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Dortmund erschreckend schwach
Sport 3 Min. 09.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Dortmund erschreckend schwach

Marco Reus und die Dortmunder stehen nun mit dem Rücken zur Wand.

Dortmund erschreckend schwach

Marco Reus und die Dortmunder stehen nun mit dem Rücken zur Wand.
Foto: AFP
Sport 3 Min. 09.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Dortmund erschreckend schwach

Der BVB verliert sein Achtelfinal-Heimspiel gegen Österreichs Meister. Um die nächste Runde doch noch zu erreichen, muss am Donnerstag in Salzburg eine klare Leistungssteigerung kommen. Der Verein braucht mindestens zwei Tore.

(dpa) - Beim 1:2 gegen Österreichs Serienmeister FC Salzburg hat sich Borussia Dortmund in einer erschreckend schwachen Form präsentiert. Nun steht das Team von Trainer Peter Stöger schon im Achtelfinale vor dem Europa-League-Knockout. „Momentan ist es schwer für mich, das zu erklären“ - Minuten nach dem Ende der Partie wirkte Stöger ratlos.

DIE ANALYSE: In den ersten 45 Minuten war die Leistung des Bundesliga-Tabellendritten noch akzeptabel, wenngleich nicht überzeugend. Nach dem Seitenwechsel und zwei Treffern der Salzburger durch den Kosovaren Berisha in der 49.' per Foulelfmeter und in der 56.' lief fast gar nichts mehr bei den BVB-Profis. Allein Schürrles Tor in der 62.' macht noch ein wenig Hoffnung für die zweite Begegnung.

DAS SAGTEN DIE TRAINER: „Sehr dürftig“ - diese Stöger-Aussage war absolut zutreffend. Nichts mehr war zu sehen von dem Schwung, mit dem die Borussen beim 1:1 in Leipzig am Samstag, zumindest über einen längeren Zeitraum, das zeigten, was sie früher ausmachte: Offensivgeist, gutes Passspiel, Mut zum Risiko. Gegen Salzburg war die BVB-Auswahl weit davon entfernt, ihren Ansprüchen genügen zu können. Und Gäste-Coach Marco Rose? Der wollte den Gegner nicht bewerten, sondern hielt eines - auch das korrekt - fest: „Meine Mannschaft hat das einfach richtig gut gemacht."

BVB-GLÜCK: Schon in der ersten Spielhälfte hätte die Stöger-Elf vor nur 53 700 Zuschauern in Rückstand geraten können. Torwart Bürki musste gegen den frei stehenden Südkoreaner Hwang klären; der Abpraller wurde nach einem Schuss von Dabbur von Schmelzer (36.') kurz vor der Torlinie geklärt. Und dann setzte Hwang (45. + 1.') noch einen abgefälschten Distanzschuss an den Pfosten.

TOPRAKS FOUL: Ein unnötiges Eingreifen von BVB-Innenverteidiger Toprak drei Minuten nach Wiederbeginn sorgte für den Strafstoß, den Berisha sicher verwandelte und dann das 2:0 nachlegte. Immerhin: Dortmund resignierte nicht und darf nach Schürrles 1:2 wenigstens noch hoffen. „Es gibt Gott sei Dank ein zweites Spiel“, bemerkte Stöger. Rose hielt sich zurück, weil auch er weiß, dass erst die Hälfte geschafft ist: „Es ist noch nichts passiert. Dortmund wird seine Ziele mit noch mehr Nachdruck suchen.“

DIE ANDEREN BEGEGNUNGEN: Der FC Arsenal und Atletico Madrid haben beste Chancen auf das Weiterkommen. Arsenal siegte am Donnerstag 2:0 beim AC Mailand, Atletico gewann daheim 3:0 gegen Lokomotive Moskau. Für Arsenal traf Mkhitaryan in der 15.' nach einer Einzelleistung mit einem abgefälschten Schuss zur Führung in Mailand. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte streifte ein weiterer Versuch des Armeniers die Latte, kurz darauf erhöhte Ramsey für die Londoner nach feinem Zuspiel von Özil. Niguez erzielte per Distanzschuss das 1:0 für Atletico (22.'). Diego Costa (47.') war danach per Abstauber für den zweimaligen Champions-League-Finalisten der vergangenen Jahre erfolgreich, Koke besorgte den Endstand (90.').

Saul Niguez feiert seinen 1:0-Führungstreffer für Atletico Madrid.
Saul Niguez feiert seinen 1:0-Führungstreffer für Atletico Madrid.
Foto: AFP

Olympique Lyon machte mit dem 1:0 bei ZSKA Moskau einen großen Schritt auf dem Weg zum Finale im eigenen Stadion am 16. Mai. Marcelo (68.') köpfte das Siegtor, als Russlands Torwart-Routinier Akinfeev bei einem Eckball nicht gut aussah. Auch Sporting Lissabon, das Viktoria Plzen zu Hause 2:0 schlug, und Olympique Marseille nach dem 3:1 gegen Athletic Bilbao können auf den Viertelfinal-Einzug hoffen. Lazio Rom kam daheim nur zu einem 2:2 gegen Dynamo Kiew.

RB Leipzig hat dank Werner gute Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale. Der deutsche Nationalspieler bereitete beim 2:1-Erfolg im Achtelfinal-Hinspiel über Zenit St. Petersburg den Treffer zum 1:0 durch Bruma (56.') vor und erzielte das 2:0 (77.') selbst. Kurz vor Schluss kassierte RB allerdings durch Criscito (86.') einen ebenso ärgerlichen wie unnötigen Gegentreffer.


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