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Alberto Contador: „Andy Schleck war mein härtester Rivale"
Sport 08.11.2014 Aus unserem online-Archiv

Alberto Contador: „Andy Schleck war mein härtester Rivale"

Andy Schleck und Alberto Contador (r.) respektierten sich immer, auch wenn sie große Konkurrenten waren.

Alberto Contador: „Andy Schleck war mein härtester Rivale"

Andy Schleck und Alberto Contador (r.) respektierten sich immer, auch wenn sie große Konkurrenten waren.
Foto: AP
Sport 08.11.2014 Aus unserem online-Archiv

Alberto Contador: „Andy Schleck war mein härtester Rivale"

Der zweifache Tour-Sieger Alberto Contador hat in einem Gespräch mit dem „Vélo Magazine“ den wegen Knieproblemen zurückgetretenen Andy Schleck in den höchsten Tönen gelobt. „Andy war mein härtester Rivale." Der Spanier unterstrich aber gleichzeitig auch, dass Andy dem Radsport nicht alles untergeordnet hat.

(jot) - Der zweifache Tour-Sieger Alberto Contador hat in einem Gespräch mit dem „Vélo Magazine“ den wegen Knieproblemen zurückgetretenen Andy Schleck in den höchsten Tönen gelobt. „Andy war mein härtester Rivale. Er war definitiv gefährlicher für mich als Chris Froome, der sich erst in den vergangenen zwei Jahren in Szene setzen konnte. Ich habe am meisten mit Andy gekämpft, ich habe jedoch auch tolle Momente mit ihm verbracht.“

Der Spanier Contador ging auf das extrem große Potenzial von Andy ein: „Ob er der talentierteste Radsportler ist? Ich weiß es nicht, aber sein Problem war, dass er ein sehr spannendes Leben neben dem Radsport hatte.“ Trotzdem habe Andy es geschafft, ganz vorne mitzufahren. „Er hatte vielleicht nicht den durchorganisierten und strikten Tagesablauf eines Radprofis, aber er brachte es fertig, zu einem Rennen immer in Topform zu sein. Und nicht zu irgendeinem Rennen, sondern zu der Tour de France. Dies konnte kein anderer Fahrer so gut wie er.“

Contador kam auch noch einmal auf die in die Radsportgeschichte eingegangene Situation zurück, als er am Port de Balès auf der 15. Etappe der Tour de France 2010 von einem Kettensprung von Andy Schleck profitiert hatte, um diesen zu distanzieren. „Ich hatte mich vor dieser Etappe dazu entschlossen, zu attackieren. Und es gab keinen Grund, um von dieser Taktik abzurücken. Andy wollte beschleunigen und dann hatte er dieses Problem. Solche Situationen kommen in einem Rennen halt vor.“ Andy habe auch in einer ähnlichen Situation einmal nicht auf ihn gewartet.

Contador profitierte aber auch vom Gespräch mit „Vélo Magazine“, um Andy ein paar warme Worte mit auf den Weg zu geben. „Ich hoffe, dass er die Zeit mit seiner Familie genießt und seinen Hobbys nachgeht. Er soll einfach nur glücklich sein.“


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