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Basketball / Total League der Männer: Viel Bewegung im Transfermarkt
Sport 5 Min. 03.09.2015

Basketball / Total League der Männer: Viel Bewegung im Transfermarkt

Christopher Jones wechselte von Contern nach Düdelingen

Basketball / Total League der Männer: Viel Bewegung im Transfermarkt

Christopher Jones wechselte von Contern nach Düdelingen
Foto: Ben Majerus
Sport 5 Min. 03.09.2015

Basketball / Total League der Männer: Viel Bewegung im Transfermarkt

Am 26. September beginnt die Basketball-Saison. Wie überall dreht sich auch in der Total League der Männer das Transferkarussell. Sparta verzeichnet die meisten Spielerabgänge, während die Musel Pikes auf Kontinuität setzen.

(KT) - Der Ball ruht in den Sommermonaten in vielen Sportarten, doch auf dem Transfermarkt herrscht Hochbetrieb. So auch im nationalen Basketball. In der Total League verstärkten sich sowohl die Spitzenteams als auch die Aufsteiger.

Eine Vielzahl an Spielern wird in der kommenden Saison ein neues Trikot überstreifen, auch einige Nationalspieler haben den Club gewechselt. Doch welche Mannschaften haben im Sommer die größten Änderungen im Kader vollzogen? 

Wir haben den Überblick:

T71 - Viele Veränderungen - und der Transferhammer

Zum ersten Mal seit einigen Jahren hat sich in Düdelingens Kader so einiges verändert. Mit Fränk Muller und Ryan Sharry verliert der Landesmeister zwei Spieler, die unter den Körben aufräumen können. Nicht zuletzt wegen dieser beiden Ausfälle betonte der neue Trainer, Philip Dejworek, im LW-Interview (9. Juli), dass sich der Spielstil der Mannschaft bedeutend ändern wird. Zudem verlassen mit Max Schmit und Tim Kauffmann zwei junge Spieler die Mannschaft, wodurch T71 immerhin vier Stammkräfte ersetzen muss. Mit der Verpflichtung von Christopher Jones konnte der Titelfavorit jedoch für den Transferhammer des Sommers sorgen. Der Nationalspieler wird in Düdelingen einige Lücken schließen müssen, hat jedoch insbesondere durch seine Auftritte im Nationaltrikot gezeigt, dass er einer der besten einheimischen Spieler sein kann. Von ihm erwartet sich Dejworek eine Menge. Neben den Neuzugängen wird das Trio Gilles Ruffato, Tom Schumacher und Denell Stephens das Düdelinger Spiel weiterhin prägen, und Christophe Laures dürfte eine größere Rolle übernehmen.

Amicale - Mit bewährten Kräften auf Titeljagd

Beim Pokalsieger und Vizemeister verlief der Sommer um einiges unspektakulärer. Jordan Hasquet wurde vom Ligarivalen Contern verpflichtet und wird John Reimold ersetzen: Beide sind sehr ähnliche Spielertypen, sodass es im Steinseler Spiel kaum zu großen Änderungen kommen dürfte. Alle einheimischen Stammkräfte bleiben dem Club derweil erhalten, sodass das Team von Trainer Ken Diederich erneut auf Titeljagd gehen wird. Ob sich der ein oder andere jüngere Spieler in die Rotation spielen wird, bleibt abzuwarten.

Etzella - Kontinuität, Flexibilität und die eigene Jugend

In Ettelbrück setzt man weiterhin auf Kontinuität und die eigene Jugend. Nach einer erfolgreichen Saison 2014/15 erhofft sich das Team von Trainer Jan Enjebo durch US-Spieler Justin Smith mehr Flexibilität im Spiel. Was die einheimischen Spieler betrifft, so bleiben alle Leistungsträger erhalten. Derweil könnte es für Nelson Delgado die letzte Saison seiner Karriere sein. Viel erwartet man sich weiterhin von jungen Spielern wie Yann Wolff, Philippe Gutenkauf oder Gilles Polfer.

Basket Esch - Breiter Kader mit Erfahrung

In der vergangenen Saison mogelten sich die Escher in letzter Sekunde ins Halbfinale. Das soll auch in dieser Saison wieder erreicht werden – ein durchaus realistisches Ziel. Mit Nationalspieler Patrick Arbaut sowie dem erfahrenen Pit Hoffmann holte man gleich zwei Spieler aus Bartringen, die den Kader in der Breite verstärken. Alle einheimischen Leistungsträger sind dem Team zudem erhalten geblieben, sodass Esch mit einem sehr breiten Kader in die Saison startet.

