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Contador gestürzt, Cavendish Überraschungssieger
Sport 36 1 2 Min. 02.07.2016 Aus unserem online-Archiv
Erste Etappe der Tour de France

Contador gestürzt, Cavendish Überraschungssieger

Alberto Contador stürzte zu einem Zeitpunkt, als das Hauptfeld ein sehr hohes Tempo fuhr.
Erste Etappe der Tour de France

Contador gestürzt, Cavendish Überraschungssieger

Alberto Contador stürzte zu einem Zeitpunkt, als das Hauptfeld ein sehr hohes Tempo fuhr.
Foto: AFP
Sport 36 1 2 Min. 02.07.2016 Aus unserem online-Archiv
Erste Etappe der Tour de France

Contador gestürzt, Cavendish Überraschungssieger

Daniel WAMPACH
Daniel WAMPACH
Es war eine Menge los zum Auftakt der Tour de France. Während ein Favorit bei hohem Tempo hart auf den Boden prallte, gab es am Ende einen etwas überraschenden Sieg.

von Daniel Wampach

Windstaffeln, Favoritenstürze, Positionskämpfe – auf der ersten Etappe der Tour de France war bereits einiges los. Nach 188 km zwischen Mont-Saint-Michel und Sainte-Marie-du-Mont war es der Brite Mark Cavendish (Dimension Data), der etwas überraschend den Sieg im  Massensprint holte.

Zwar gehört Cavendish zu den besten Sprintern der Welt, er hat angesichts seiner Vorbereitung auf die Bahnwettbewerbe bei den Olympischen Spielen aber eigentlich  einige Kilos zu viel auf den Rippen.

Cavendish, der am Sonntag im Gelben Trikot des Gesamtführenden an den Start geht, triumphierte in dem spannenden Schlussspurt vor Marcel Kittel (D/Etixx-Quick-Step) und Peter Sagan (SVK/Tinkoff).

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Gastauer und Schleck ohne größere Probleme

Fränk Schleck (Trek-Segafredo) und Ben Gastauer (Ag2r-La Mondiale) haben die Etappe ohne größere Probleme überstanden. "Das Finale war sehr gefährlich und es gab einige Stürze. Unser Kapitän Romain Bardet hat das Ziel unbeschadet erreicht, das ist das Wichtigste. Jan Bakelants ist leider gestürzt", so Gastauer.

Schleck wurde 145. und Gastauer beendete das Rennen auf Platz 119. Zwar kamen beide nicht in der ersten Gruppe ins Ziel, da sich die Stürze aber in den letzten 3 km ereigneten, bekamen sie die gleiche Zeit als der Sieger.

Kaum hatte Tourchef Christian Prudhomme die Fahne zum Start geweht, kam es zum Angriff. Fünf Fahrer setzten sich ab: Paul Voss (D) und Jan Barta (CZE) vom Team Bora-Argon 18, Leigh Howard (AUS/IAM), Alex Howes (USA/Cannondale) und Anthony Delaplace (F/Fortuneo).

Voss sicherte sich an den beiden Bergwertungen der 4. Kategorie den ersten Platz, so dass er am Sonntag im gepunkteten Trikot an den Start geht.

Die Sprinterteams hielten das Quintett an der langen Leine. Mehr als 4' Vorsprung waren nicht drin.

Harter Aufprall für Contador

Auf einmal überschlugen sich die Ereignisse: 90 km vor dem Ziel wurde das Rennen dann richtig lanciert. Cannondale erhöhte im Hauptfeld schlagartig das Tempo, einige Fahrer mussten abreißen lassen. So richtig konnte die Mannschaft aber nicht vom Wind profitieren, der Großteil des Hauptfelds blieb zusammen.

Auch Etixx-Quick-Step um Topsprinter Marcel Kittel (D) mischte sich an der Spitze des Hauptfeldes mit ein. So kam es, dass der Vorsprung der fünf Spitzenleute auf unter 40'' sank.

76 km vor dem Ziel kam es zu einem Sturz in einer Kurve. Alberto Contador (E/Tinkoff), Mitfavorit auf den Schlusssieg, ging bei hohem Tempo zu Boden. Nach dem harten Aufprall stieg der Ex-Toursieger wieder aufs Rad und wurde von seinem Team an das Hauptfeld herangeführt. Ersten Informationen zufolge hat sich Contador keine schwereren Verletzungen zugezogen.

In der Spitzengruppe musste zunächst Voss abreißen lassen, 60 km vor dem Ziel setzten sich dann Delaplace und Howes ab. Das Geschehen beruhigte sich im Anschluss wieder.

Der Vorsprung der beiden Spitzenleute sollte aber nie mehr als 1' Vorsprung haben. Die Sprintermannschaften ließen nichts anbrennen und holten das Duo 4 km vor dem Ziel ein. Beim Massensprint kam es zu einem Sturz mehrerer Fahrer, darunter Bakelants.


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