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Berchem kämpft Esch nieder, Red Boys souverän
Sport 3 Min. 08.05.2021

Berchem kämpft Esch nieder, Red Boys souverän

Das zweite Pokal-Halbfinale ist hart umkämpft. Hier bekommt es der Escher Martin Muller mit Berchems Christos Tsatsos (l.) und Dany Scholten zu tun.

Berchem kämpft Esch nieder, Red Boys souverän

Das zweite Pokal-Halbfinale ist hart umkämpft. Hier bekommt es der Escher Martin Muller mit Berchems Christos Tsatsos (l.) und Dany Scholten zu tun.
Foto: Christian Kemp
Sport 3 Min. 08.05.2021

Berchem kämpft Esch nieder, Red Boys souverän

Marc SCARPELLINI
Marc SCARPELLINI
Im Pokalfinale der Handballer kommt es zum Duell zwischen Berchem und Differdingen. Nur ein Halbfinale ist spannend bis zum Schluss.

Red Boys gegen Berchem heißt das Endspiel in der Loterie Nationale Coupe de Luxembourg. Im zweiten Halbfinale setzte sich Berchem am Samstag in einer extrem intensiven Partie knapp und letztendlich auch verdient mit 23:22 gegen den HB Esch durch. Zuvor hatten die Red Boys souverän mit 33:27 gegen den HB Käerjeng gewonnen.


Adriana Staicu (12 Diekirch)
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foto : Vincent Lescaut
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Berchem und Esch gingen von Beginn an mit einer unglaublichen Intensität zur Sache. Beide Teams wollten dem Gegner den Zahn in der Abwehr ziehen. Während Esch den Gegner mit einer extrem offensiven Deckung aus dem Rhythmus bringen wollte, agierte Berchem in seiner gewohnt stabilen und aggressiven 6:0-Deckung.

Beide Defensivformationen erfüllten in der ersten Hälfte ihren Zweck, denn ingesamt fielen lediglich 19 Treffer in den ersten 30 Minuten. Da Berchem den Ball ein Mal mehr im Escher Tor unterbrachte, ging das Team aus dem Roeserbann mit einer knappen 10:9-Führung in die Kabinen.

Völlig ungewohntes Bild

Diese Führung hätte aber durchaus um ein oder zwei Einheiten höher ausfallen können, denn Berchem verpasste es, sich durch zwei vergebene Siebenmeter sowie zwei freie Tempogegenstöße ein kleines Polster zu verschaffen. So blieb es auch nach dem Seitenwechsel eine spannende Partie, in der die Spieler extrem viel einstecken mussten.

Die Physis war auf beiden Seiten weiterhin sehr hoch und so fielen auch im zweiten Durchgang nicht viele Tore. Es war aber verwunderlich wie viele technische Fehler und Fehlwürfe sich die Escher leisteten. Dies war ein völlig ungewohntes Bild. Berchem wusste dies ab der 40.' zu nutzen und ging durch fünf Treffer in Folge mit 16:12 in Führung.

Yann Hoffmann (M.) und seine Berchemer Teamkollegen jubeln nach der Schlusssirene.
Yann Hoffmann (M.) und seine Berchemer Teamkollegen jubeln nach der Schlusssirene.
Foto:

Der amtierende Meister konnte sich aber aus seinem Tief befreien und kämpfte sich wieder auf ein Tor heran (15:16). So blieb es in der Schlussphase extrem spannend, wobei Berchem immer knapp in Führung lag. Es blieb die Frage, ob die Kräfte bei den Roeserbanner reichen sollten. Und diese sollten reichen. 

Berchem verteidigte den knappen Vorsprung mit allen Mitteln und als Bock mit dem finalen Wurf an der Deckung hängen blieb, durfte Berchem jubeln. Aber dieses Halbfinale hat extrem viel Kraft gekostet.

Wenige Stunden zuvor legte Differdingen den Grundstein zum Erfolg bereits in der ersten Hälfte. Nach einem ausgeglichenen Beginn (6:6, 12.') übernahm das Team von Trainer Sylvain Brosse konsequent das Kommando. Im Angriff fand man immer wieder Lücken in der löchrigen Käerjenger Deckung und so wurde der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut.

Käerjengs Caki Radoncic und Tommaso Cosanti leisten gegen Filip Bonic (l.) und Differdingen nur bedingt Gegenwehr.
Käerjengs Caki Radoncic und Tommaso Cosanti leisten gegen Filip Bonic (l.) und Differdingen nur bedingt Gegenwehr.
Foto: Christian Kemp

Nach 17 Minuten stand eine Drei-Tore-Führung (10:7) und bis zur Pause verdoppelten die Differdinger den Vorsprung auf sechs Einheiten (18:12). Käerjeng wirkte in den ersten 30 Minuten im Angriff viel zu statisch und stand so in der zweiten Halbzeit vor einer Herkulesaufgabe.

Leichter Schlendrian

Wer gehofft hatte, das Team von Trainer Yérime Sylla würde sich nach der Pause steigern, sah sich aber getäuscht. Weiterhin ging von Käerjeng nur sehr wenig Gegenwehr aus und so fing man sich viel zu leichte Gegentreffer. Dies hatte zur Konsequenz, dass die Red Boys sich nach 39 Minuten bereits einen Vorsprung von zehn Treffer herausgeworfen hatten (23:13).


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Diese beruhigende Führung führte allerdings zu einem leichten Schlendrian bei den Red Boys und so konnte Käerjeng auch aufgrund einer offensiveren Deckung den Rückstand auf sechs Einheiten verkürzen (25:19, 45.'). Die Differdingen hatte allerdings eine passende Antwort und setzten sich binnen sechs Minuten wieder deutlich ab (30:21, 51.'). Damit war der Käerjenger Widerstand gebrochen.

Das Finale findet am Sonntag ab 16 Uhr im Gymnase der Coque statt. 

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