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Bundesliga: Zeichen gegen Rassismus
Sport 31.05.2020

Bundesliga: Zeichen gegen Rassismus

Mönchengladbachs Marcus Thuram kniet nach seinem Tor zum 2:0 auf dem Rasen.

Bundesliga: Zeichen gegen Rassismus

Mönchengladbachs Marcus Thuram kniet nach seinem Tor zum 2:0 auf dem Rasen.
Foto: dpa
Sport 31.05.2020

Bundesliga: Zeichen gegen Rassismus

Dortmund und Mönchengladbach feiern in der Fußball-Bundesliga klare Erfolge. Zwei Torschützen machen nach ihren Treffern auf einen brisanten Todesfall aufmerksam.

Fünf Tage nach der Niederlage im Titelkampf gegen den FC Bayern hat Dortmund den zweiten Rang in der Fußball-Bundesliga gefestigt. Der BVB gewann am Sonntag beim Letzten Paderborn, der ohne Laurent Jans antrat, mit 6:1. Der Vorsprung auf Rang drei beträgt fünf Spieltage vor Schluss vier Zähler, Leipzig könnte am Montag bis auf zwei Punkte heranrücken. Hazard (54.'), Sancho (57.', 74.', 90. + 1.'), Hakimi (85.') und Schmelzer (89.') entschieden die Partie für den BVB, Hünemeier traf mit einem umstrittenen Handelfmeter zum 1:2 (72.'). Paderborn hat nach der 18. Saisonniederlage acht Zähler Rückstand auf Rang 16. 

Derweil ist Mönchengladbach die erneute Qualifikation für die Europa League kaum noch zu nehmen. Das Team von Trainer Marco Rose gewann sein Heimspiel gegen Union Berlin mit 4:1 und rückt zunächst auf Rang drei. Neuhaus gelang in der 17.' der 3.000. Bundesligatreffer der Borussia. Thuram (41.', 59.') mit einem Doppelpack und Pléa (81.') schossen die weiteren Treffer gegen die Köpenicker. Für Berlin traf Andersson (50.') zum zwischenzeitlichen 1:2. Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer rutschte durch die Niederlage auf Rang 14 ab und hat nur noch vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang. 


TOPSHOT - A protester hold sign board "Justice for George" into a fire outside a Target store near the Third Police Precinct on May 28, 2020 in Minneapolis, Minnesota, during a demonstration over the death of George Floyd - A police precinct in Minnesota went up in flames late on May 28 in a third day of demonstrations as the so-called Twin Cities of Minneapolis and St. Paul seethed over the shocking police killing of Floyd. The precinct, which police had abandoned, burned after a group of protesters pushed through barriers around the building, breaking windows and chanting slogans. A much larger crowd demonstrated as the building went up in flames. (Photo by Kerem Yucel / AFP)
Polizist in Minneapolis wegen "Third Degree Murder" angeklagt
Acht Minuten und 46 Sekunden drückte der weiße Polizist sein Knie auf den Nacken von George Floyd - obwohl der Schwarze fast drei Minuten lang kein Lebenszeichen mehr zeigte. Nun wird Anklage erhoben.

Doch der 29. Spieltag bot auch eine Geschichte um politische Statements: Gleich drei Profis nutzen ihre Bühne, um gegen den gewaltsamen Tod des US-Bürgers George Floyd in Minneapolis zu protestieren. Schalkes McKennie trug eine Armbinde mit der Aufschrift „Justice for George“ (Gerechtigkeit für George), Mönchengladbachs Thuram fiel demonstrativ auf die Knie und der Dortmunder Sancho brachte auf einem T-Shirt seinen Unmut zum Ausdruck. 

„Wir müssen für das einstehen, woran wir glauben, und ich glaube, dass es an der Zeit ist, dass wir gehört werden!“, schrieb McKennie bei Twitter. In Erinnerung an den bei einem Polizeieinsatz getöteten Afroamerikaner hatte der 21-Jährige während der zweiten Halbzeit der Partie gegen Bremen (0:1) eine Armbinde mit der eindeutigen Botschaft getragen. Ein starkes Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt, das aber den Deutschen Fußballbund beschäftigen wird.

Auf der Armbinde des Schalkers Weston McKennie steht der Name "Justice for George".
Auf der Armbinde des Schalkers Weston McKennie steht der Name "Justice for George".
Foto: AFP



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