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Beim FC St. Gallen: Saibene greift eigenen Spieler an
Sport 17.03.2015 Aus unserem online-Archiv

Beim FC St. Gallen: Saibene greift eigenen Spieler an

Jeff Saibene ruderte nach seiner Kritik am Dienstagmorgen zurück.

Beim FC St. Gallen: Saibene greift eigenen Spieler an

Jeff Saibene ruderte nach seiner Kritik am Dienstagmorgen zurück.
Archifvoto: Reuters
Sport 17.03.2015 Aus unserem online-Archiv

Beim FC St. Gallen: Saibene greift eigenen Spieler an

Trotz eines 2:2-Unentschiedens gegen den Spitzenreiter FC Basel in der ersten Schweizer Liga sparte der Luxemburger Trainer des FC St. Gallen, Jeff Saibene, nicht mit Kritik an einem seiner Spieler.

(DW) - Der Luxemburger Jeff Saibene und seine Schützlinge vom FC St. Gallen schafften es am Wochenende, aus dem Spiel gegen den FC Basel einen Punkt mitzunehmen. Trotzdem gab es nach dem 2:2-Unentschieden vor heimischem Publikum Grund für Kritik. Hinter den Kulissen der Mannschaft um den Luxemburger Nationalspieler Mario Mutsch scheint es zu brodeln.

Grund für die Diskussionen war folgende Situation: Roberto Rodriguez (St. Gallen) trat in der 69.' an, um einen Foulelfmeter zu schießen. Nur wenige Augenblicke zuvor war er eingewechselt worden. Es kam, wie es kommen musste: Rodriguez vergab die Möglichkeit zur 3:2-Führung.

Nach dem Spiel sagte Trainer Saibene gegenüber dem "SRF": "Roberto hat einen sehr unzufriedenen Eindruck gemacht. Vielleicht verschießt man dann solch einen Elfmeter, es gibt keine Zufälle. Auch wenn man mal nicht spielt, kann man trotzdem positiv bleiben. Es muss nicht das ganze Stadion sehen, dass er unzufrieden ist."

Roberto Rodriguez (l.) will sich nicht mit der Rolle des Ersatzspielers zufrieden geben.
Roberto Rodriguez (l.) will sich nicht mit der Rolle des Ersatzspielers zufrieden geben.
Foto: Reuters

"Einwechselspieler können zum Helden werden"

Allzu niedergeschlagen war Rodriguez nach seinem verschossenen Elfmeter allerdings nicht. "Es ist, schade, ich hatte den Führungstreffer auf dem Fuß. Ich hatte ein gutes Gefühl und dachte mir: ,Ich hau den jetzt einfach rein‘. Ich mache mir jetzt allerdings keinen Kopf darüber", erklärte der 24-Jährige Schweizer dem Onlineportal "blick.ch". Und weiter: "Ich weiß nicht, warum ich nicht spiele. Es ist die Entscheidung des Trainers. Wenn ich auf dem Platz stehe, werde ich alles geben."

Im St. Galler Tagblatt ruderte Saibene am Dienstagmorgen zurück: "Es war ein Fehler, so zu reagieren. Wir haben uns ausgesprochen." Zudem gab der Trainer an, zu verstehen, dass Spieler unzufrieden seien, wenn sie nicht spielen, merkte jedoch an: "Als Einwechselspieler kann man zum Helden werden, wenn die Einstellung positiv ist."



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