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Das müssen Sie wissen
Sport 2 Min. 12.06.2015 Aus unserem online-Archiv
Europaspiele in Baku

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Im Aquatics Centre kämpfen die Schwimmer um den Titel.
Europaspiele in Baku

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Im Aquatics Centre kämpfen die Schwimmer um den Titel.
Foto: Reuters
Sport 2 Min. 12.06.2015 Aus unserem online-Archiv
Europaspiele in Baku

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Anfang Dezember 2012 beschlossen die Vertreter der europäischen NOKs in Rom, Europaspiele ins Leben zu rufen. Einziger Kandidat für die Premiere 2015, die vom Freitag bis zum 28. Juni stattfindet, war Baku (AZE).

(LW) - Anfang Dezember 2012 beschlossen die Vertreter der europäischen NOKs in Rom, Europaspiele ins Leben zu rufen. Einziger Kandidat für die Premiere 2015, die vom Freitag bis zum 28. Juni stattfindet, war Baku (AZE).

Diese Spiele wurden mit einer überwältigenden Mehrheit der Stimmen (38 dafür, acht dagegen, zwei Enthaltungen, Armenien nahm nicht an der Abstimmung teil) gutgeheißen.

Was ist die Idee der Eurospiele?

Als "Testlauf auf kleiner Flamme", hatte IOC-Chef Thomas Bach die Europaspiele beim Votum der Nationalen Olympischen Komitees Europas 2012 angekündigt. Andere Erdteile haben bereits seit langem ihre kontinentalen Wettkämpfe, in Baku soll auch den europäischen Athleten eine weitere Bühne geboten werden. Als einziger Bewerber wurde Aserbaidschan zum Ausrichter bestimmt - nach zwei in der Vorauswahl gescheiterten Olympia-Bewerbungen will sich das autoritär geführte Land als würdiger Gastgeber beweisen.

Sind die Eurospiele ein Olympia in Mini-Format?

Nein. Das Programm der Europaspiele orientiert sich zwar am Olympia-Ablauf, ohne ihn aber zu kopieren. Von den 20 Sportarten tauchen vier erst gar nicht bei Sommerspielen auf: Beachsoccer, Karate, die russische Kampfsportart Sambo oder auch eine neue Form des Basketballs, bei der Drei gegen Drei gespielt wird. Zudem gibt es im Turnen die nicht-olympischen Spielarten Akrobatik und Aerobic. Stattdessen fehlen Sommerspiele-Klassiker wie beispielsweise Reiten, Handball oder Hockey.

Sind die großen Sportstars am Start?

Nur vereinzelt. Im Tischtennis sind mit Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov oder beim Turnen mit Fabian Hambüchen beispielsweise Topstars aus Deutschland dabei. In der Leichtathletik wird die Mannschaftseuropameisterschaft der 3. Division, der auch Luxemburg angehört, zur Austragung gelangen, im Schwimmen sind nur die Junioren am Start. In den neuen Disziplinen Sambo, Beachsoccer und 3x3 Basketball werden die Medaillen ohne Luxemburger vergeben. In zwölf der 20 Sportarten gibt es die Möglichkeit, Punkte zu sammeln oder gar die Direktqualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro zu schaffen.

Wie geht es nach den Spielen weiter?

Von Testlauf ist inzwischen kaum noch die Rede. Der Gastgeber der kommenden Europaspiele 2019 stand mit den Niederlanden bereits fest. Doch sprangen sie ab. Nun muss ein anderer Kandidat ausfindig gemacht werden. Nach Wunsch sollen allerdings dann auch die Topathleten im Schwimmen und der Leichtathletik dabei sein.

Wer vertritt die Luxemburger Farben?

Es werden 18 Sportler plus die Leichtathleten die nationalen Farben vertreten. Christian Helmig (Mountainbike), Alex Kirsch, Pit Schlechter, Joël Zangerlé (alle Radsport), Lis Fautsch (Fechten), Tom Schmit, Marie Muller, Lynn Mossong (alle Judo), Jenny Warling (Karate), Max Mannes, Eline van den Bossche (beide Schwimmen), Sarah de Nutte, Danielle Konsbruck, Ni Xia Lian (alle Tischtennis), Lyndon Sosa (Trapschießen), Carole Calmes (Schießen), Bob Haller (Triathlon). Jeff Henckels (Bogenschießen) trägt die Luxemburger Fahne bei der Eröffnungszeremonie. Die größten Medaillenchancen werden Karateka Warling eingeräumt.


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