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Die Jagd nach dem Meistertrikot
Sören Nissen holte 2018 etwas überraschend das Meistertrikot. Die Strecke in Brouch liegt ihm nicht so gut.

Die Jagd nach dem Meistertrikot

Foto: Serge Waldbillig
Sören Nissen holte 2018 etwas überraschend das Meistertrikot. Die Strecke in Brouch liegt ihm nicht so gut.
Sport 2 Min. 13.01.2019

Die Jagd nach dem Meistertrikot

Daniel WAMPACH
Daniel WAMPACH
Es gibt viele Favoriten, aber nur einen Titel. Spannung ist vor den nationalen Cyclocross-Meisterschaften der Elite in Brouch garantiert. Sören Nissen glaubt nicht so richtig an die erfolgreiche Titelverteidigung.

Am Sonntag wird es richtig ernst: Der nationale Höhepunkt der Cyclocrosssaison steht an. Bei den Landesmeisterschaften in Brouch wird um das rot-weiß-blaue Trikot gekämpft. Im Hauptrennen der Elite ist Spannung garantiert.

Titelverteidiger Sören Nissen (VC Diekirch) sieht sich selbst nicht als größten Sieganwärter: „Es gibt drei Titelfavoriten: Gusty Bausch, Scott Thiltges und Vincent Dias dos Santos. Dahinter folgen drei oder vier Außenseiter, zu denen ich mich zählen würde.“ Vergangenes Jahr nahm der gebürtige Däne erstmals an den Meisterschaften teil und setzte sich auf Anhieb – und etwas überraschend – durch.

Bausch will aufs Podium

Analysiert man den Saisonverlauf, so wird klar: Eigentlich müsste Dias dos Santos (LC Tetingen) der stärkste Fahrer sein. Doch Meisterschaften sind einfach nicht sein Ding: In den vergangenen Jahren schaffte er es nie, um den Sieg mitzufahren. „Ich hoffe, dass es für Vincent endlich mal mit dem Meistertitel klappt. Er ist in den vergangenen Jahren so gut gefahren, aber bei den Meisterschaften hat irgendwie immer was gefehlt“, findet Nissen lobende Worte für den Konkurrenten. „Er hat es wirklich verdient.“

Gusty Bausch bezeichnet die Strecke in Brouch als "perfekt".
Gusty Bausch bezeichnet die Strecke in Brouch als "perfekt".
Foto: Serge Waldbillig

Bausch (Velosfrënn Gusty Bruch) peilt einen Podiumsplatz an. „Natürlich denke ich an den Sieg, aber ich muss auch realistisch bleiben. Meine beste Platzierung in dieser Saison war Rang zwei.“ Für den 38-jährigen Routinier spricht die Strecke: Sein Verein organisiert die Meisterschaften und so wurde auch ein Rundkurs aufgebaut, der auf Bausch zugeschnitten ist. „Die Strecke ist perfekt, es werden spektakuläre Titelkämpfe“, freute sich Bausch schon vergangene Woche nach dem Rennen in Alzingen auf das anstehende Event.

Doch warum passt die Strecke so gut zu ihm? Er ist als filigraner Techniker bekannt. Umso mehr Kurven es gibt, umso besser. Und wie es Nissen auf den Punkt bringt: „Es gibt eine Menge Kurven! Mir macht dies keinen Spaß, aber für die Zuschauer ist es toll, da sie von einer Stelle aus praktisch die gesamte Strecke im Blick haben.“

Cyclocross liegt Nissen nicht

Auch Thiltges (LG Alzingen) kommt auf solchen Strecken sehr gut zurecht, er will sich das Meistertrikot von Nissen zurückholen. „Für die drei Topfavoriten ist es einfach eine tolle Strecke. Vielleicht regnet es ja, sodass Schlamm auf der Strecke liegt. Da braucht man dann deutlich mehr Kraft. Das wäre womöglich meine Chance“, erklärt Nissen.

Vincent Dias Dos Santos will den Meisterfluch beenden.
Vincent Dias Dos Santos will den Meisterfluch beenden.
Foto: Serge Waldbillig

An der Form liegt es zumindest nicht. „Die ist besser als im vergangenen Jahr. Was das betrifft, bin ich also sehr zufrieden. Ich habe im Wintertraining alles richtig gemacht.“ Cyclocross zu fahren, dient für Nissen als Vorbereitung auf die Mountainbikesaison, die in zwei Wochen in Spanien beginnt. „Cyclocross ist eigentlich keine Disziplin, die mir liegt. Aber ich versuche wie immer mein Bestes zu geben, vielleicht klappt es ja dann wieder mit dem Titel.“

Die Espoirs bestreiten ihr Rennen mit der Elite. Der große Favorit ist Titelverteidiger Felix Schreiber (VV Tooltime Préizerdaul), seine ärgsten Herausforderer sind Misch Leyder (Leopard) und Nicolas Kess (LC Kayl).


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Vincent Dias Dos Santos (LC Tétange) - Cyclocross Hesperingen 2019 - Foto: Serge Waldbillig