Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Berchem gewinnt dramatisches Pokalfinale
Sport 2 Min. 09.05.2021

Berchem gewinnt dramatisches Pokalfinale

Berchem feiert den elften Pokalerfolg.

Berchem gewinnt dramatisches Pokalfinale

Berchem feiert den elften Pokalerfolg.
Foto: Christian kemp
Sport 2 Min. 09.05.2021

Berchem gewinnt dramatisches Pokalfinale

Marc SCARPELLINI
Marc SCARPELLINI
Spannender hätte das Pokalfinale nicht sein können. Berchem holt sich den Sieg nach Siebenmeterschießen mit 28:27 gegen die Red Boys.

Was für eine Dramatik: Das Pokalfinale im Handball wurde im Siebenmeterschießen entschieden. Berchem setzte sich mit 28:27 gegen Red Boys durch.

Es ist Wahnsinn, dass das Finale unter diesen dramatischen Umständen entschieden wurde. Die Mannschaft hat eine unglaubliche Moral an den Tag gelegt und sich nie aufgegeben. Die Energie und die Einstellung, die das Team in den beiden Partien gegen Esch und die Red Boys gezeigt hat, ist mit Worten kaum zu beschreiben“, war Trainer Alexandre Scheubel, der die Berchemer nach der Saison verlässt, voll des Lobes.

Während die Red Boys den klar besseren Start in dieses Finale kannten, tat sich Berchem vor allem im Angriff extrem schwer. Das intensive und schwierige Halbfinale gegen den HB Esch hatte scheinbar doch Spuren hinterlassen. Nicht nur, dass Berchem auf Ben Majerus (Gehirnerschütterung) verzichten musste, auch Christos Tsatsos war sichtlich nicht bei 100 Prozent. Zu allem Überfluss verletzte sich Ariel Pietrasik nach knapp zehn Minuten am Fuß und fehlte fortan den Berchemern.


FLH Handball Spielzeit 2020-2021 Meisterschaft der AXA League der Männer zwischen dem HB Esch und dem HC Berchem am 13.02.2021 Yann HOFFMANN (77 HCB) zwischen Adel RASTODER (22 HBE) und Miha PUCNIK (34 HBE)
Pokalsieg im Handball: Vier Teams, viele Argumente
Am Wochenende wird im Gymnase der Coque der Handballpokalsieger ermittelt. Vier Teams, die über eine hohe Qualität verfügen, sind noch im Rennen.

So ging bis auf Yann Hoffmann von keinem Spieler echte Gefahr aus dem Rückraum aus und so genügte den Red Boys eine kompakte Deckung, um die Kontrolle über das Geschehen zu gewinnen. Da die Differdinger zudem ihre Angriffe lange zu Ende spielten, riss das Endspiel niemand wirklich von den Sitzen. Es fehlte an Tempo auf beiden Seiten, wobei sich die Problematik der Berchemer im Angriff wie ein roter Faden durch die erste Hälfte zog. Die Red Boys konnten so ihren frühen Vier-Tore-Vorsprung bis zur Pause verwalten und hatten nach den ersten 30 Minuten bereits eine Hand am Pokal.

Rote Karte für Brosse

Doch nach dem Seitenwechsel wusste sich Berchem zu steigern. Die Angriffsaktionen wirkten flüssiger und nach der aufkommenden Hektik (Zeitstrafen gegen Filip Bonic und Dany Scholten sowie eine Rote Karte gegen Red-Boys-Trainer Sylvain Brosse wegen einer Unsportlichkeit) schaffte das Team von Trainer Alexandre Scheubel in der 38.' durch zwei Treffer in Folge von Cédric Stein erstmals den Ausgleich (15:15).

Red-Boys-Coach Sylvain Brosse sieht in der 36. Minute die Rote Karte.
Red-Boys-Coach Sylvain Brosse sieht in der 36. Minute die Rote Karte.
Foto: Christian Kemp

Die Differdinger reagierten mit zwei schnellen Treffern, doch es war ersichtlich, dass die Kontrolle über das Spiel verloren ging. Damir Batinovic blieb bei den Red Boys auch in der zweiten Hälfte kein Faktor und so schlug das Pendel langsam auf die Seite von Berchem. Lé Biel erzielte binnen acht Minuten fünf Treffer und plötzlich lag Berchem in der 50.' erstmals in Führung (21:20).

In der extrem spannenden und hektischen Schlussphase konnten die Red Boys immer wieder nachziehen und in den letzten vier Minuten überhäuften sich beide Teams mit Fehlwürfen und Ballverlusten, sodass die Entscheidung in der Verlängerung fallen musste. Hier gab es viele Diskussionen um ein vermeintliches Tor der Differdinger, das mit der Schlusssirene fiel. Die Schiedsrichter und der Offiziellentisch entschieden nicht auf Tor. In der Verlängerung konnte sich niemand den Titel sichern, sodass es zum Siebenmeterschießen kommen musste. Torhüter Szilveszter Liszkai hielt drei Siebenmeter und sicherte Berchem den Pokalsieg.

„Es tut sehr weh, das Finale auf diese Art und Weise zu verlieren. Wir haben in diesem Spiel so viel investiert, so sehr gekämpft und stehen am Ende mit leeren Händen da. Uns fehlte einfach das nötige Glück“, analysierte Peter Ostrihon. 

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Die Red Boys stehen im Achtelfinale des Challenge-Cup. Sieben Tage nach dem knappen Sieg im Hinspiel haben sich die Differdinger auch im Rückspiel durchgesetzt.
Damir Batinovic war kaum aufzuhalten und erzielte 13 Treffer