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Bei der EM: Die wichtigsten Regeländerungen
Sport 2 Min. 07.06.2016 Aus unserem online-Archiv

Bei der EM: Die wichtigsten Regeländerungen

Der Engländer Mark Clattenburg (M.) gehört zu den besten europäischen Schiedsrichtern.

Bei der EM: Die wichtigsten Regeländerungen

Der Engländer Mark Clattenburg (M.) gehört zu den besten europäischen Schiedsrichtern.
Foto: Reuters
Sport 2 Min. 07.06.2016 Aus unserem online-Archiv

Bei der EM: Die wichtigsten Regeländerungen

Joe TURMES
Joe TURMES
Die 18 Schiedsrichter müssen bei der EM-Endrunde 95 neue Regeln beachten. Es ist die umfassendste Modifikation des Regelwerks seit fast 20 Jahren.

(sid) - Die 18 Schiedsrichter müssen bei der EM-Endrunde 95 neue Regeln beachten, die am 1. Juni in Kraft getreten sind. Es ist die umfassendste Modifikation des Regelwerks seit fast 20 Jahren.

Dabei reichen die Neuerungen von der Änderung bei der Dreifachbestrafung über die Richtung des Anstoßes, der Farbe der Unterhosen bis hin zum Aufdruck auf den Eckfahnen.

Neu bei einer EM-Endrunde ist auch die Torlinientechnik. Der Videobeweis ist dagegen (noch) Zukunftsmusik.

Die wichtigsten und kuriosesten Änderungen im Überblick.

Torlinientechnik: Nachdem die Technik schon bei der WM in Brasilien im Einsatz war, erlebt sie nun ihre Premiere bei der EM.

Dreifachbestrafung: Die umstrittene Regel (Rote Karte, Elfmeter und eine Sperre bei der Verhinderung einer klaren Torchance im Strafraum) ist modifiziert worden. Wenn ein Spieler keine Chance hat, den Ball zu spielen, oder wenn er die Hände zu Hilfe nimmt, wird es weiterhin Rot geben. Wenn er aber versucht, seinen Gegenspieler mit erlaubten Mitteln zu stoppen, er aber um einen Sekundenbruchteil zu spät kommt (wenn er also fair spielen wollte, es aber nicht geschafft hat) dann soll es Gelb geben.

Elfmeter: Eine Verzögerung beim Anlauf ist weiterhin erlaubt, der Schütze darf aber nicht komplett abstoppen. Falls er es doch macht, sieht er Gelb und es gibt Freistoß für den Gegner. Auch der Torwart kann nun Gelb sehen, wenn er sich zu früh von der Linie nach vorne bewegt und der Ball dann nicht ins Tor geht.

Behandlung: Kurze Pausen (20 Sekunden) sind nun auf dem Platz erlaubt, wenn der Gegner für das Foul eine Karte gesehen hat. Der Spieler muss dafür nicht mehr zwingend vom Feld und darf danach auch bleiben. Bisher war das Verlassen des Spielfelds obligatorisch.

Anstoß: Er muss nicht mehr zwingend nach vorne ausgeführt werden, auch zurück oder zur Seite ist nun erlaubt.

Freistoß: Die "Mauer" der Mannschaft, die den Freistoß erhalten hat und so dem Torhüter des Gegners die Sicht nehmen will, ist nicht mehr erlaubt.

Platzverweis: Ist nun auch vor dem Anpfiff möglich. Allerdings darf das Team dann dennoch mit elf Spielern auflaufen.

Ausrüstung: Bei einem kurzzeitigem Verlust von Schuh oder Schienbeinschoner darf der Spieler bis zur nächsten Unterbrechung weiterspielen. Das war bisher nicht erlaubt.

Einwurf: Ist nur noch kräftig und deutlich mit beiden Händen erlaubt.

Trinkpause: Ist bei großer Hitze nun auch offiziell erlaubt.

Unterhose: Wenn sie erkennbar ist, muss sie in der Farbe der Hose sein.

Eckfahnen: Diese dürfen ab sofort mit den Logos von Verbänden oder Vereinen bedruckt werden.