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Barcelona gewinnt Champions League
Sport 2 Min. 06.06.2015 Aus unserem online-Archiv
Fußball

Barcelona gewinnt Champions League

Barcelona feiert das Triplé.
Fußball

Barcelona gewinnt Champions League

Barcelona feiert das Triplé.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 06.06.2015 Aus unserem online-Archiv
Fußball

Barcelona gewinnt Champions League

Der FC Barcelona ist am Ziel seiner Träume und hat zum fünften Mal die Champions League gewonnen. Mit Fußball der Extraklasse behaupteten sich Messi und Co. gegen Juventus Turin mit 3:1. Barcelona machte so das zweite Triplé perfekt.

(sid) - Die Ballkünstler des FC Barcelona sind zurück auf den europäischen Fußball-Thron gestürmt. Der spanische Meister und Pokalsieger um Messi gewann das Champions-League-Finale in Berlin gegen Juventus Turin 3:1 und sicherte sich zum fünften Mal in der Clubgeschichte den wichtigsten Europapokal.

Rakitic (4.'), Suarez (68.') und Neymar (90. + 7.') machten mit ihren Treffern für Barcelona das zweite Triplé perfekt. Dieses Kunststück war "Barça" bereits 2009 unter dem heutigen Bayern-Trainer Pep Guardiola gelungen.

Der solide Messi blieb die ganz große Show zwar schuldig, er schrieb dennoch Geschichte: Gemeinsam mit Iniesta, Piqué und Xavi zog der Argentinier mit dem vierten Champions-League-Sieg mit Rekordhalter Seedorf gleich.

Juventus konnte seinen Finalfluch trotz einer Leistungssteigerung ab Mitte der ersten Halbzeit nicht ablegen. Gegen "Barça" setzte es die sechste Niederlage im achten Endspiel des größten Europacup-Wettbewerbs. So oft verließ noch kein Club als Verlierer den Finalrasen.

Luis Suarez (r.) schießt das entscheidende Tor.
Luis Suarez (r.) schießt das entscheidende Tor.
Foto: Reuters

Das mit Spannung erwartete Spiel mit einer Reichweite von rund 400 Millionen Zuschauern weltweit begann mit einem Traumstart für Barcelona. Nach einer sehenswerten Kombination von Neymar und Iniesta schob Rakitic den Ball zum 1:0 ins Tor. 

Vidal am Rande des Platzverweises

"Juve" versuchte, sich ins Spiel zurückzukämpfen, Vidal übertrieb es aber mit seiner Härte. Nach einem Foul an Busquets sah der Chilene die Gelbe Karte. Nach einem weiteren Einsteigen gegen Neymar stand Vidal bereits in der 15.' am Rande des Platzverweises.

Barcelona ließ sich von der Härte der Italiener nicht beeindrucken und erspielte sich Chance um Chance, auch wenn Messi noch nicht ins Rollen kam. "Juve"-Torhüter  Buffon hielt sein Team mit starken Paraden aber zunächst im Spiel. Die Turiner konnten sich ab Mitte der ersten Halbzeit vom "Barça"-Druck befreien, die besseren Chancen hatten aber weiter die Katalanen. Allein Stoßstürmer Suarez scheiterte innerhalb von nur fünf Minuten dreimal aussichtsreich.

"Juve" lief mit der zweitältesten Startformation in der Final-Geschichte der Champions League auf (im Schnitt 30 Jahre und 153 Tage). Buffon, Pirlo und Barzagli begannen - drei Spieler, die 2006 im Olympiastadion mit Italien den WM-Titel gewonnen hatten. Barzagli ersetzte in der Innenverteidigung den an der Wade verletzten Chiellini. 

Bittere Tränen bei Andrea Pirlo (r.) und Paul Pogba.
Bittere Tränen bei Andrea Pirlo (r.) und Paul Pogba.
Foto: Reuters

Durch den Ausfall des Abwehrspielers blieb das mit Spannung erwartete Wiedersehen mit Suarez aus. Im WM-Gruppenspiel in Brasilien hatte Suarez dem Italiener Chiellini in die Schulter gebissen.

Direkt nach dem Wiederanpfiff hätte erneut Suarez nach einem Konter für klare Verhältnisse sorgen können, doch der 80-Millionen-Neuzugang zielte nicht genau genug (48.'). Drei Minuten später kam der große Auftritt des "MSN"-Sturms, der 121 Saisontore erzielt hat: Messi auf Neymar, der zurück auf Messi, Doppelpass mit Suarez - doch Messis Schuss verfehlte knapp das Tor.

Überraschender Ausgleich

"Juves"-Ausgleich fiel überraschend und veränderte das Spiel. Die Italiener waren wieder giftiger und spritziger, zudem übernahmen die rund 30 000 Tifosi auf der Tribüne lautstark das Kommando. Barcelona erholte sich nur sehr langsam von dem Ausgleich-Schock, kam dann aber wieder gewaltig auf. Buffon ließ einen Flachschuss Messis abprallen, Suarez staubte ab.

In der 78.' wurde Xavi unter riesigem Jubel der Barcelona-Fans eingewechselt und übernahm die Kapitänsbinde. Es war das 151. Champions-League-Spiel für den Weltmeister von 2010 - und das allerletzte im Trikot des neuen Triplé-Gewinners.


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