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Cyclocross-WM: Herzschlagfinale bei den Frauen
Sport 3 3 Min. 28.01.2017 Aus unserem online-Archiv

Cyclocross-WM: Herzschlagfinale bei den Frauen

Sanne Cant war die schnellste Frau.

Cyclocross-WM: Herzschlagfinale bei den Frauen

Sanne Cant war die schnellste Frau.
Foto: Serge Waldbillig
Sport 3 3 Min. 28.01.2017 Aus unserem online-Archiv

Cyclocross-WM: Herzschlagfinale bei den Frauen

Daniel WAMPACH
Daniel WAMPACH
Beim Hauptrennen der Cyclocross-WM in Beles ist Christine Majerus auf Rang sieben gefahren. Der Titelkampf wurde erst im Sprint entschieden.

(DW/jg) - Die Belgierin Sanne Cant ist Cyclocross-Weltmeisterin bei den Frauen. Im Finale in Beles setzte sie sich erst im Sprint vor Marianne Vos durch. Die Niederländerin hatte den Sieg fast schon sicher, doch in der letzten Runde sprang ihr die Kette vom Rad. Cant schaffte es somit in einem dramatischen Finale, aufzuschließen.

Christine Majerus fuhr auf Rang sieben.
Christine Majerus fuhr auf Rang sieben.
Foto: Serge Waldbillig

Den letzten Hang absolvierte die Belgierin technisch besser, um so knapp vor Vos, der großen Favoritin, in den Schlussspurt zu gehen. Katerina Nash (CZE) hatte als Dritte 20'' Rückstand. "Ich werde die nächsten Nächte im Weltmeistertrikot schlafen", freute sich die überglückliche Siegerin.

Christine Majerus zeigte ein absolut beachtliches Rennen. In der ersten Runde fuhr die Luxemburgerin noch an der ersten Position, wurde schlussendlich Siebte mit 1'21'' Rückstand.  Sie profitierte aber auch von der Aufgabe von Mitfavoritin Sophie de Boer (NL).

Mit 5'51'' Rückstand fuhr Nathalie Lamborelle auf den guten Rang 23 unter 43 Starterinnen. Suzie Godart wurde frühzeitig aus dem Rennen genommen. Kurz zuvor stürzte sie in der letzten Abfahrt und zog sich Verletzungen am rechten Arm zu.

Favorit Pidcock siegt deutlich bei den Junioren

Der erste Weltmeister hieß Thomas Pidcock. Der Brite war der haushohe Favorit, und setzte sich schlussendlich auch mit einem deutlichen Vorsprung von 38 Sekunden im Juniorenrennen durch.

Freude pur bei Juniorenweltmeister Thomas Pidcock.
Freude pur bei Juniorenweltmeister Thomas Pidcock.
Foto: Serge Waldbillig

Es war ein Triplé für die Briten, denn Daniel Tulett und Ben Turner (auf 44 Sekunden) komplettierten das rein britische Podium. "Ich hatte bereits nach den nationalen Meisterschaften gesagt, dass meine Landsmänner meine Hauptkonkurrenten sind. Ich hatte Recht", freute sich Pidcock.

Bester Luxemburger wurde Felix Schreiber auf Rang 40 mit 6'30'' Rückstand. Zwei Plätze dahinter folgte Ken Conter (6'40''). Misch Leyder, der Rang 48 (7'28'') belegte, hatte während des Rennens einige Probleme mit seinem Material. Er musste das Rennen gar auf dem Ersatzrad Conters beenden. In der ersten Runde lag er noch auf Rang 22.

Bereits kurz nach dem Start waren alle Luxemburger auf einer glatten Passage gestürzt und weit zurückgefallen. Nicolas Kess wurde eine Runde, Tristan Parrotta zwei Runden vor Schluss aus dem Rennen genommen.

Misch Leyder stürzte im Juniorenrennen gleich mehrfach.
Misch Leyder stürzte im Juniorenrennen gleich mehrfach.
Foto: Ben Majerus

Parrotta, der große Erwartungen hatte, zeigte sich schwer enttäuscht: "Ich hatte in der ersten Runde schon Probleme mit der Kette und den Bremsen. Dann kam auch noch ein Sturz hinzu. Ich fahre keinen Cyclocross mehr, ich werde auf die Piste wechseln." Der Luxemburger hatte nach einem Sturz sichtbare Verletzungen an den Knien.

Rees auf Platz 34

Um 13 Uhr gingen dann die U23-Frauen auf die knifflige Strecke im Parc Belval. Die drei Topfavoritinnen lieferten sich einen packenden Schlagabtausch. Nach knapp 44' durfte letztendlich Annemarie Worst jubeln. Die neue Weltmeisterin gewann mit 9'' Vorsprung vor der US-Amerikanerin Ellen Noble. Die Britin Evie Richards, Titelträgerin des vergangenen Jahres in Zolder (B), komplettiert das Podium mit einem Rückstand von 25''.

Annemarie Worst machte ihren Sieg in der letzten Runde perfekt.
Annemarie Worst machte ihren Sieg in der letzten Runde perfekt.
Foto: Serge Waldbillig

"Die Strecke ist unglaublich anspruchsvoll. Ich musste wirklich sehr konzentriert bleiben. Auf solch einem Parcours unterlaufen einem sehr schnell Fehler. Ich kam aber gut durch und konnte mich in der entscheidenden Phase absetzen", erklärte Worst im Ziel. In der letzten Runde profitierte sie nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen von einem Fahrfehler Nobles, um den entscheidenden Vorsprung herauszufahren.

Edie Rees, die einzige Luxemburgerin, überquerte den Zielstrich als 34. mit einem Rückstand von 7'01". Im Ziel zeigte sie sich zufrieden mit ihrer Leistung: "Die erste Runde war sehr schnell, anschließend habe ich das Tempo etwas herausgenommen. Das war die richtige Entscheidung. Ich konnte etwas Kraft sparen und so in der Schlussphase noch einige Konkurrentinnen überholen." Insgesamt waren bei den Espoires 45 Fahrerinnen am Start.


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