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Dortmund schöpft neuen Mut
Sport 3 Min. 05.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Dortmund schöpft neuen Mut

Jadon Sancho und Paco Alcacer (l.) zählen zu den Dortmunder Torgaranten und wollen auch gegen Inter Mailand treffen.

Dortmund schöpft neuen Mut

Jadon Sancho und Paco Alcacer (l.) zählen zu den Dortmunder Torgaranten und wollen auch gegen Inter Mailand treffen.
Foto: dpa
Sport 3 Min. 05.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Dortmund schöpft neuen Mut

Borussia Dortmund ist binnen weniger Tage gleich zweimal mächtig gefordert. Zunächst ist ein Sieg gegen Inter Mailand in der Champions League vonnöten, bevor es in der Bundesliga nach München geht.

(dpa) - Nach Wochen der eher leisen Töne ist bei Borussia Dortmund der Glaube an die eigene Stärke zurück. Rechtzeitig vor den Schlüsselspielen gegen Inter Mailand und den FC Bayern wähnen sich alle Beteiligten dank der jüngsten Erfolge in der Liga und im Pokal zurück auf Kurs.

Ein Heimsieg am Dienstag (21 Uhr) über die Italiener soll einen weiteren Schub für den Ligagipfel vier Tage später in München geben. Das Statement von Nationalspieler Brandt klang wie eine Kampfansage. „Wir haben noch viel vor in der Champions League. Wir spielen zu Hause, wir sind Borussia Dortmund und haben hier schon gegen ganz andere Mannschaften gewonnen.“

So ängstlich wie beim 0:2 vor zwei Wochen in Mailand will sich das Team von Trainer Lucien Favre nicht noch einmal präsentieren. Der unansehnliche Auftritt brachte der Borussia viel Kritik ein und kostete die gute Ausgangsposition in der Gruppe F nach dem 0:0 gegen Spitzenreiter Barcelona (7 Punkte) und dem 2:0 bei Schlusslicht Slavia Prag (1).

Brandt: "Nicht verstecken"

Im Bestreben, den direkten Vergleich mit den punktgleichen Nerazzurri (4) zu gewinnen, ist der BVB mächtig gefordert. „Wir sollten uns nicht verstecken. Auch wenn unsere Leistung in Mailand nicht top war, können wir die Fans eines Besseren belehren“, kommentierte Brandt, „dieses Spiel könnte richtungsweisend sein“.

Wir spielen zu Hause, wir sind Borussia Dortmund und haben hier schon gegen ganz andere Mannschaften gewonnen.

Julian Brandt, Spieler bei Borussia Dortmund
Dortmunds Trainer Lucien Favre wird wohl wieder rotieren.
Dortmunds Trainer Lucien Favre wird wohl wieder rotieren.
Foto: AFP

Der Aufwärtstrend in der Bundesliga nach zuvor schwachen Wochen mit zuletzt drei Spielen ohne Gegentor gegen Mönchengladbach (1:0), Schalke (0:0) und Wolfsburg (3:0) schürt den Glauben an eine stabile Trendwende. Zumindest in der zweiten Halbzeit gegen die Wölfe rief das Team sein zuvor brachliegendes Potenzial wieder ab. „Da war ja sogar wieder richtig Spielfreude erkennbar“, befand Sportdirektor Michael Zorc. Ähnlich sah es Torschütze Hazard: „Nach diesem Spiel haben wir ein gutes Gefühl. Und dieses Gefühl müssen wir mitnehmen in die Partie am Dienstag.“

Allerdings droht dem BVB wie schon in Mailand der Ausfall von Reus, der sich gegen Wolfsburg eine Sprunggelenkblessur zugezogen hatte und dessen Einsatz deshalb als eher unwahrscheinlich gilt. Der Kapitän fehlte beim Abschlusstraining am Montagnachmittag.

Sein Fehlen könnte sich als schweres Handicap erweisen. Denn gerade in der Champions League tat sich die eigentlich stark besetzte Dortmunder Offensive mit dem Toreschießen zuletzt ungewohnt schwer. Nur in zwei der vergangenen acht Partien gelangen Treffer, zuletzt ging das Team sogar im eigenen Stadion dreimal leer aus.

Zorc hofft auf ein Ende der Torflaute: „Wir brauchen einen Sieg, um unsere Position in der Champions League weiter zu festigen oder wieder zu verbessern. Aber Inter ist noch mal ein anderes Kaliber als Wolfsburg.“

Ohne Rotation geht es nicht.

Lucien Favre, Trainer von Borussia Dortmund

Starke Mailänder Offensive

Rotation soll der Mannschaft mehr Frische verleihen. So dürften Sancho, Witsel und Delaney - anders als gegen Wolfsburg - wieder in der Startelf stehen. Möglicherweise trifft das auch auf Torjäger Alcacer zu, der nach wochenlanger Verletzungspause wieder voll belastbar ist. Trainer Lucien Favre stellte einen Umbau des Teams in Aussicht: „Ohne Rotation geht es nicht. Nicht viele Spieler können dreimal hintereinander 100 Prozent geben.“

Inter Mailands Stürmer Lautaro Martinez ist aktuell kaum zu bremsen.
Inter Mailands Stürmer Lautaro Martinez ist aktuell kaum zu bremsen.
Foto: AFP

Ähnlich wie die Borussia feierte auch der 18-malige italienische Meister am Wochenende eine gelungene Generalprobe. Nach dem 2:1 beim FC Bologna rangiert das Team von Trainer Antonio Conte in der Serie A nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Juventus Turin auf Platz zwei.

Besonderes Augenmerk sollte Dortmund auf die beiden zuletzt starken Angreifer Lukaku und Martinez legen. Vor allem der Argentinier Martinez, der auch schon mal auf der Dortmunder Wunschliste stand, scheint ein Mann für die wichtigen Tore zu sein. Im Oktober traf er gegen Juventus, Barcelona - und Dortmund.


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