AS Zolver - Viel Neues

Beim Überraschungsteam der vergangenen Saison wird – wie bei den meisten Teams – viel von der Qualität des zweiten US-Spielers abhängen. Derrick Barden hat seine Klasse in der vergangenen Saison bereits gezeigt, nun muss Neuankömmling Reggie Evans seinen Vorgänger Malcolm Miller gleichwertig ersetzen. Er dürfte ein ähnlicher Spielertyp wie Miller sein, tritt jedoch in große Fußstapfen. Mit Max Hilger stößt ein viel versprechendes Talent zum Team von Trainer Kevin Magdowski hinzu, allerdings musste Zolver Eigengewächs Vic Heuschling nach Walferdingen ziehen lassen. Zudem muss man mit Ben Hemmen einen langjährigen Führungsspieler ersetzen.

Musel Pikes - Alles wie gehabt?

Schaffen die Musel Pikes endlich den Sprung unter die besten Teams der Liga? Frank Baum wird bei seiner Rückkehr auf die Trainerbank mit einer nahezu identischen Mannschaft wie in der Vorsaison arbeiten können. „Mit den beiden US-Spielern waren wir sehr zufrieden. Zudem sehen wir bei beiden Akteuren noch Steigerungspotenzial“, so Aufbauspieler Laurent Schwartz. Jarmar Gulley und Clancy Rugg sind das einzige Profispieler-Duo, das einem Erstligisten erhalten blieb. Auch Joe Kalmes dürfte seine Einsatzzeit an der Mosel bekommen – ansonsten vertraut man auf bewährte Kräfte.

Sparta - Exodus in Bartringen

Von allen Erstligisten hat Sparta die meisten Spielerabgänge zu verzeichnen. Neben Leistungsträger Patrick Arbaut haben Joe Kalmes, Nils Gansen und Marc Hoffmann dem Verein den Rücken gekehrt. Hinzugekommen ist in Bartringen bisher kein einheimischer Spieler. Zudem stehen hinter der Einsatzfähigkeit von Julien Hublart und Frank Wiseler noch Fragezeichen. Große Hoffnungen liegen auf den neuen US-Spielern Rashad Hassan und Augie Johnston. In der vergangenen Saison hatte man in Bartringen kein Glück mit den Profispielern, und es gab zahlreiche Wechsel.

Contern - Viel zu kompensieren

Auch in Contern hat sich so einiges getan. Neben Trainer Helge Patzak stoßen – wie bei der Sparta – zwei neue Profispieler zum Team hinzu. Schwer zu kompensieren wird sicherlich der Abgang von Leistungsträger Christopher Jones nach Düdelingen. Er agierte in der vergangenen Saison oftmals als Alleinunterhalter – nun muss sich die Mannschaft komplett umstellen. Mit Daniel Weyrich und Tom Konen müssen zudem zwei neue Flügelspieler integriert werden.

Résidence - Interessante Verpflichtungen wecken Hoffnung

Für viele Basketball-Fans ist der Aufsteiger der heimliche Gewinner des Transfersommers. Die Eigengewächse Kevin Moura und Oliver Vujakovic konnten in der zweiten Liga Selbstvertrauen tanken, und das Team von Trainer Amadeo Dias wird weiter verstärkt: Max Schmit feierte die Meisterschaft mit Düdelingen und kehrt zu seinem vorherigen Verein zurück, während man den talentierten Vic Heuschling aus Zolver verpflichten konnte. Zudem stößt mit Olivier Braun ein rund zwei Meter großer Spieler zum Team, von denen es in Luxemburg nur sehr wenige gibt. Der Kader hat sich demnach in der Tiefe enorm erweitert, was in Walferdingen die Hoffnung auf eine starke Saison aufkommen lässt, in der man überraschen will.

Heffingen - Auf jeden Fall drinbleiben!

Der zweite Aufsteiger will den direkten Wiederabstieg vermeiden und das Image der Fahrstuhlmannschaft ablegen. Neben den langjährigen Stammspielern wurde der Kader mit den U20-Nationalspielern Tim Schmit – der in seiner Jugend in Heffingen aktiv war – und Gabriel da Veiga verstärkt. Beide werden von Trainer Mark Reed die Chance erhalten, sich auf Erstliganiveau zu beweisen. Zudem hofft die USH darauf, dass man mit Jalen Nesbitt einen Glücksgriff landen konnte: „Jalen wird auf jeden Fall der X-Faktor sein“, dessen ist sich sein Kollege Brad Reese bewusst. Reese war ein Garant für den Aufstieg des Clubs und will nun zeigen, dass er auch in der Total League als starker Punktesammler auffallen kann.



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