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Critérium du Dauphiné: Angsteinflößende Dominanz
Sport 13.08.2020

Critérium du Dauphiné: Angsteinflößende Dominanz

Primoz Roglic ist der Konkurrenz ein paar Radlängen voraus.

Critérium du Dauphiné: Angsteinflößende Dominanz

Primoz Roglic ist der Konkurrenz ein paar Radlängen voraus.
Foto: AFP
Sport 13.08.2020

Critérium du Dauphiné: Angsteinflößende Dominanz

Daniel WAMPACH
Daniel WAMPACH
Beim Critérium du Dauphiné hat schon wieder ein Fahrer des Teams Jumbo-Visma gewonnen. Die Luxemburger konnten nicht vorne mitfahren.

Das Team Ineos beziehungsweise Sky hat in den vergangenen Jahren den Radsport dominiert. Doch in den vergangenen Wochen tut sich eine neue, noch stärkere Macht auf: Gegen Jumbo-Visma scheint kein Kraut gewachsen zu sein.

Teamkapitän Primoz Roglic mausert sich immer mehr zum Hauptfavoriten für die Tour de France. Der ehemalige Skispringer aus Slowenien zeigte am Donnerstag auf der zweiten Etappe des Critérium du Dauphiné eine beeindruckende, ja gar angsteinflößende Dominanz. 

Attacke im Sitzen

An der knapp 18 km langen Schlusssteigung, dem Col de Porte, nahm Ineos um die drei Tour-de-France-Sieger Christopher Froome, Geraint Thomas (beide GB) und Egan Bernal (COL) das Heft in die Hand. Doch plötzlich war Bernal auf sich alleine gestellt, während Roglic noch den jungen US-Amerikaner Sepp Kuss an seiner Seite hatte.


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So wurden die Attacken der Konkurrenten am Ende ohne Mühe neutralisiert. Während das Leid allen anderen ins Gesicht geschrieben war, sah Roglic fast noch frisch aus. Auch bei seiner entscheidenden Attacke kurz vor dem Ziel, die er im Sitzen setzte, hatte man den Eindruck, als hätte er noch nicht alles gegeben. 

Die Konkurrenz konnte nicht folgen, wobei der zweitplatzierte Thibaut Pinot (Groupama) noch den stärksten Eindruck machte. Genau wie der Franzose hatte der Drittplatzierte Emanuel Buchmann (D/Bora) 8'' Rückstand, Bernal verlor als Zehnter 10'' auf Roglic, der nun die Gesamtwertung mit 12'' Vorsprung auf Pinot anführt.  

Thibaut Pinot (vorne) und Egan Bernal kommen Primoz Roglic nicht hinterher.
Thibaut Pinot (vorne) und Egan Bernal kommen Primoz Roglic nicht hinterher.
Foto: AFP

Jungels fällt früh zurück

Wie stark Jumbo-Visma ist, zeigt die Tatsache, dass vier Fahrer des niederländischen Teams in den Top 16 landeten, während unter den Ersten 30 mit Bernal nur ein Ineos-Fahrer zu finden ist. Seit Wiederbeginn der Radsportsaison nach dem Corona-Lockdown hat die Mannschaft bis auf die Polen-Rundfahrt alle großen Rennen gewonnen.


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