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Cyclocross in Petingen: Majerus siegt souverän
Christine Majerus feiert bei eisigen Temperaturen.

Cyclocross in Petingen: Majerus siegt souverän

Foto: Yann Hellers
Christine Majerus feiert bei eisigen Temperaturen.
Sport 2 Min. 01.01.2017

Cyclocross in Petingen: Majerus siegt souverän

So kann das Jahr beginnen: Christine Majerus hat das Cyclocross-Rennen in Petingen gewonnen. Bei den Männern siegte der Titelverteidiger.

(pg) - Für die Luxemburger Sportler des vergangenen Jahres hat das neue Jahr sehr vielversprechend begonnen. Beim traditionellen Neujahrsquer in Petingen gewann die Luxemburger Radsportlerin souverän. Die Fahrerin von Boels-Dolmans setzte sich ab dem Start von den Konkurrentinnen ab und vergrößerte progressiv ihren Vorsprung. „Ich habe vor allem darauf acht gegeben, keine unnötigen Risiken einzugehen“, so die amtierende Luxemburger Sportlerin des Jahres.

Bei den Männern hieß der Sieger zum zweiten Mal in Folge Marcel Meisen. Der Deutsche setzte sich gestern zwar nur mit einem Vorsprung von 7'' gegenüber dem Belgier Daan Soete durch, dominierte das Rennen aber souverän und begnügte sich in der Schlussphase damit, die Konkurrenz auf Distanz zu halten.

Unbeabsichtigt klarer Sieg

Anders als vor zwölf Monaten, als Meisen nach der Hälfte des Rennens für klare Verhältnisse gesorgt hatte, als er sich von Francis Mourey aus Frankreich absetzte, feierte der 27-Jährige gestern bei klirrenden Minusgraden auf dem technisch anspruchsvollen Kurs einen Solo-Sieg. Das hatte der Sieger eigentlich nicht beabsichtigt, die Umstände kamen ihm aber entgegen. Nach den ersten 100 m auf der leicht ansteigenden Straße erreichte Soete als Erster die knifflige Treppenpassage. In hohem Tempo fuhr der Belgier seitlich der Stufen hoch, rutschte aber und kam zu Fall. Zahlreiche Fahrer, sowohl diejenigen, die abgestiegen waren wie auch die, die hochfahren wollten, stürzten. Nicht aber Meisen, der urplötzlich allein vorne war. „Ich habe gemerkt, dass die anderen Zeit verloren hatten und entschied mich dann spontan, weiter auf das Tempo zu drücken“, so der deutsche Meister von 2015. Nach der ersten Runde von insgesamt acht passierte Meisen 10'' vor Soete und Emil Hekele aus Tschechien. Der Deutsche baute seinen Vorsprung progressiv bis auf 50'' in der fünften Runde aus, ehe er das Tempo etwas reduzierte, aber die Verfolger stets kontrollierte.

Durch platten Reifen ausgebremst

Während Soete sich in der Schlussphase leicht von Hekele absetzte, wurden dahinter die nicht allzu zahlreichen Zuschauer Zeugen einer abwechslungsreichen Auseinandersetzung zwischen den besten Luxemburgern. Nachdem Gusty Bausch (Vëlosfrenn Gusty Bruch) erkältungsbedingt kurzfristig auf eine Teilnahme verzichtet hatte, erwischte Lex Reichling den besten Start. Der Fahrer von Tooltime Préizerdaul erarbeitete sich einen Vorsprung von 30'' auf ein FSCL-Quatuor, bestehend aus Sören Nissen, dem dänischen Fahrer des VC Diekirch, Scott Thiltges (LG Alzingen), Luc Turchi (Lotto Kern-Haus) und Noch-Meister Christian Helmig (FCS Cycling).

Im zweitletzten Umlauf passierte Reichling dann ein Missgeschick: Ein platter Reifen warf ihn aus dem Rennen. Mittlerweile hatten Nissen und Turchi sich von Helmig und Thiltges gelöst. Nissen erreichte das Ziel als bester FSCL-Fahrer 20'' vor Turchi. Nach dem Rennen zeigte sich Helmig beeindruckt von der Leistung Reichlings; er selbst habe nicht seinen besten Tag erwischt.


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