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Diskussion über den Luxemburger Basketball: Ausländerregelung und Spielmodus in der Diskussion
Sport 3 Min. 12.03.2016

Diskussion über den Luxemburger Basketball: Ausländerregelung und Spielmodus in der Diskussion

Wieviele ausländische Spieler pro Mannschaft sinnvoll sind, war eine der Fragen, die in Walferdingen aufgeworfen wurden.

Diskussion über den Luxemburger Basketball: Ausländerregelung und Spielmodus in der Diskussion

Wieviele ausländische Spieler pro Mannschaft sinnvoll sind, war eine der Fragen, die in Walferdingen aufgeworfen wurden.
Archivfoto: Ben Majerus
Sport 3 Min. 12.03.2016

Diskussion über den Luxemburger Basketball: Ausländerregelung und Spielmodus in der Diskussion

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Mit der Diskussion um die Anzahl an ausländischen Spielern und dem neuen Spielmodus standen zwei Hauptthemen im Mittelpunkt einer Gesprächsrunde um Basketball in Luxemburg.

(KT) - Am Samstagmorgen fand in Walferdingen eine offene Gesprächsrunde über die Zukunft des Basketballs statt. Mit der Diskussion um die Anzahl an ausländischen Spielern und dem neuen Spielmodus standen zwei Hauptthemen auf der Tagesordnung, die rund 90 Minuten lang diskutiert wurden - mit vielen verschiedenen Meinungen.

RTL-Journalist und Moderator der Gesprächsrunde Jeff Kettenmeyer gab das Wort zu Beginn an den FLBB-Präsidenten Heng Pleimling, der gleich betonte, dass aus Sicht des Verbandes keine öffentliche Diskussion nötig oder sinnvoll sei.

Reduzierung der Profispieler?

Im Fokus stand die Frage, wie viele ausländische Akteure pro Mannschaft für die Sportart sinnvoll sind, wobei schon die Definition an sich Raum für Diskussionen lässt: Profispieler, JICL-Spieler - hier ist es nicht so leicht, eine Gesprächsbasis zu finden.

Zwei Profispieler sind in Luxemburg sinnlos. (Ken Diederich)

Während T71-Präsident Marcel Wagner einen „positiven Einfluss auf das Spielniveau bei den Männern durch die Präsenz von zwei ausländischen Spielern feststellt“, hält Nationaltrainer Ken Diederich dies für absurd: „Mit zwei Profispielern aufzulaufen ist hier in Luxemburg sinnlos. Sie nehmen - insbesondere auf den großen Positionen - den einheimischen Spielern die Spielzeit weg“.

Verbandspräsident Pleimling sieht es als Möglichkeit, dass die Vereine Initiative ergreifen und „aufhören zu bezahlen“. Nach munterem Austauschen der Meinungen stand fest, dass nur ein “gentlemen's agreement“ zwischen den Clubs eine Alternative bietet. Hier stand im Raum, dass sich die Clubs auf den Rückgang auf einen Profispieler einigen könnten. Dies muss allerdings erst diskutiert werden.

Wirft man nämlich einen Blick in die zweite Liga der Männer, so stellt man fest, dass viele Vereine mittlerweile gar mit drei ausländischen Spielern auflaufen. In diesem Punkt eine Einigung zu finden, scheint demnach schwierig zu werden.

Ein weiterer Streitpunkt war die Unterscheidung zwischen Frauen- und Männerbasketball. Während einige Vereinsvertreter hier keinen Unterschied in der Problematik sehen und eine gleiche Regelung für beide Geschlechter fordern, sehen andere besonders bei den Frauen Handlungsbedarf, weil hier der Einfluss der Profispielerinnen auf das Spielgeschehen (noch) höher sei.

Spielmodus muss geändert werden, nur wie?

Nachdem über eine Stunde lang über die Ausländerproblematik diskutiert wurde, musste das zweite große Thema “Spielmodus“ im Schnellverfahren besprochen werden. Hier liegen einige Möglichkeiten bereit, jedoch gehen die Meinungen weit auseinander. Amicale-Trainer Diederich kritisierte die Punkteteilung nach der Normalrunde, die die Wichtigkeit der ersten Partien der Saison abwerte. Zudem sprach er sich dafür aus, dass die Serien am Ende der Saison im “best of 5“ und nicht mehr im “best of 3“-Modus ausgetragen werden sollten.

Fest steht, dass der Verband Raum schaffen muss für die Spieler der Nationalteams, die in Zukunft innerhalb der Saison ausgetragen werden.

Ich kann mich nicht an das letzte freie Wochenende erinnern. (Pitt Koster)

Einige Male ergriff einer der rund 50 Zuschauer im Hörsaal das Wort. Bei dieser Diskussion war es Zolver-Spieler Pitt Koster - der als einziger Spieler der Total League anwesend war -, der sich meldete und betonte, dass er sich „nicht an das letzte freie Wochenende erinnern könne“. Der Nationalspieler wünscht sich, dass der Tatsache Rechnung getragen wird, dass es sich um einen Amateursport handelt.

Spieler haben Verantwortung gegenüber der Sportart. (Erny Gruskovnjak)

Erny Gruskovnjak, Trainer der Musel Pikes-Frauen widersprach und betonte, dass „man als Spieler eine Verantwortung gegenüber der Sportart habe. Wenn es sein muss, sollte auch in den Weihnachts- und Osterferien gespielt werden. Vielen Spieler(innen) fehlt es an der Motivation und der Identität zum Club.“ Zudem sieht es derzeit danach aus, dass in der ersten Liga in Zukunft zwölf Teams vertreten sein werden.

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