Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Deutschland souverän, Frankreich patzt
Sport 2 Min. 08.06.2019

Deutschland souverän, Frankreich patzt

Die Deutschen lösten ihre Pflichtaufgabe.

Deutschland souverän, Frankreich patzt

Die Deutschen lösten ihre Pflichtaufgabe.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 08.06.2019

Deutschland souverän, Frankreich patzt

Deutschlands Fußballer wurden ihrer Favoritenrolle in Weißrussland gerecht, während Frankreich in der Türkei leer ausging.

(sid) - Es geht auch ohne Trainer Joachim Löw. Unter den strengen Augen seines Lehrmeisters vor dem Fernseher hat Zehn-Tage-Bundestrainer Marcus Sorg mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft den allseits erwarteten Pflichtsieg abgeliefert. Sorg führte die arg überlegene, aber offensiv nicht immer konsequente DFB-Auswahl am Samstag zu einem 2:0 in Weißrussland und damit zum zweiten Sieg im zweiten Spiel der Qualifikation zur EM 2020.

Auch am Dienstag (20.45 Uhr) in Mainz gegen das punktlose Estland wird der 53-Jährige noch das Sagen haben: Sein Chef Löw muss sich wegen einer Arterienquetschung als Folge eines Sportunfalls weiter schonen. Der Weltmeister-Trainer braucht sich allerdings keine größeren Sorgen zu machen - seine Mannschaft erledigte ihre Aufgabe in Borisov souverän, wenn auch ohne übermäßigen Spielwitz. Ohnehin bestehen nach dem 3:2 zum Auftakt in den Niederlanden kaum Zweifel am EM-Ticket.

Das Führungstor von Sané (12.') nach starkem Pressing war ein frühes Signal. Sorg applaudierte zufrieden im Stehen. Danach ließ die Inspiration im deutschen Angriff zwar nach, der 71. Sieg im 100. EM-Qualifikationsspiel war dennoch absolut verdient. Reus (62.') erzielte nach kluger Vorlage von Ginter das 2:0.

Überraschung

Löw erlebte am 4715. Tag seiner Amtszeit noch mal etwas Neues. Der Bundestrainer sah ein Spiel seiner Mannschaft erstmals in 13 Jahren nur im Fernsehen. In täglichen Telefonaten hatte er Sorg auf Taktik und Gegner eingeschworen - und eine Überraschung ersonnen: Der solide Tah verteidigte unerwartet an der Seite von Süle und Ginter in der Dreierkette. Klostermann (rechts) und Schulz (links) standen auf den Außenpositionen sehr hoch.

Im türkischen Konya lag Frankreich bereits zur Halbzeit mit 0:2 durch die Treffer von Ayhan (30.') und Ünder (40.') zurück. Damit belegt der Weltmeister (6 Punkte) in Gruppe H nach drei Spieltagen den zweiten Platz hinter der Türkei (9).

Einen wichtigen Sieg im Kampf um die zweite Teilnahme feierte Island. Der Viertelfinalist der EM 2016 gewann in Reykjavik mit 1:0 gegen Albanien und holte damit den zweiten Erfolg im dritten Spiel. Mit sechs Punkten liegt Island auf Rang drei. Gudmundsson (22.') traf für Island, das sich nach seinem EM-Debüt 2016 im Jahr 2018 auch erstmals für eine WM qualifiziert hatte. Den ersten Sieg feierte Moldawien mit einem 1:0 über Andorra.

Armenien bezwang seinerseits in der Gruppe J Liechtenstein mit 3:0. Aleksandre Karapetian, der in der kommenden Saison von Niederkorn zum Racing wechselt, traf zum zwischenzeitlichen 2:0.

Aleksandre Karapetian (r.) im Duell mit Aron Sele.
Aleksandre Karapetian (r.) im Duell mit Aron Sele.
Foto: AFP



Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Deutschland mit spätem Siegtreffer
Die deutsche Nationalmannschaft hat das niederländische Team in der EM-Qualifikation mit 3:2 bezwungen. Schulz erzielte in der 90.' den Siegtreffer.
24.03.2019, Niederlande, Amsterdam: Fußball: EM-Qualifikation, Niederlande - Deutschland, Gruppenphase, Gruppe C, 2. Spieltag in der Johan Cruijff ArenA. Leroy Sane (l) aus Deutschland jubelt mit Nico Schulz (r) über sein Tor zum 0:1. WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. Foto: Christian Charisius/dpa +++ dpa-Bildfunk +++