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Bruyneel mit dem Rücken zur Wand
Sport 11.10.2012 Aus unserem online-Archiv

Bruyneel mit dem Rücken zur Wand

Johan Bruyneel könnte das Lachen in den kommenden Monaten vergehen.

Bruyneel mit dem Rücken zur Wand

Johan Bruyneel könnte das Lachen in den kommenden Monaten vergehen.
Foto: Serge Waldbillig
Sport 11.10.2012 Aus unserem online-Archiv

Bruyneel mit dem Rücken zur Wand

Die US-amerikanische Anti-Doping-Agentur wirft Lance Armstrong jahrelanges Doping, Handel mit illegalen Substanzen sowie Einschüchterung von Teamkollegen vor. Auch Johan Bruyneel steht arg in der Kritik.

(jg) - Die US-amerikanische Anti-Doping-Agentur (Usada) wirft Lance Armstrong jahrelanges Doping, Handel mit illegalen Substanzen sowie Einschüchterung von Teamkollegen vor. In dem umfangreichen Bericht an den Weltverband UCI zeichnet die Usada ein erschreckendes Bild der Dopingpraktiken in Armstrongs Team. Auch Johan Bruyneel, aktuell Teammanager bei RadioShack-Nissan-Trek, wird schwer belastet.

Armstrong und fünf weiteren Teambetreuern und Ärzten wird systematisches Doping von 1998 bis 2010 vorgeworfen. Aus Luxemburger Sicht besonders interessant ist die Tatsache, dass der Name von Benoît Joachim in den veröffentlichten Unterlagen nicht auftaucht. Der heute 36-Jährige fuhr von 1999 bis 2006 bei US Postal und Discovery Channel und verbrachte demnach viele Jahre an der Seite von Armstrong. Anders wie einige seiner ehemaligen Teamkollegen hält sich Joachim weiterhin bedeckt.

Mit dem Rücken zur Wand steht dagegen Bruyneel. Dem 48-jährigen wird vorgeworfen, maßgeblich an einer massiven Dopingverschwörung in besagtem Zeitraum beteiligt gewesen zu sein: „Bruyneel war in alle Details eingeweiht und an der Beschaffung und Organisation von Bluttransfusionen beteiligt. Er wies die Fahrer auf die Präsenz von Testern hin, stand in engem Kontakt mit Dr. Michele Ferrari, war stets auf dem neuesten Stand der Medizin und wusste wann ein Fahrer Epo zu sich nehmen musste, um dessen Leistung zu steigern.“ Wie sieht nun die Zukunft beim Team RadioShack-Nissan-Trek aus? Beim Luxemburger ProTeam will man nicht überhastet reagieren.