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Corona-Virus: Strade Bianche abgesagt, Jungels bei Paris-Nice
Sport 2 Min. 05.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Corona-Virus: Strade Bianche abgesagt, Jungels bei Paris-Nice

Bob Jungels wird am Samstag nicht auf den Schotterstraßen unterwegs sein.

Corona-Virus: Strade Bianche abgesagt, Jungels bei Paris-Nice

Bob Jungels wird am Samstag nicht auf den Schotterstraßen unterwegs sein.
Foto: cyclingpix.lu
Sport 2 Min. 05.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Corona-Virus: Strade Bianche abgesagt, Jungels bei Paris-Nice

Joe GEIMER
Joe GEIMER
Nun also doch: Das für Samstag terminierte Eintagesrennen Strade Bianche wurde abgesagt. Bob Jungels fährt nun Paris-Nice.

Nach tagelangem Zögern und Stunden der Ungewissheit für die Teams, die Fahrer, die Verantwortlichen und die Fans ist die Entscheidung nun gefallen: Das italienische Eintagesrennen Strade Bianche auf den weißen Schotterstraßen der Toskana wird am Samstag nicht stattfinden. Das geht aus einem Schreiben  von Rennveranstalter RCS Sport an alle Teams hervor. 

Wegen der Coronavirus-Pandemie und einem durch die italienische Regierung erlassenen Dekret, das die Durchführung von Outdoor-Sportveranstaltungen in Italien bis zum 3. April nahezu unmöglich macht, sah sich der Veranstalter schweren Herzens am Donnerstag zu dieser Entscheidung gezwungen.

Jungels fährt nun Paris-Nice

Auch ein paar Luxemburger Profis befinden sich nun in einer komischen Situation. Michel Ries (Tek) und Bob Jungels (Deceuninck) sollten eigentlich bei Strade Bianche starten. Christine Majerus (Boels) sollte das Frauenrennen in Angriff nehmen. Nun müssen die Mannschaften umplanen. 

Deceuninck hat bereits rasch reagiert: Jungels wird nun am Sonntag das Mehretappenrennen Paris-Nice in Angriff nehmen. "Unser Aufgebot wurde verändert, wobei die Fahrer, welche die Klassiker vorbereiten, Vorrang haben", erklärte der Sportliche Leiter Wilfried Peeters dem Fernsehsender Sporza. Neben Jungels wurden auch Zdenek Stybar (CZE) und Kasper Asgreen (DK) ins siebenköpfige Paris-Nice-Aufgebot aufgenommen. Dries Devenyns (B), Rémi Cavagna (F) und Tim Declercq (B) werden hingegen bei anderen Rennen eingesetzt.

Vor der Bekanntmachung der Absage hatte es in Siena, wo das Eintagesrennen Strade Bianche startet und endet, ein Gespräch zwischen RCS-Verantwortlichen und den lokalen Behörden gegeben.


INEOS team rider Chris Froome of England (R) rides during the second stage of the UAE Cycling Tour from Hatta to Hatta Dam, on February 24, 2020. (Photo by GIUSEPPE CACACE / AFP)
Rennabsagen: Ineos trauert um Sportdirektor
Der Radrennstall Ineos wird durch den plötzlichen Tod von Sportdirektor Nicolas Portal bis zum 23. März an keinen Rennen teilnehmen.

Ob Tirreno-Adriatico (11. bis 17. März) und Mailand-Sanremo (21. März) stattfindet, ist derzeit noch unklar. RCS Sport hatte am Mittwoch angekündigt, in den kommenden Tagen mit den jeweils verantwortlichen lokalen Behörden Gespräche zu führen. Noch ist demnach weder Tirreno-Adriatico noch Mailand-Sanremo abgesagt.

Ungeachtet dessen haben in den vergangenen Stunden viele Radsportteams erklärt, sie würden aus freiwilligen Stücken auf Wettkämpfe in den kommenden Stunden verzichten. Ben Gastauer (Ag2r) sollte beispielsweise kommende Woche an Tirreno-Adriatico teilnehmen, allerdings verkündete seine Mannschaft Ag2r-La Mondiale am Donnerstag die Maßnahme eines Verzichts.

Andere Radteams reagierten ähnlich: Astana teilte mit, dass man bis zum 20. März eine Wettkampfpause einlegen werde. Diese Vorsichtsmaßnahme betrifft die Radrennen Strade Bianche, Paris-Nice sowie Tirreno-Adriatico.

„Mit dieser Maßnahme haben wir uns dazu entschieden, die Gesundheit unserer Fahrer und Mitarbeiter zu schützen“, sagte Astana-Teamchef Alexandre Vinokurov. Zudem wolle man „Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen, um das Virus nicht weiter zu verbreiten“.

Astana, Ineos und Co.

Am Mittwoch hatte das Team Ineos erklärt, dass es bis zur Katalonien-Rundfahrt am 23. März kein Rennen bestreiten werde. Der britische Rennstall begründete die Entscheidung mit dem plötzlichen Tod von Sportdirektor Nicolas Portal, aber auch mit der ungewissen Situation im Zuge der Ausbreitung des Corona-Virus.   





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