Die Geschichte vom Torwart und dem Wettskandal

Nächster Gegner der FLF-Auswahl mit überraschend deutlicher Heimniederlage zum Abschluss der WM-Qualifikation

Vukasin Poleksic (am Boden) stand auch bei der Niederlage gegen England im Wembley im Tor der Nationalelf Montenegros.
Vukasin Poleksic (am Boden) stand auch bei der Niederlage gegen England im Wembley im Tor der Nationalelf Montenegros.
Foto: AFP

(LS) -  Am Sonntag, dem 17. November, spielt die Luxemburger Nationalelf zum ersten Mal in ihrer Geschichte gegen Montenegro.  Die Mannschaft um Starspieler Mirko Vucinic konnte bis zum vorletzten Spieltag am 11. Oktober auf ein Ticket zur WM nach Brasilien hoffen, doch in Wembley setzte es nach einem torlosen Unentschieden zur Pause eine entscheidende Niederlage gegen die „Three Lions“. War es die mangelnde Motivation oder gab es andere Beweggründe, Fakt ist, dass Montenegro vier Tage später auch seine letzte Begegnung im Rahmen der Qualifikationsspiele verlor – vor heimischem Publikum mit 2:5 gegen Moldawien.

Nun ist es zwar ungewohnt, dass der 96. der Weltrangliste (Moldawien) auswärts gegen den 54. siegt, doch Überraschungen gibt es im Fußball immer wieder. Beim Betrachten der Videobilder fällt auf, dass der montenegrinische Torwart nicht seinen besten Tag kannte. Der erste und der vierte Gegentreffer hätten ihren Platz im Kuriositätenkabinett. Aufhorchen tut man, wenn man dann erfährt, dass gleich zwei Internet-Wettanbieter die Begegnung kurzfristig aus dem Angebot gestrichen hatten! Dies geschieht in der Regel nur, wenn konkrete Hinweise auf eine Spielmanipulation vorliegen.

In dem einen oder anderen Diskussionsforum im Internet wird eine eventuelle Spielabsprache offen angesprochen – vor allem von Anhängern der montenegrinischen Nationalmannschaft! Sie stützen ihre Argumente u. a. darauf, dass im Tor ihrer Mannschaft (nach einer Verletzung des Stammtorwarts) Vukasin Poleksic stand.  Poleksic war von der Uefa bereits einmal für zwei Jahre gesperrt worden, weil er einen Manipulationsversuch im Vorfeld eines Champions-League-Spiels nicht den zuständigen Behörden gemeldet hatte.

Eine dänische Zeitung meldete in diesem Jahr, dass Europol in einer weiteren Begegnung der Champions League ermittele. Es handele  um die Begegnung zwischen dem FC Liverpool aus der englischen Premier League und ... Debrecen, dem Club von Poleksic. Im Zentrum der Ermittlungen der Polizeibehörde steht erneut der Keeper. Aus Gründen der laufenden Ermittlungen gab Europol damals wie heute keinen Kommentar zu diesen Enthüllungen ab. Poleksic ist  seit dem 1. Juli 2012 wieder spielberechtigt.Ob er im Kader für das Spiel gegen Luxemburg steht ist noch nicht bekannt.

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