Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Andy Schleck: "Ja, ich bin schon sehr enttäuscht"
Sport 2 Min. 21.04.2014 Aus unserem online-Archiv

Andy Schleck: "Ja, ich bin schon sehr enttäuscht"

Die Enttäsuchung stand Andy Schleck förmlich ins Gesicht geschrieben.

Andy Schleck: "Ja, ich bin schon sehr enttäuscht"

Die Enttäsuchung stand Andy Schleck förmlich ins Gesicht geschrieben.
Foto: Joe Geimer
Sport 2 Min. 21.04.2014 Aus unserem online-Archiv

Andy Schleck: "Ja, ich bin schon sehr enttäuscht"

Das 49. Amstel Gold Race dauerte für Andy Schleck nur 132 km, dann stieg der 28-Jährige vorzeitig aus und beendete somit den ersten der drei bekannten Ardennen-Klassiker.

(jg) - Das 49. Amstel Gold Race dauerte für Andy Schleck nur 132 km, dann stieg der 28-Jährige vorzeitig aus und beendete somit den ersten der drei bekannten Ardennen-Klassiker.

Ursprung der Aufgabe war ein Sturz nach 93 km am Schweiberg. Am zehnten Anstieg des Tages musste er zusammen mit Nicki Sörensen (DK/Tinkoff-Saxo) zu Boden. Während der Routinier das Rennen sofort beendete, kämpfte sich Andy Schleck noch einmal ins Peloton zurück. Dann musste der Tour-Sieger des Jahres 2010 allerdings wegen Knieschmerzen die Segel streichen.

Die Enttäuschung war Andy Schleck ins Gesicht geschrieben. Nach einer verdienten Dusche im Mannschaftsbus und einer ersten Untersuchung durch die Mannschaftsärztin Nathalie Desmarets stellte er sich den Fragen der wartenden Journalisten, während das Amstel Gold Race allmählich in die entscheidende Phase ging. 

"Ich dachte ich könnte Nicki ausweichen"

"Ich dachte ich könnte Nicki (Sörensen) noch ausweichen, doch letztendlich bin ich über ihn gestürzt und habe mit dem rechten Knie einen dieser kleinen Pfosten gerammt, welche die Straßen an manchen Stellen abgrenzen. Ich habe zwar keine Hautabschürfungen davongetragen, doch das Knie schmerzt ganz schön", so seine ersten Worte. "Ja, ich bin schon sehr enttäuscht", ergänzte er und blickte dabei sichtlich besorgt auf sein Knie. "

"Ich hoffe, dass ich die nächsten Rennen wie geplant bestreiten kann. Die Mannschaftsärztin hat mich untersucht, eine genaue Diagnose steht noch nicht. Vielleicht wurde der Schleimbeutel am Knie in Mitleidenschaft gezogen, vielleicht hat sich aber auch ein Stück Knorpel gelöst. Das ist aktuell schwer zu sagen." Ein Besuch im Krankenhaus ist erst einmal nicht geplant, man möchte zunächst versuchen die Schmerzen mit Akupunktur zu lindern.

"Ich bin ganz ordentlich in Form"

In den Anstiegen, mit Druck auf den Pedalen, konnte Andy Schleck die Schmerzen noch ertragen. Nach einer Abfahrt und somit einigen erholsamen Momenten allerdings erneut in die Pedalen zu treten, war nach dem Sturz nur schwer möglich. Ein stechender Schmerz zwang ihn zur Aufgabe.

Andy Schleck hatte sich bei den Ardennen-Klassikern einiges vorgenommen: "Ich wollte mir und den Fans zeigen, dass ich hart gearbeitet habe. Ich weiß, dass ich ganz ordentlich in Form bin." Und wie geht es nun weiter? "Meine Frau und mein Sohn werden mich aufmuntern. Ich hoffe, dass dieses verflixte Knie mir jetzt keinen Strich durch die Rechnung macht."


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Philippe Gilbert (B/BMC) hat das Amstel Gold Race nach 2010 und 2011 zum dritten Mal in seiner Karriere gewonnen. Der Belgier setzte sich am Sonntag im letzten Anstieg des Tages ab und fuhr im Alleingang zum Sieg. Fränk Schleck belegte als bester Luxemburger Rang 24, 23" hinter dem Sieger.
Am Sonntag fällt mit dem Amstel Gold Race der Startschuss zu den Ardennenklassikern, eines der großen Ziele der Schleck-Brüder neben der Tour de France. LW-Fotograf Serge Waldbillig begleitete die beiden Mondorfer beim Training.