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Fola ist bereit für die Abwehrschlacht
Sport 2 Min. 29.07.2021
Conference League

Fola ist bereit für die Abwehrschlacht

Fola-Trainer Sebastien Grandjean muss sein Team wohl oder übel defensiver einstellen.
Conference League

Fola ist bereit für die Abwehrschlacht

Fola-Trainer Sebastien Grandjean muss sein Team wohl oder übel defensiver einstellen.
Foto: Ben Majerus
Sport 2 Min. 29.07.2021
Conference League

Fola ist bereit für die Abwehrschlacht

David HEINTZ
David HEINTZ
Nach dem überraschenden Hinspielsieg gegen Soligorsk erwartet der Luxemburger Fußballmeister einen wütenden Gegner im Stade Emile Mayrisch.

Wie schnelllebig der Fußball doch ist, dessen wurde sich Fola Esch in den vergangenen 14 Tagen bewusst. Als der Luxemburger Meister in der Champions-League-Qualifikation an den Lincoln Red Imps aus Gibraltar scheiterte, war die Enttäuschung – sowie auch die Häme in den sozialen Netzwerken – groß.

„Nach der Schmach von Gibraltar haben wir uns auf allen Ebenen hinterfragt. Es wurden in allen Bereichen Fehler gemacht. Sportlich haben wir den Gegner unter- sowie uns überschätzt. Organisatorisch war es ein Fehler, dass wir nach dem EM-Finale um vier Uhr in der Nacht unseren Flug nahmen. Manche Spieler hatten keine 48 Stunden vor dem Champions-League-Qualifikationsspiel somit die komplette Nacht nicht geschlafen. Dies kann man sich auf europäischem Niveau nicht erlauben“, fällt die Fehleranalyse von Sportdirektor Pascal Welter schonungslos aus.

Neun Nationalspieler

Der Umstand, sich auf allen Ebenen komplett zu hinterfragen, hatte beim Luxemburger Meister offenbar ein reinigendes Gewitter zur Folge. „Den belarussischen Meister eine Woche danach mit 2:1 zu schlagen, kommt für mich einem sportlichen Wunder gleich. Soligorsk hat aktuell neun belarussische Nationalspieler unter Vertrag – wir keinen einzigen Luxemburger Nationalspieler“, sagt Welter.

Auf Folas Neuzugang Mirza Mustafic ruhen im Rückspiel gegen Soligorsk erneut viele Hoffnungen.
Auf Folas Neuzugang Mirza Mustafic ruhen im Rückspiel gegen Soligorsk erneut viele Hoffnungen.
Foto: Ben Majerus

In ihrer Liga hat der Club von 14 Spielen 13 gewonnen. „Wie hoch unser Sieg einzuschätzen ist, zeigt die Tatsache, dass Soligorsk unmittelbar nach der Niederlage gegen uns den Trainer entließ, der zuvor in der Meisterschaft 40 von 42 möglichen Punkten eingefahren hatte“, erklärt Welter vor dem zweiten Duell.

Die Konsequenzen für das Rückspiel am Donnerstag (19.30 Uhr im Stade Emile Mayrisch) liegen für Folas 54-jährigen Sportdirektor auf der Hand. „Sie werden hier herkommen, um uns aufzufressen. Diese Mannschaft wurde zusammengestellt, um in Europa Erfolge zu feiern. Nun stehen sie jedoch in der Conference League mit dem Rücken zur Wand. Wir wissen, dass wir von der ersten Minute an unter Druck gesetzt werden. Von unserer offensiven DNA können wir uns daher wohl verabschieden. Es dürfte darum gehen, über Konterchancen zum Erfolg zu kommen.“

Neuzugänge überzeugen

Helfen bei dem Unterfangen, „ein zweites sportliches Wunder zu vollbringen“, sollen wie schon im Hinspiel Mirza Mustafic sowie Michael Omosanya. Beim Erfolg vor Wochenfrist erzielten die beiden Neuverpflichtungen, die positionsspezifisch in die Fußstapfen von Dejvid Sinani (zu F91) und Zachary Hadji (Lausanne/CH) treten, die Fola-Treffer. „Beide haben im Hinspiel ein Wahnsinnsmatch absolviert. Für ihr Selbstvertrauen waren die Treffer extrem wichtig. Sie sind beide noch extrem jung und verfügen über riesiges Potenzial.“


Jules Diouf, jaune, F91 Dudelange, et George Kelly, Bohemian F. Football : F91 Dudelange - Bohemian FC, UEFA Europa Conference League. Stade Jos Nosbaum, Dudelange. Foto : Stef Guillaume
F91 kassiert ärgerliche Niederlage, Fola gewinnt
Düdelingens Fußballer verlieren zu Hause gegen Bohemians Dublin. Fola setzt sich auswärts durch.

Zugleich warnt Welter davor, die beiden Spieler mit Erwartungen zu überfrachten. „Es wäre unfair, von ihnen zu erwarten, dass sie Sinani und Hadji sofort kontinuierlich ersetzen.“ Auf den erkrankten Torwart Thomas Hym wird Fola derweil verzichten müssen.

Für F91 geht es am Donnerstag ebenfalls um den Einzug in die zweite Runde der Conference League. Die Ausgangsposition der Düdelinger ist nach der 0:1-Niederlage gegen die Bohemians Dublin allerdings schlechter. Anpfiff im Aviva Stadium in Irlands Hauptstadt ist um 20.45 Uhr. "Wir müssen unsere Offensivaktionen einfach besser zu Ende spielen“, sagt Trainer Carlos Fangueiro.

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