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Der Spieltag in der BGL Ligue: Das Fernduell
Sport 5 Min. 04.11.2017 Aus unserem online-Archiv

Der Spieltag in der BGL Ligue: Das Fernduell

steht mit Niederkorn an der Spitze, während Edisson Jordanov (l.) und F91 dem FC Progrès dicht auf den Fersen sind.

Der Spieltag in der BGL Ligue: Das Fernduell

steht mit Niederkorn an der Spitze, während Edisson Jordanov (l.) und F91 dem FC Progrès dicht auf den Fersen sind.
Foto: Yann Hellers
Sport 5 Min. 04.11.2017 Aus unserem online-Archiv

Der Spieltag in der BGL Ligue: Das Fernduell

Tom Rüdell
Tom Rüdell
Der Kampf um die Spitze zwischen Düdelingen und Niederkorn geht am zehnten Spieltag der BGL Ligue in die nächste Runde. Vor allem dem FC Progrès steht gegen das Überraschungsteam RM Hamm Benfica ein schweres Spiel bevor. Dahinter entbrennt der Kampf um Rang drei.

Von Jan Morawski 

Klassenkampf in der BGL Ligue: Progrès Niederkorn und Titelverteidiger F91 haben sich vor dem Drittplatzierten RM Hamm Benfica bereits ein stattliches Polster erspielt. Das Ringen um Platz drei erstreckt sich bis hinunter zum Tabellenelften Rosport, der nur fünf Punkte entfernt rangiert. Für Schlusslicht US Esch wird es derweil bereits kritisch. 

Niederkorn – RM Hamm Benfica 

Im Spitzenspiel des zehnten Spieltags treffen zwar der Erste und Dritte aufeinander, doch Progrès Niederkorn und RM Hamm Benfica trennen in der Tabelle bereits neun Zähler. Während die Gäste als Überraschungsteam der Saison auch den Tabellenführer ärgern wollen, ist Niederkorn darauf aus, den Platz an der Sonne vor Titelverteidiger F91 zu behaupten. 

„RM Hamm Benfica ist eine sehr kompakte Mannschaft mit viel Erfahrung. Dieses Spiel müssen wir mit großer Vorsicht angehen“, erklärt Niederkorns Co-Trainer Emilio Lobo. Der aufreibende Pokalsieg gegen Düdelingen am vergangenen Wochenende (8:7 nach Elfmeterschießen) spiele hingegen keine Rolle mehr. „Wenn man gewinnt, gibt das sowieso Kraft. Die Mannschaft ist fit“, sagt Lobo. Dem Team von Dan Santos steht dementsprechend nach zwei sieglosen Spielen in der Liga eine weitere Partie gegen einen hoch motivierten Gegner bevor. 

Titus Petingen – Differdingen 

Ob Titus Petingen seinen Höhenflug aus dem Pokal (3:2 bei Fola) in die Liga mitnehmen kann, wird sich zeigen. Gegen Differdingen spielt das Team von Trainer Manuel Correia zwar gegen einen nominellen Favoriten, doch beide Teams sind aktuell punktgleich. 

„Differdingen wollte auch in dieser Saison ganz oben mitspielen, von daher liegt der Druck natürlich beim Gegner“ erklärt Correia. „Wir treffen auf ein sehr gut organisiertes Team, deshalb müssen wir aufpassen.“ Vizemeister Differdingen hat sich am vergangenen Wochenende beim 9:0 gegen Norden 02 ordentlich warmgeschossen. „Ich habe das Gefühl, dass wir aktuell innerhalb des Teams mehr kommunizieren“, sagt Trainer Pascal Carzaniga. Trotzdem sei die Auswärtsaufgabe nicht zu unterschätzen. „In der vergangenen Saison haben wir zwei Mal nur 1:0 gewonnen. Das ist ein schwierig zu spielender Gegner.“ 

Rosport – Rodange 

Mit Rodange trifft Rosport auf den besten Aufsteiger der Saison. Der Miniserie in der Liga folgte ein herber Rückschlag im Pokal, als das Team von Trainer Jürgen Tücks bei Zweitligist Rümelingen mit 0:3 unter die Räder kam. 

