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Cyclocross-Saisonauftakt: Die WM in Beles als historischer Höhepunkt
Landesmeister Christian Helmig erhofft sich durch den Cross-Cup eine spannendere Saison.

Cyclocross-Saisonauftakt: Die WM in Beles als historischer Höhepunkt

Foto: Serge Waldbillig
Landesmeister Christian Helmig erhofft sich durch den Cross-Cup eine spannendere Saison.
Sport 4 Min. 02.10.2016

Cyclocross-Saisonauftakt: Die WM in Beles als historischer Höhepunkt

Daniel WAMPACH
Daniel WAMPACH
Am Sonntag beginnt die Cyclocross-Saison in Brouch. Es werden ganz besondere Monate, arbeiten die Fahrer doch auf den großen Höhepunkt hin: Die WM in der Heimat.

von Daniel Wampach

Es ist ein kalter Sonntagmorgen, kurz vor 10 Uhr. Auf dem Belval-Gelände in Beles finden sich immer mehr farbenfroh verkleidete Menschen ein. Schlagermusik dröhnt aus den Partyzelten. Die Belgier mit ihren flammenartigen, roten Perrücken singen und tanzen bereits, die Schweizer sorgen mit ihren riesigen Glocken für ordentlich Lärm.

Nein, es ist nicht das Karnevalswochenende – so oder so ähnlich wird es sich am 29. Januar abspielen, am Tag des großen Höhepunkts der Cyclocross-WM: dem Rennen der Elite.

Die Weltmeisterschaften ziehen nicht nur wegen der sportlichen Qualität und Spannung die Zuschauer an, sondern vor allem auch wegen der herausragenden Party-Atmosphäre. Dem sind sich auch die Organisatoren bewusst. Die Vorbereitungen laufen, an dem Sonntag werden 25 000 Zuschauer in Beles erwartet. Für den Vortag, an dem das Frauen- sowie Nachwuchsrennen stattfinden, immerhin noch die Hälfte.

Die WM ist vor dem Cyclocross-Saisonauftakt mit dem Rennen am Sonntag in Brouch in aller Munde. Unter den Fahrern ist bereits eine gewisse Vorfreude zu spüren, das Ziel ist klar definiert. Vor dem historischen Höhepunkt stehen aber erst einmal einige regionale und internationale Rennen an. Nun gibt es eine Neuerung für die anstehende Saison: den Skoda-Cross-Cup.

Fahrer begrüßen die Cross-Cup-Initiative

Es handelt sich dabei um eine Wertung, die zwölf (von insgesamt 15) Rennen im Großherzogtum umfasst. Am Ende bekommen die Gesamtsieger in der Männer- und Frauenklasse jeweils ein Auto für ein Jahr zur Verfügung gestellt.

Die restlichen Platzierungen werden mit Preisgeldern entlohnt, wie auch in den Jugendkategorien. So erhalten die Zweitplatzierten bei den Männern und Frauen 400 Euro, die Dritten immerhin noch 320 Euro.

Christine Majerus ist bei der WM die große Luxemburger Hoffnung.
Christine Majerus ist bei der WM die große Luxemburger Hoffnung.
Foto: Albert Krier

Sowohl der Führende der Wertung als auch der beste Luxemburger – sollten dies zwei unterschiedliche Fahrer sein – werden durch ein spezielles Trikot erkennbar sein. Bei den Männern und Frauen müssen die Fahrer bei mindestens sechs Rennen des Cross-Cups mitfahren, davon zwei internationale. Die zehn besten Ergebnisse eines jeden Fahrers fließen in die Wertung ein.

Diese Initiative wird von vielen Fahrern begrüßt. Vincent Dias dos Santos (LC Tetingen) und der amtierende Meister Christian Helmig (FCS Cycling) erhoffen sich dadurch eine spannendere Saison. Beide werden sich allerdings nicht auf den Gesamtsieg im Cross-Cup, sondern voll und ganz auf die Weltmeisterschaft konzentrieren.

WM-Organisation: Es geht voran

Angesichts der Ereignisse der vergangenen Monate und Jahre bei Großereignissen stellt sich die Frage: Wie sicher ist die WM in Beles?

"Wir haben ein Sicherheitskonzept entwickelt, das sich auf den Zugang zum Gelände und den Fluss der Besucher bezieht", so Eric Leyder, Vorsitzender des Organisationskomitees. Bei allen anderen Maßnahmen, die über die klassischen Sicherheitsbedürfnisse eines solchen Events hinausgehen, wird man sich von Experten der Polizei beraten lassen. "Wie bereits bei vergangenen Weltmeisterschaften bitten wir die Besucher, keine größeren Rucksäcke mitzubringen."

Auch die Parkplatzfrage ist knapp vier Monate vor dem Großevent geklärt. Es wird zwei "Park-and-Ride"-Parkplätze geben, in Ehleringen und in der Industriezone "Gadderscheier" in Sassenheim. Allgemein weisen die Veranstalter darauf hin, dass die Anreise per Zug die beste Variante bietet. Der Bahnhof in Esch-Belval ist nur wenige hundert Meter vom Austragungsort entfernt.

Knapp 500 Freiwillige werden für die Cyclocross-WM benötigt. Bisher haben sich rund 270 Leute gemeldet. "Fast täglich" würden neue Anfragen für eine Teilnahme gestellt. In den kommenden Tagen werden die Organisatoren einen Aufruf starten, um auch die letzten benötigten Hilfskräfte zu mobilisieren.

Was das Budget von 1,5 Millionen Euro betrifft, so liegt bisher noch alles im grünen Bereich, aber: "Das hängt größtenteils von der Masse an Zuschauern ab, die Eintritt bezahlen werden", erklärt Leyder.

Wer sich weitere Informationen zur WM holen will, kann dies vom 6. bis 15. Oktober im Einkaufszentrum Belle Etoile in Bartringen tun. Im Rahmen einer Ausstellung über Cyclocross werden auch die WM-Veranstalter präsent sein.

Sportlich gesehen liegen die Hoffnungen der Luxemburger auf Christine Majerus. Die Weltklasse-Fahrerin wird sich ganz spezifisch auf die WM vorbereiten und hat die Top Ten im Visier - ein durchaus realistisches Ziel, betrachtet man ihre Leistungen der vergangenen Jahre.

Rennprogramm der Saison 2016/2017:

  • 2. Oktober: Brouch (regional/CC)
  • 9. Oktober: Bettingen (regional)
  • 16. Oktober: Contern (international/CC)
  • 23. Oktober: Kayl (regional/CC)
  • 29. Oktober: EM in Pontchâteau (F)
  • 6. November: Tetingen (regional/CC)
  • 13. November: Dommeldingen (regional/CC)
  • 20. November: Beles (regional)
  • 27. November: Cessingen (regional/CC)
  • 4. Dezember: Mamer (regional/CC)
  • 11. Dezember: Bettborn (regional/CC)
  • 18. Dezember: Warken (regional/CC)
  • 24. Dezember: Rümelingen (regional)
  • 31. Dezember: Hesperingen (regional/CC)
  • 2017
  • 1. Januar: Petingen (international/CC)
  • 7. Januar: Remerschen (nationale Meisterschaften)
  • 15. Januar: Leudelingen (international/CC)
  • 28./29. Januar: WM in Beles

CC = Rennen des Cross-Cups


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