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Doping: Operation Viribus schlägt in ganz Europa zu
Sport 09.07.2019

Doping: Operation Viribus schlägt in ganz Europa zu

Die Ermittler beschlagnahmen tonnenweise Dopingpräparate.

Doping: Operation Viribus schlägt in ganz Europa zu

Die Ermittler beschlagnahmen tonnenweise Dopingpräparate.
Foto: AFP
Sport 09.07.2019

Doping: Operation Viribus schlägt in ganz Europa zu

In einer länderübergreifenden Aktion gehen die Strafverfolgungsbehörden gegen den internationalen Handel mit Dopingpräparaten vor.

(dpa) - Bei einer beispiellosen Anti-Doping-Razzia sind europäische Sicherheitsbehörden in 33 Ländern gegen den Handel mit Anabolika und gefälschten Medikamenten vorgegangen. Bei dem bislang „größten Einsatz dieser Art“ namens Operation Viribus seien mehr als 230 Verdächtige festgenommen, neun Drogenlabore in Europa ausgehoben und tonnenweise Dopingpräparate beschlagnahmt worden. Das teilte die europäische Polizeibehörde Europol am Montag mit. Demnach wurden allein 24 Tonnen Steroidpulver sichergestellt.


Doping; Medikamente, Sport; EPO; Spritze
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2018 hat die Luxemburger Anti-Doping-Agentur etwas mehr als 200 Sportler getestet, keiner davon war gedopt. Allerdings leisteten sich sieben Athleten einen Fehltritt.

An dem Einsatz unter Federführung der italienischen und griechischen Polizei war auch die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) beteiligt. In Luxemburg gab es keine Einsätze. Der deutsche WADA-Chefermittler Günter Younger zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen und der Einbeziehung der Agentur. Diese Art von Zusammenarbeit bringe echte Resultate und könne einen bedeutenden Einfluss auf die Verfügbarkeit verbotener Substanzen haben.

"Gemeinsamer Kampf gegen Sportbetrug"

„Wir stehen bereit, um diese Art von Rolle in einer jeglichen, andauernden Operation fortzusetzen. Dies ist ein gemeinsamer Kampf gegen Sportbetrug auf dem Kontinent“, sagte Younger der Mitteilung der WADA zufolge. Abseits davon werde es weiterhin Partnerschaften mit staatlichen Ermittlungsbehörden in Europa und der Welt geben, betonte Younger.

Derzeit laufen im Zusammenhang mit Doping im Sport auch noch die Ermittlungen im Zuge der sogenannten Operation Aderlass. Ende Februar hatte das österreichische Bundeskriminalamt bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld mehrere Personen festgenommen, unter ihnen auch Sportler. Dabei steht ein deutscher Sportarzt als mutmaßlicher Drahtzieher eines vermuteten Netzwerkes im Mittelpunkt der Ermittlungen. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen mindestens 21 Sportler aus acht Ländern und fünf Winter- und Sommersportarten in Europa, Südkorea und auf Hawaii verbotenes Eigenblutdoping betrieben haben.



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