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Deville: "EM-Teilnahme ist nicht völlig utopisch"
Sport 2 Min. 28.10.2019 Aus unserem online-Archiv

Deville: "EM-Teilnahme ist nicht völlig utopisch"

Maurice Deville fühlt sich in Mannheim wohl.

Deville: "EM-Teilnahme ist nicht völlig utopisch"

Maurice Deville fühlt sich in Mannheim wohl.
Foto: Yann Hellers
Sport 2 Min. 28.10.2019 Aus unserem online-Archiv

Deville: "EM-Teilnahme ist nicht völlig utopisch"

Joe GEIMER
Joe GEIMER
Luxemburgs Nationalspieler Maurice Deville spricht im Interview über seinen Ex-Verein 1.FC Kaiserslautern, Cristiano Ronaldo und die Luxemburger Nationalmannschaft.

Luxemburgs Nationalspieler Maurice Deville trifft am Montagabend mit seinem Verein Waldhof Mannheim in der deutschen 3. Liga auswärts auf FC Bayern München II. In einem Interview mit liga-drei.de spricht der 27-Jährige über die sportlichen Ziele mit Mannheim, aber auch über seinen Ex-Verein 1.FC Kaiserslautern, Cristiano Ronaldo und die Luxemburger Nationalmannschaft.

Deville über den 1.FC Kaiserslautern: „Das Problem ist, dass rund um den Verein immer so viel Chaos herrscht. Nach jeder Saison gab es sehr viele Spielerwechsel. Selbst Spieler, die eine gute Saison gespielt haben, waren plötzlich weg. Das Hauptproblem ist aber das ganze Drumherum mit dem Vorstand und der Mitgliederversammlung. Man hat das Gefühl, dass Wichtigste im Jahr wäre die Mitgliederversammlung – und nicht die Spieler, die die Punkte holen sollen. Das bekommt man als Spieler auch mit. Dadurch kann der Fokus verloren gehen.“  

Er strahlt sehr viel Bodenständigkeit und Größe aus. Er war auch auf dem Platz sehr diszipliniert, hat alles mit zwei Kontakten gespielt.

Maurice Deville über Cristiano Ronaldo

Deville zur Nations Leageu und den Luxemburger Qualifikationschancen: „Wir hatten die große Chance, in der Nations League Gruppenerster zu werden, haben dann aber leider gegen Weißrussland verloren. Trotzdem haben wir je nach Ausgang der anderen Spiele noch eine Chance, in die Finalrunde um die EM-Quali zu gelangen. Auch wenn die Chance nicht groß ist, ist das also nicht völlig utopisch. (...) Für uns wäre es ein unglaubliches Positiverlebnis, eine EM zu spielen. Auch so ein Wettbewerb wie die Nations League ist für unser Land eine tolle Sache.“    

Maurice Deville vor vier Jahren beim Duell mit Portugal.
Maurice Deville vor vier Jahren beim Duell mit Portugal.
Foto: Ben Majerus

Deville über Cristiano Portugal und die portugiesische Nationalmannschaft: „Viele sagen über Cristiano Ronaldo, er würde immer so viel Show machen. Das habe ich daher auch immer von ihm gedacht. Aber als ich ihn dann bei uns in Luxemburg, in unserem kleinen und alten Stadion, erlebt habe, bekam ich einen ganz anderen Eindruck von ihm. Er strahlt sehr viel Bodenständigkeit und Größe aus. Er war auch auf dem Platz sehr diszipliniert, hat alles mit zwei Kontakten gespielt. Man könnte denken, er würde gegen eine kleine Mannschaft wie unsere ständig irgendwelche Tricks machen – hat er aber nicht. Er war total diszipliniert. Das fand ich beeindruckend. (...) Allgemein muss ich sagen, dass die Portugiesen eine total sympathische Mannschaft waren. Die kamen sogar auf uns zu, haben sich mit uns unterhalten und uns alles Gute gewünscht.

Die Spanier zum Beispiel haben kaum ein Wort mit uns gewechselt. Die Hälfte der Spieler konnte nicht einmal Englisch.

Maurice Deville

"Ich habe mein Trikot zum Beispiel mit Pepe getauscht, der auch sehr sympathisch war. Das ist keine Selbstverständlichkeit bei einer großen Fußball-Nation. Viele andere Mannschaften verschwinden sofort in die Kabine. Die Spanier zum Beispiel haben kaum ein Wort mit uns gewechselt. Die Hälfte der Spieler konnte nicht einmal Englisch. Im Gegensatz dazu blieben mir Ronaldo und die Portugiesen in bester Erinnerung.“ 


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