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Auch in Baku spricht man "letzebuergësch"
Sport 06.06.2013

Auch in Baku spricht man "letzebuergësch"

Christian Klein vor dem Regierungspalast in Baku.

Auch in Baku spricht man "letzebuergësch"

Christian Klein vor dem Regierungspalast in Baku.
Foto: Laurent Schüssler
Sport 06.06.2013

Auch in Baku spricht man "letzebuergësch"

Würden Sie ihren Urlaub in Aserbaidschan verbringen wollen? Wohl eher nicht. Einen echten Fußball-Fan kann aber keine noch so weit entfernte Spielstätte abschrecken, wenn es um die Unterstützung "seiner" Elf geht.

(LS) - Christian Klein hat ein Ziel: Er will die Luxemburger Fußball-Nationalmannschaft bei allen Auswärtsspielen zur WM 2014 in Brasilien begleiten. Beim 1:1 der FLF-Auswahl gegen Nordirland im September des vergangenen Jahres in Belfast begann seine "Europa-Tour". Gemeinsam mit einem  Schweizer Groundhopper hat er sich am Dienstag auf die Reise in den Aserbaidschan gemacht. Von Luxemburg über Basel und Istanbul nach Baku. Aber einen echten Fan schreckt die weite Anreise das nicht ab. Da bedauert Klein schon eher, dass er am Freitagabend wohl der einzige echte Luxemburger Anhänger in der Bakcell-Arena sein wird.

"In Belfast waren rund 40 Luxemburger Fans vor Ort", schwelgt er in Erinnerungen. "Die Schulferien haben es damals vielen Luxemburgern ermöglicht, einen solchen Kurztrip zu unternehmen", so der Fan von 1860 München, der zwar bedauert, dass die Reserve von 1860 am Dienstagabend den Aufstieg in die dritte Liga nicht geschafft hat, aber damit leben kann, "weil ich es Maurice Deville und Elversberg auch gönne."

Mit rund 1.000 Euro rechnet Klein für die vier bis fünf Tage in Baku. "Wenn du dich im Vorfeld gut organisierst und auch nicht davor zurückschreckst, einmal zusätzlich umzusteigen, sind solche Reisen eigentlich leicht finanzierbar." Dann schweifen seine Gedanken bereits wieder in die Ferne. "In St. Petersburg (dort, wo die FLF-Auswahl am 6. September ihr nächstes WM-Qualifikationsspiel bestreiten soll, die Red.) war ich noch nie. Das soll eine sehr schöne Stadt sein. Da müsste es doch möglich sein, weitere Luxemburger zu einer Reise zu motivieren."

Am Freitag wird Klein der einzige Luxemburger Fan im Stadion sein. FLF-Präsident Paul Philipp will eine solche Begeisterung unterstützen. Er hat ihm ein Trikot mit den Unterschriften aller Nationalspieler versprochen. "Wäre toll, wenn das wirklich klappen würde", freut sich Klein bereits jetzt. Ein echter Fan eben.

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