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BGL Ligue: Unberechenbarer Gegner
Sport 24.08.2019

BGL Ligue: Unberechenbarer Gegner

Beide, einer oder gar keiner: Die Aufstellung der F91-Mannschaft um Towart Tim Kips und Danel Sinani (r.) ist offen.

BGL Ligue: Unberechenbarer Gegner

Beide, einer oder gar keiner: Die Aufstellung der F91-Mannschaft um Towart Tim Kips und Danel Sinani (r.) ist offen.
Foto: Ben Majerus
Sport 24.08.2019

BGL Ligue: Unberechenbarer Gegner

Jan MORAWSKI
Jan MORAWSKI
Am vierten Spieltag der BGL Ligue bestreiten Spitzenreiter Niederkorn und Meister F91 das Topspiel. Progrès-Trainer Roland Vrabec warnt.

Erster gegen Neunter klingt eigentlich nicht nach Spitzenspiel. Tabellenführer gegen Titelverteidiger sollte bei den Fußballfans in Luxemburg viel eher für ein Kribbeln sorgen. Im Duell zwischen Progrès Niederkorn und Meister F91 Düdelingen geht es am vierten Spieltag der BGL Ligue um mehr als nur drei Punkte. „Wir wollen beweisen, dass wir uns vorne festsetzen können“, erklärt Roland Vrabec, Trainer des Spitzenreiters.


"Düdelingen muss Kompromisse eingehen"
Bei F91 macht sich die Doppelbelastung aus BGL Ligue und Europa-League-Qualifikation bereits bemerkbar. Die LW-Sportredaktion analysiert den Saisonstart.

Doch das Heimspiel gegen den letzten verbliebenen Europapokalteilnehmer aus Luxemburg birgt für den FC Progrès eine besondere Gefahr. „Düdelingen legt sein Hauptaugenmerk auf die Europa League, also werden sie wie gegen Jeunesse (1:3, Anm. d. Red.) viel wechseln“, erwartet Vrabec. „Trotzdem hat der zweite Anzug von F91 viel Qualität – und ist weniger berechenbar für uns.“

Düdelingens Trainer Emilio Ferrera spielt die Bedeutung der Partie derweil herunter: „Es ist eine wichtige Partie, doch erst unser drittes Ligaspiel. Wir befinden uns noch nicht in der entscheidenden Phase der Meisterschaft.“ Er denkt nach der 1:2-Niederlage beim FC Ararat-Armenia bereits an das entscheidende Play-off-Spiel zur Europa League am Donnerstag: „Gegen Niederkorn können einige ihre Qualitäten unter Beweis stellen, wenn sie im Rückspiel dabei sein wollen.“

Abgang kompensiert

Die internationale Kampagne scheint jedoch nicht die einzige F91-Baustelle zu sein. Von einem Dementi zum Abgang von Co-Trainer Henri Bossi war beim Chefcoach nichts zu hören. „Keine Ahnung“, kanzelte Ferrera das Thema ab.

Progrès-Trainer Roland Vrabec (r.) vermisst die Qualitäten von Tim Hall.
Progrès-Trainer Roland Vrabec (r.) vermisst die Qualitäten von Tim Hall.
Foto: Ben Majerus

Die Niederkorner müssen indes mit einem bereits vollzogenen Abgang klarkommen. Abwehrspieler Tim Hall wechselte vor rund zehn Tagen zu Karpaty Lviv (UKR). „Das hat mir leid getan, menschlich wie fußballerisch. Aber er hat den Sprung ins Profigeschäft verdient“, erklärte Vrabec.

Obwohl nun verletzungsmäßig wenig passieren dürfe, könne seine Mannschaft den Verlust gut auffangen. Am Montag wartet auf die neu formierte Abwehr die nächste Herausforderung.


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Foto: Ben Majerus