärt sich auch die Tatsache, dass die Düdelinger ihr Offensivspiel nicht entfachen konnten und binnen 90 Minuten lediglich ein Mal auf das gegnerische Tor schossen.

Ein Lob für die Defensive

Mit etwas Abstand muss man dem Team von Trainer Dino Toppmöller allerdings auch ein Lob aussprechen, denn gegen die quirlige Offensive von Qarabag ließ die Mannschaft ebenfalls nur vier Torschüsse zu. Keeper Joubert musste – abgesehen von den beiden Gegentoren – keinen einzigen Ball entschärfen. „Dies zeigt, dass wir vieles richtig gemacht haben. Unser Defensivverhalten war bis auf wenige Ausnahmen exemplarisch. Komplett ausschalten kann man einen Gegner dieser Qualität natürlich nicht, dennoch konnte ich viele positive Dinge im Hinspiel erkennen. Schade, dass wir nicht in der Lage waren, einen Treffer zu erzielen. Dies hätte es viel spannender gemacht“, erklärte Toppmöller.

So steht Düdelingen heute Abend vor einer Herkulesaufgabe. Mindestens mit 2:0 muss der Doublé-Gewinner nach 90 Minuten führen, um wenigstens die Verlängerung zu erreichen. Bereits ein einziges Gegentor würde bedeuten, dass die Hausherren vier Treffer machen müssen. Um ein wenig Spannung zu erzeugen, sollte die F91-Defensive hoch konzentriert zu Werke gehen. Ein frühes Gegentor gilt es, im Gegensatz zum Hinspiel, zu vermeiden.

Vielleicht bekommen wir diesmal einen frühen Elfmeter oder ein abgefälschter Schuss geht ins Tor."

Am 12. Juli traf der Brasilianer Almeida bereits in Hälfte eins doppelt (10.', 27.'). Die Düdelinger müssen ein Rezept finden, um den Gegner auch im Spiel nach vorne zu beschäftigen, ohne dabei ins offene Messer zu laufen. Toppmöller hofft dabei auch, dass sein Team das Glück auf seiner Seite hat. „Vielleicht bekommen wir diesmal einen frühen Elfmeter oder ein abgefälschter Schuss geht ins Tor. Wir müssen auf 
jeden Fall unsere Qualitäten ausspielen, auch wenn ich mir bewusst bin, dass wir keine zehn Torchancen herausspielen werden“.

Etwas offensiver wird Düdelingen allerdings agieren müssen – und so könnte die taktische Grundordnung etwas mutiger als im Hinspiel ausgelegt werden. Auch in der Startelf dürfte es zu einigen Veränderungen kommen. Malget zog sich beim 4:3-Testspielerfolg gegen Bitburg (D) am Samstag eine Schulterverletzung zu und wird sicher ausfallen.

Demnach wird de Sousa den Posten des Rechtsverteidigers übernehmen. Vor ihm könnte diesmal N'Diaye anstelle von Pokar auf der Außenbahn zum Einsatz kommen und auch der körperlich robuste Cruz ist im Mittelfeld eine Alternative. Sollte Düdelingen die Sensation heute gelingen, würde mit dem tschechischen Meister Viktoria Pilsen in der dritten Runde ein noch stärkerer Gegner warten.


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