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Auch darüber wird in der Formel 1 gesprochen
Sport 4 Min. 27.04.2018

Auch darüber wird in der Formel 1 gesprochen

Max Verstappen möchte sich in Baku von seiner besseren Seite zeigen.

Auch darüber wird in der Formel 1 gesprochen

Max Verstappen möchte sich in Baku von seiner besseren Seite zeigen.
Foto: AFP
Sport 4 Min. 27.04.2018

Auch darüber wird in der Formel 1 gesprochen

Wird Daniel Ricciardo 2019 Ferrari-Teamkollege von Sebastian Vettel? Wie oft hat sich Max Verstappen schon bei einem Rivalen entschuldigt? Was hat Lewis Hamilton mit dem FC Arsenal zu tun? Themen aus dem Fahrerlager der Formel 1.

(dpa) - Wer gewinnt das Formel-1-Rennen in Aserbaidschan? Diese Frage beschäftigt das Fahrerlager natürlich mehr als jede andere. Abseits des vierten Grand Prix der Saison in Baku gibt es aber noch weit mehr Gesprächsthemen.

ABSCHIED: Daniel Ricciardo hat seine Extraklasse als Fahrer zuletzt bei seinem Sieg in China unter Beweis gestellt. Dass der Vertrag des Australiers bei Red Bull Ende dieser Saison ausläuft, rückt ihn auch in den Fokus von Mercedes und vor allem von Ferrari. An Gerüchten über eine Vereinbarung bei der Scuderia von 2019 an sei nichts dran, sagte Ricciardo. Er selber habe bislang nur mit Red Bull gesprochen. Der Sohn eines sizilianischen Auswanderers wäre aber ein geeigneter Kandidat für Ferrari, sollte Kimi Räikkönen keinen neuen Vertrag bekommen. „Ich kann ihm nicht wirklich helfen“, sagte Vettel über seinen Vielleicht-demnächst-Teamkollegen. Einen Vertrag müsse Ricciardo schon selbst unterschreiben.

ABBITTE: Natürlich wurde Max Verstappen nochmal nach dem von ihm verschuldeten Crash mit Sebastian Vettel in China gefragt. Ungestüm und ungeduldig war der 20 Jahre alte Red-Bull-Pilot in den Ferrari des Deutschen gekracht. Somit schadete der Niederländer sich und Vettel. Unmittelbar nach dem Grand Prix hatte sich Verstappen entschuldigt. Es sei „noch nicht so oft passiert“, dass er bei einem Konkurrenten Abbitte geleistet habe, räumte der Youngster ein. „Manchmal muss es aber gemacht werden.“ Verstappen empfindet, dass seine Konkurrenten ihre Positionen gegen ihn härter verteidigen als früher. „Eigentlich ist das eine gute Sache“, meinte er. Denn das sei ja schließlich auch ein Zeichen von Respekt.

ARSÈNE: Der angekündigte Abschied von Arsène Wenger beim FC Arsenal hat auch Lewis Hamilton beschäftigt. Der Brite ist nämlich nach eigener Aussage Fan der „Gunners“, seitdem er fünf Jahre alt ist. „Ich möchte ihm alles Gute wünschen“, sagte Hamilton dem englischen TV-Sender Sky Sports. Vor allem die Loyalität Wengers, der nach fast 22 Jahren als Trainer der Londoner im Sommer abtritt, hob Hamilton hervor. Der 33-Jährige traf Wenger sogar schon mehrmals. Der Fußball-Coach habe ihm auch angeboten, mal mit der Mannschaft zu trainieren. „Das habe ich aber noch nicht geschafft“, sagte Hamilton. Vielleicht klappt es dann ja bei dem Nachfolger des früheren Erfolgscoaches.

FRAGEN UND ANTWORTEN ZUM GP VON ASERBAIDSCHAN

Kann Vettel seinen starken Auftakt fortsetzen?

So wie sich Ferrari und der viermalige Weltmeister bisher präsentieren, ist das durchaus wahrscheinlich. In den Abschlusstrainings, den Qualifikationen und auch den Rennen hat die Scuderia einen Schritt nach vorne gemacht. Beim letzten Grand Prix in China trübte allerdings auch falsches Timing beim Boxenstopp den starken Gesamteindruck bei Vettel. Aserbaidschan indes hat sich durch die 2017er Auflage einen Namen gemacht als Kurs für echtes Spektakel. Im vergangenen Jahr gab es am Kaspischen Meer Unfälle, Trümmer, vier Safety-Car-Phasen, eine 23-minütige Unterbrechung und den Vettel-Rempler: In der 19. Runde fuhr der Hesse Lewis Hamilton ans linke Vorderrad und löste einen Zoff aus.

Kommt Titelverteidiger Hamilton endlich auf Touren?

2, 3, 4 - so lauten die Platzierungen des Briten in dieser Saison. Trotz solch einer für seine Verhältnisse sehr dürftigen Ausbeute ist Hamilton WM-Zweiter. Neun Punkte fehlen ihm auf den Führenden Vettel, das ist ein Klacks. Dennoch hat der siegverwöhnte Hamilton Sorgen. In Shanghai klagte er über fehlendes Tempo. Vor allem müht sich Mercedes mit den Reifen ab. Die Fenster, in denen die sensiblen Gummis optimal funktionieren, sind eng. Bei den Silberpfeilen offenbar enger als bei Ferrari und Red Bull. Und die Silberpfeile tun sich schwer, die Pneus auf die nötige Betriebstemperatur zu bringen.

Wie stehen die Chancen, dass Red Bull wieder überrascht?

Das Team hat alle Chancen dazu. Vor allem Ricciardo hat beste Erinnerungen an Baku. 2017 raste der Australier von Startplatz zehn noch auf Rang eins. Auch in diesem Jahr hat Ricciardo schon gezeigt, dass er beim Überholen eine ausgezeichnete Balance zwischen Risiko und Vorsicht gefunden hat. So reist er als Überraschungssieger von Shanghai nach Aserbaidschan. Sein Teamkollege Verstappen muss in erster Linie sein Temperament auf dem Asphalt zügeln. Der 20-Jährige hat in dieser Saison schon zu oft seine Ungeduld bewiesen und sich damit wertvoller Punkte beraubt.

Worauf kommt es in Baku insgesamt an?

Erstmals wird auf dem 6,003 km langen Kurs im April und nicht im Juni gefahren, was die Reifenabstimmung beeinflusst. Mercedes hofft wegen seiner Pneuprobleme auf stabile kühlere Temperaturen. Der Kurs selbst bietet einen abwechslungsreichen Mix aus voller Motorenpower auf der schier endlosen Gerade vor der ersten Kurve und der verwinkelten Passage durch die Altstadt. Die engste Durchfahrt bietet gerade einmal 7,6 m Platz. Da die Strecke von Gebäuden gesäumt ist, gibt es viele Bereiche mit wechselnden Licht- und Schattenverhältnissen. Das erschwert das genaue Einschätzen der Streckentemperaturen, was für die Reifenabstimmung wichtig ist.


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