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Champions League: Dortmund setzt auf Geduld
Sport 2 Min. 08.03.2017 Aus unserem online-Archiv

Champions League: Dortmund setzt auf Geduld

Pierre-Emerick Aubameyang (Mitte) erwischte im Hinspiel einen rabenschwarzen Tag und vergab zahlreiche Chancen, darunter einen Elfmeter.

Champions League: Dortmund setzt auf Geduld

Pierre-Emerick Aubameyang (Mitte) erwischte im Hinspiel einen rabenschwarzen Tag und vergab zahlreiche Chancen, darunter einen Elfmeter.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 08.03.2017 Aus unserem online-Archiv

Champions League: Dortmund setzt auf Geduld

Daniel WAMPACH
Daniel WAMPACH
Nur kein Leichtsinn! Beim zuletzt offensivstarken Dortmund ist im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Benfica Lissabon Geduld gefragt. "Barça" hofft auf ein Wunder.

(dpa/sid) - Knifflige Ausgangslage, glänzende Form. Borussia Dortmund geht mit viel Rückenwind in das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Mittwoch (20.45 Uhr) gegen Benfica Lissabon. Überzeugende Auftritte in den vergangenen drei Spielen der Bundesliga mit zwölf Toren schüren die Zuversicht, das unglückliche 0:1 aus dem ersten Duell beim portugiesischen Rekordmeister aufholen zu können - trotz des Ausfalls von Reus. Der deutsche Nationalspieler wird wohl von Pulisic ersetzt.

Doch selbst eine Leistung wie beim 6:2 am Samstag gegen Leverkusen wird nach Einschätzung von Abwehrchef Sokratis nicht ausreichen: „Gegen Benfica müssen wir 300 Prozent besser spielen.“

Viel wird davon abhängen, ob die mitunter zum forschen Offensivfußball neigende Borussia die richtige Balance zwischen Risiko und Sicherheit findet. „Wir müssen ruhig bleiben und geduldig sein“, empfahl Innenverteidiger Bartra, „es werden lange 90 Minuten..' Ähnlich sieht es Guerreiro. „Wir müssen überlegt aufbauen, keine unnötigen Ballverluste riskieren. Wir dürfen nicht die Nerven verlieren“, sagte der portugiesische Nationalspieler dem „Kicker“.

Wie im "Jahrhundertspiel"

 Bereits beim bisher einzigen Aufeinandertreffen mit Benfica vor über 50 Jahren musste ein Ein-Tore-Rückstand (1:2) aufgeholt werden. Das 5:0 am 4. Dezember 1963 gegen das damalige Weltklasseteam aus Portugal gilt in Dortmund noch heute als „Jahrhundertspiel“.

Noch immer ist der Ärger über die unnötige Niederlage vor drei Wochen im Estadio da Luz nicht verraucht. Gleich reihenweise wurde beste Torchancen vergeben. Ein verschossener Elfmeter von Aubameyang rundete den denkwürdigen Auftritt ab. Auf der anderen Seite nutzte Mitroglou die einzige Chance der Portugiesen zum Sieg.

Deshalb benötigt der BVB nun einen Erfolg mit zwei Toren Differenz. Dennoch schöpft Mittelfeldspieler Guerreiro aus dem 0:1 Mut: „Wir werden versuchen, so aufzutreten wie im Hinspiel. Wir haben Benfica schon ein Mal in große Verlegenheit gebracht.“ Der Europameister fehlte zwar am Dienstag beim Abschlusstraining, soll aber einsatzbereit sein.

FC Barcelona braucht ein Wunder

Die spanische Presse gab wirklich alles, um das Wunder heraufzubeschwören. Die "Marca" listete am Dienstag die "zehn Schritte zum Comeback" des FC Barcelona im fast aussichtslosen Rückspiel gegen Paris SG auf, "Sport" berichtete von den "sechs historischen Aufholjagden", in der "AS" wurde ehrfurchtsvoll an "elf magische Nächte" des fünfmaligen Weltfußballers Messi erinnert. Ob's hilft?

Neymar und der FC Barcelona wollen den 0:4-Rückstand gegen Paris SG aus dem Hinspiel noch drehen.
Neymar und der FC Barcelona wollen den 0:4-Rückstand gegen Paris SG aus dem Hinspiel noch drehen.
Foto: Reuters

"Wenn die Sterne günstig stehen, können wir das Ergebnis drehen", sagte der im Sommer scheidende "Barça"-Trainer Luis Enrique vor der Partie am Mittwoch (20.45 Uhr). Nur: Nach dem 0:4 im Hinspiel an der Seine ist der spanische Meister zumindest statistisch schon ausgeschieden - alle 58 Teams, die in der Europapokal-Geschichte genau diesem Rückstand hinterherrennen mussten, flogen am Ende aus dem Wettbewerb.

In Paris warnen sie trotzdem vor den Katalanen. Wenn einem Team das Wunder zugetraut wird, dann wohl dem Starensemble um Messi, Suarez und Neymar. Der Brasilianer soll sogar schon mit seinen Teamkollegen gewettet haben, im Rückspiel mindestens zwei Tore zu erzielen.


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