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Basketball: Die Optionen der FLBB
Sport 2 Min. 16.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Basketball: Die Optionen der FLBB

Yann Wolff könnte mit Amicale in der nächsten Saison in der Total League gegen 13 Teams antreten.

Basketball: Die Optionen der FLBB

Yann Wolff könnte mit Amicale in der nächsten Saison in der Total League gegen 13 Teams antreten.
Foto: Stéphane Guillaume
Sport 2 Min. 16.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Basketball: Die Optionen der FLBB

Bob HEMMEN
Bob HEMMEN
Wer steigt ab? Wird es einen Meister geben? Nach dem Abbruch der Basketball-Saison gibt es viele offene Fragen. Ein Blick auf die Möglichkeiten der FLBB.

Spätestens seit Sonntagabend wird wild spekuliert. Als die FLBB die nationale Meisterschaft wegen der Corona-Krise vorzeitig für beendet erklärt hat, blieben einige Fragen offen. Der Basketballverband um Präsident Henri Pleimling möchte in Ruhe entscheiden, wie die Saison gewertet wird. "Wir werden uns anschauen, wie die ausländischen Ligen das handhaben", hatte er am Sonntag erklärt. In der Tat könnten andere Ligen als Orientierung dienen. 

Beispiel Belgien: Die höchste Spielklasse wurde am Samstag vorzeitig abgebrochen und der aktuelle Tabellenführer Ostende zum Meister gekürt. "Diese Entscheidung stieß auf viel Kritik", erklärt Pascal Meurs, der das Männerteam Spartas trainiert. Einem großen Problem gingen die Belgier aber aus dem Weg. Aus finanziellen Gründen möchte bereits seit Jahren kein Zweitligist ins Oberhaus aufsteigen, somit muss auch kein Team absteigen.

Langfristige Lösung

Hierzulande ist dies das Hauptthema. Offenbar gibt es jedoch eine Lösung, mit der alle Parteien zufrieden wären. Viele Clubverantwortliche wünschen sich in der kommenden Saison eine Total League mit 14 Mannschaften. Neben den zehn Teams, die in der annullierten Saison in der ersten Liga spielten, würden dann die vier Vereine im Oberhaus antreten, die es in der Nationale 2 in die Aufstiegsgruppe geschafft hatten. Also Telstar, Résidence, Zolver und Black Star. 

"Ich halte es ohnehin für eine sinnvolle Idee, die Total League zu vergrößern", erklärt Conterns Vizepräsident und Teammanager Francis Rollinger. "Warum sollten wir nicht den Versuch wagen, in einer 14er-Liga zu spielen, um diese dann vielleicht nach einer Saison wieder anzupassen? Beispielsweise auf zwölf Teams", meint Musel-Pikes-Coach Chris Wulff.

Chris Wulff könnte mit den Musel Pikes doch noch ein Pokalfinale bestreiten.
Chris Wulff könnte mit den Musel Pikes doch noch ein Pokalfinale bestreiten.
Foto: Christian Kemp

Auch Amicales Yann Wolff ist der Meinung, dass keine Mannschaft absteigen sollte. "Ich denke, dass man die Chance nutzen könnte, um die Liga aufzustocken." Sollten in der Total League der Männer tatsächlich künftig 14 Teams spielen, müsste aus der Nationale 2 und der Nationale 3 wohl eine Liga werden. Das Problem: Viele drittklassige Clubs haben nicht das nötige Budget, um Profis zu verpflichten.

Ob es bei den Frauen Absteiger geben wird, ist ebenfalls noch völlig offen. "Man sollte erst nachfragen, ob es überhaupt Teams gibt, die aufsteigen möchten. Dann muss die FLBB flexibel sein, um auch die Total League der Frauen aufzustocken", so Rollinger.

Die meisten Beteiligten sind sich einig, dass keine Meister designiert werden sollten. "Da keine Mannschaft im Europapokal spielt, ist das nicht so wichtig", weiß T71- und Nationaltrainer Ken Diederich.  

Mögliche Pokalendspiele

Die Pokalfinalisten können dagegen weiterhin darauf hoffen, doch noch einen Titel einzufahren. Das Endspiel des belgischen Pokals wird zu Beginn der kommenden Saison ausgetragen. "Das wäre meiner Meinung nach auch in Luxemburg eine gute Lösung", sagt Meurs. 


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Wulff hofft, dass die aktuelle Situation zumindest einen positiven Aspekt hat: "Vielleicht rückt die luxemburgische Basketballfamilie jetzt wieder näher zusammen." Bevor die FLBB-Verantwortlichen um Präsident Pleimling eine Entscheidung treffen, wird noch reichlich diskutiert werden. 

"Ich hoffe, dass wir uns auch noch in einigen Wochen darüber unterhalten werden, welche Mannschaften auf- und absteigen. Das würde bedeuten, dass wir uns nicht mit schlimmeren Dingen beschäftigen müssen", meint Meurs. 


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