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Begeisterter Empfang für Südafrikas Weltmeister
Sport 10 06.11.2019

Begeisterter Empfang für Südafrikas Weltmeister

Begeisterter Empfang für Südafrikas Weltmeister

Foto: AFP
Sport 10 06.11.2019

Begeisterter Empfang für Südafrikas Weltmeister

Die Rugbyhelden von Südafrika sind bei ihrer Rückkehr in die Heimat euphorisch empfangen worden.

(dpa/jg) - Unter tosendem Jubel bahnte sich Siya Kolisi mühsam den Weg durch die in Grün und Gold getauchte Menschenmenge, immer wieder reckte Südafrikas Rugbykapitän die WM-Trophäe in die Höhe: Tausende Fans bereiteten ihren Helden am Dienstagabend am Flughafen in Johannesburg einen frenetischen Empfang.

"Wir wissen, dass wir den Menschen etwas Hoffnung schenken können", sagte Kolisi, der als erster dunkelhäutiger Kapitän Südafrika bei einer Weltmeisterschaft angeführt hatte, nach der Rückkehr aus Japan: "Wir haben gewonnen, weil wir es unbedingt wollten. All diese Menschen hier haben uns einen Grund gegeben, es noch mehr zu wollen."

Am vergangenen Samstag hatten die Springboks durch ein 32:12 gegen England zum dritten Mal den WM-Titel gewonnen und ihre Heimat in Begeisterungsstürme versetzt, die immer noch anhalten. Im Wechsel stimmten die Fans am Flughafen Südafrikas Nationalhymne und den Queen-Klassiker "We are the Champions" an, viele trugen das grün-goldene Nationaltrikot oder schwenkten ihre Landesflagge.

Zunächst war aber Geduld gefragt, denn keine Fluglinie konnte die gesamte Mannschaft in einer Maschine transportieren. Erst durfte daher eine Gruppe um Pieter-Steph du Toit, der als Rugbyspieler des Jahres ausgezeichnet worden war, den Jubel genießen - rund vier Stunden später kamen dann unter anderem Kapitän Kolisi mit dem Pokal und Nationaltrainer Rassie Erasmus an.


02.11.2019, Japan, Yokohama: Rugby: WM, Männer, England - Südafrika, K.o.-Runde, Finale. Die südafrikanische Mannschaft feiert mit dem Pokal, nachdem sie Rugby-Weltmeister geworden sind. Foto: David Davies/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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In den begeisternden Jubelszenen gerieten die Probleme Südafrikas für einen Moment in den Hintergrund - auch ein Vierteljahrhundert nach dem Ende der Apartheid ist das Land am Kap gespalten, viele Menschen kämpfen gegen Arbeitslosigkeit, Armut und Ungleichheit. "Es gibt so viele Dinge, die wir in Ordnung bringen müssen, wir können uns nicht nur auf die Springboks konzentrieren", erinnerte Erasmus deshalb auch: "Es gibt so viele größere Dinge, die wir in Ordnung bringen müssen."    


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