„Dieses Spiel haben wir abgehakt“, sagt der Coach. „Wir wollen unsere kleine Serie in der Meisterschaft jetzt fortsetzen.“ Den schmerzhaften Ausfall von Leistungsträger Lascak soll morgen die gesamte Mannschaft auffangen. Rodanges Trainer Séraphin Ribeiro will dies verhindern: „Rosport hat bislang Probleme, deshalb könnten wir mit einer guten Leistung sicherlich einen Dreier holen.“ Für den aktuellen Tabellenachten sei es ein sehr wichtiges Spiel. 

Racing – Jeunesse 

In der Paarung Racing gegen Jeunesse Esch geht es für beide Teams darum, den Anschluss nicht zu verlieren. Die Hauptstädter stehen auf dem vorletzten Tabellenplatz und wollen nach grauenhaftem Saisonstart den Kontakt zu den rettenden Rängen nicht aus den Augen verlieren, während Jeunesse als Sechster weiterhin auf Rang drei schielt. 

„Es war das zweite Mal, dass wir in Überzahl aufhören zu spielen“, erläutert Jeunesse-Trainer Marc Thomé mit Blick auf den 2:1-Pokalsieg gegen Strassen. „Wir sind instabil, brauchen aber sechs Punkte aus den nächsten beiden Spielen.“ Für Racing-Coach Jacques Muller, der selbst für Jeunesse spielte und als Trainer mit den Eschern Meister wurde, ist die Begegnung mit dem Traditionsclub ein besonderes Spiel. „Jeunesse ist ein großes Kaliber und diese Art von Gegner passt zu uns. Wir müssen aus der Negativspirale herauskommen.“ 

Fola – Mondorf 

Es läuft gerade nicht wirklich rund bei der Fola. Auf eine Aufholjagd in der Liga folgte die 3:4-Pleite im Spitzenspiel gegen F91 und das Pokalaus gegen Titus Petingen. Gegen Mondorf soll nun wieder ein Sieg her. 

„Wir wollen beweisen, dass wir es besser können. Aber dafür müssen wir unsere Mängel beseitigen“, sagt Fola-Trainer Cyril Serredszum. „Wir sind zwar vorne effizient, machen aber auch große Fehler. Wir müssen die defensive Stabilität wieder finden.“ Sein Gegenüber Arno Bonvini will diese Schwächen ausnutzen. „Wir müssen aufpassen, dass wir kein frühes Gegentor kassieren, dann ist auch gegen Fola ein gutes Resultat möglich“, sagt der Coach mit Blick auf das 1:0 im Pokal gegen Hesperingen. „Ich habe das Gefühl, dass die Motivation derzeit sehr groß ist.“ 

Strassen – F91 

Für den Doublé-Gewinner F91 Düdelingen zählt im Gastspiel bei Strassen nur ein Sieg. Doch die Mannschaft von Trainer Dino Toppmöller surft nach der spektakulären Niederlage im Pokal gegen Niederkorn nicht gerade auf der Erfolgswelle. In der Liga hat der Titelverteidiger zwei Punkte Rückstand auf den FC Progrès und muss somit auf einen Patzer des Konkurrenten hoffen. Doch auch Gegner Strassen plant, dem Favoriten trotz eigener Außenseiterrolle ein Bein zu stellen. 

„F91 ist gefordert und hoch motiviert“, bemerkt Trainer Roland Schaack, der nach zwei Platzverweisen im Pokal (1:2 gegen Jeunesse) Lourenco und Payal ersetzen muss. „Jetzt bekommen andere eine Chance“, sagt Schaack. „Gegen Jeunesse haben wir ein gutes Spiel gemacht. Auf dieser Leistung wollen wir aufbauen.“ 

Hostert – US Esch 

Beim Duell der Aufsteiger könnten die Vorzeichen nicht unterschiedlicher sein. Während Hostert auf Rang neun im Mittelfeld der Tabelle mitmischt, liegt US Esch nach neun Spieltagen und nur drei Punkten abgeschlagen auf dem letzten Platz. Doch der Pokalsieg gegen Viertligist Schieren (2:1) macht Mut. 

„Dass wir eine Runde weitergekommen sind, war gut für das Selbstvertrauen meiner Spieler. In unserer Situation brauchen wir jeden Punkt. Hostert hat eine starke Mannschaft und befindet sich auf einem Tabellenplatz, auf dem es sich ruhig arbeiten lässt.“ Sein Gegenüber Henri Bossi ist nicht ganz dieser Meinung: „Wir haben schon länger nicht mehr gewonnen. Umso wichtiger wäre jetzt ein Heimerfolg. Für uns geht es gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg.“


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