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Djokovic, der Corona-Forscher
Sport 2 Min. 21.01.2022
Tennisprofi macht in "Biotech"

Djokovic, der Corona-Forscher

Novak Djokovic ist ein Anhänger von alternativen Behandlungsmethoden.
Tennisprofi macht in "Biotech"

Djokovic, der Corona-Forscher

Novak Djokovic ist ein Anhänger von alternativen Behandlungsmethoden.
Foto: Tess Derry/PA Wire/dpa
Sport 2 Min. 21.01.2022
Tennisprofi macht in "Biotech"

Djokovic, der Corona-Forscher

Der serbische Tennischampion investiert in eine neue Technologie zur Bekämpfung von Viren und resistenten Bakterien. Doch Experten äußern Skepsis.

(jt) - Fünf Tage nach der Ausweisung des ungeimpften Novak Djokovic aus Australien kommen bislang unbekannte Details ans Licht. Wie aus Medienberichten hervorgeht, haben der Tennis-Weltranglistenerste und Ehefrau Jelena in ein dänisches Unternehmen investiert, das mit Behandlungsmethoden für Covid-19 experimentiert.

Ivan Loncarevic, geschäftsführender Direktor von QuantBioRes A/S, bestätigte die Beteiligung der Djokovics gegenüber der dänischen Zeitung BT. Demnach besitzt das Paar 80 Prozent des in Kopenhagen ansässigen Unternehmens, das bisher noch keine Behandlung für das Corona-Virus auf den Markt gebracht hat.

Novak und Jelena Djokovic bei den Laureus World Sports Awards 2019.
Novak und Jelena Djokovic bei den Laureus World Sports Awards 2019.
Foto: AFP

Laut dem offiziellen dänischen Unternehmensregister erwarben die Djokovics, die in Monaco ansässig sind, ihre Anteile im Juni 2020. Aktuell arbeiten elf Personen in Dänemark, Australien und Serbien an dem Projekt mit. QuantBioRes entwickelt laut eigenen Angaben Behandlungen für Viruskrankheiten und resistente Bakterien, indem es „die elektromagnetische Frequenz“ vorhersagt, die die Aktivität eines Virus stören kann. 

Der ungeimpfte Tennisspieler verpasste in diesem Monat die Australian Open, nachdem die australischen Behörden sein Visum widerrufen hatten. Die Regierung in Canberra erklärte, sie sei entschlossen, die Grenzen des Landes inmitten der Pandemie zu schützen.

Forscher: Ansatz von QuantBioRes erinnert an Homöopathie

Experten äußerten gegenüber dem „Guardian“ Zweifel an der Methode des Unternehmens. Der Ansatz erinnere an die Homöopathie, einer alternativen Behandlungsmethode, die laut der überwiegenden Mehrheit der Forscher nicht über den Placebo-Effekt hinaus wirkt. 

Novak Djokovic hatte in der Vergangenheit eine Nähe zur Esoterik und zweifelhaften Heilungsverfahren erkennen lassen. Er behauptete unter anderem, dass es möglich sei, die Zusammensetzung von Wasser oder Nahrung durch positives Denken zu verändern.

Im Frühjahr 2020 erklärte der serbische Tennisprofi in einem Online-Gespräch mit dem „Wellness-Guru“ Chervin Jafarieh: „Ich habe Menschen gesehen und kenne einige Menschen, die durch Energieumwandlung, durch die Kraft des Gebets, in der Lage sind, die giftigste Nahrung oder das dreckigste Wasser in heilendes Wasser zu verwandeln.“ Außerdem ließ Djokovic damals wissen, dass er gegen eine Impfung sei. „Ich möchte selber darüber entscheiden können, was für meinen Körper am besten ist.“

Mit Material von Bloomberg und AFP.

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