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Becca: "Habe mir nichts vorzuwerfen"
Sport 07.08.2019

Becca: "Habe mir nichts vorzuwerfen"

Flavio Becca muss sich vor einem Gericht verantworten.

Becca: "Habe mir nichts vorzuwerfen"

Flavio Becca muss sich vor einem Gericht verantworten.
Foto: Lex Kleren
Sport 07.08.2019

Becca: "Habe mir nichts vorzuwerfen"

Der Investor mehrerer Fußballvereine in Luxemburg, Belgien und Deutschland weist Vorwürfe der Geldwäsche und Veruntreuung zurück.

(dpa) - Der beim 1. FC Kaiserslautern als Investor tätige Flavio Becca hat die Vorwürfe der Geldwäsche und der Veruntreuung von Firmengeldern zurückgewiesen. „Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Es wird sich alles aufklären. Ich habe volles Vertrauen in die Luxemburger Justiz. Es ist in meinen Firmen alles transparent dokumentiert“, sagte der Bauunternehmer der „Bild am Sonntag“.


Flavio Becca / Fussball BGL Ligue Luxemburg, 2. Spieltag Saison 2018-2019 / 13.08.2018 / F91 Düdelingen - FC Differdingen 03 / Stade Jos Nosbaum / Foto: Yann Hellers
Becca: „Zurück in die Bundesliga“
Flavio Becca hat sich erstmals zu seinem Einstieg beim deutschen Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern geäußert. Der Luxemburger Investor hat große Ziele mit dem Traditionsclub.

Der 56-Jährige muss sich nach einem Beschluss des luxemburgischen Kassationsgerichtshofs von Anfang Juni vor einem Gericht des Großherzogtums wegen der Vorwürfe verantworten. Sein Anwalt hatte bereits betont, dass die Entscheidung des Kassationsgerichtshofes nichts mit einer Affäre um angebliche Korruption beim Bau von zwei Einkaufszentren zu tun habe, wobei der Anwalt auch darauf verwies, dass der zuständige Generalstaatsanwalt dazu bereits im Jahr 2012 abschließend festgestellt habe, dass an den gegen Becca erhobenen Korruptionsvorwürfen nicht weiter festgehalten werde.

"Ein Investor, kein Mäzen"

Becca war im Mai beim finanzschwachen Drittligisten Kaiserslautern eingestiegen. Er hatte dem Verein ein Darlehen über 2,6 Millionen Euro gewährt und weitere Investitionen in den Verein angekündigt. Auf die Frage, warum er sich „das Chaos in Lautern“ antue, antwortete der Luxemburger: „Weil ich sehr gerne sehr schwere Projekte angehe und Herausforderungen liebe.“

Sein Ziel sei es nicht, „dauerhaft in der zweiten Liga zu spielen“, sagte Becca vor einer weiteren Drittligasaison. Der Verein brauche „unbedingt eine verbesserte Infrastruktur“. Er habe sich verpflichtet, „in den nächsten Jahren bis zu 25 Millionen in den Wiederaufstieg zu investieren“, betonte Becca. „Diese Summe kann man nicht einfach durch die Anzahl der Jahre teilen. Denn in der dritten Liga wird mehr Geld benötigt als in der zweiten und in der ersten. Das Anschubkapital muss also höher sein. Deshalb ist die Bundesliga mein Ziel. Ich bin ein Investor, kein Mäzen.“


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