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14. Etappe der Tour de France: Froome wieder in Gelb
Christopher Froome hat wieder die Kontrolle bei der Tour übernommen.

14. Etappe der Tour de France: Froome wieder in Gelb

Foto: Reuters
Christopher Froome hat wieder die Kontrolle bei der Tour übernommen.
Sport 2 Min. 15.07.2017

14. Etappe der Tour de France: Froome wieder in Gelb

Joe TURMES
Joe TURMES
Auf der Klassiker-Etappe der Tour verliert Fabio Aru sein Gelbes Trikot überraschend wieder an den Briten Christopher Froome. Michael Matthews gewinnt die 14. Etappe, Gastauer wird 66.

(dpa) - Auf dem Klassikerkurs der 14. Etappe der 104. Tour de France hat Fabio Aru am Samstag sein Gelbes Trikot an Christopher Froome verloren. Im rasenden Finale verlor der Italiener nach 181,5 Kilometern in Rodez seine Führung. Vorjahressieger Froome liegt jetzt wieder mit 18 Sekunden vor dem Astana-Kapitän, der seinen Kraftanstrengungen der vergangenen Tage Tribut zollen musste.

Im Kampf um den Tagessieg hatte der Australier Michael Matthews die Nase vor dem belgischen Olympiasieger Greg van Avermaet (BMC)  vorn, der auf der giftigen, 570 Meter langen Schlusssteigung den Kürzeren zog. Matthews bescherte seinem deutschen Sunweb-Team den zweiten Sieg in Folge, nachdem am Vortag Warren Barguil (F) triumphiert hatte.

Der französische Publikumsliebling Thomas Voeckler (Direct Energie) wollte auch seinen Teil zum augenblicklichen Hoch der Einheimischen bei "ihrer" Tour - vier Etappensiege bisher - leisten. Der Altmeister war Mitglied einer fünfköpfigen Ausreißergruppe, die allerdings im Finale keine Rolle mehr spielte. Ben Gastauer klassierte sich als 66. (Rückstand von 1'15'' auf Matthews). In der Gesamtwertung verbesserte sich der Luxemburger vom 36. auf den 33. Rang (Rückstand von 1.01'50'' auf Froome).

Landa gilt als eigensinnig

Nach dem taktischen Meister-Schachzug der Sky-Mannschaft, Mikel Landa in die Position eines potenziellen Siegers zu bringen, rätselt die Konkurrenz: Was hat das britische Superteam wirklich vor, was ist mit Froome? Der am Donnerstag schwächelnde dreimalige Toursieger zeigte sich am Folgetag erholt und wieder angriffslustig. Aber Landa könnte in Tuchfühlung zur - von seinem Ex-Kapitän Aru eingenommenen - Spitzenposition zum Joker des Froome-Teams werden.

Der 27 Jahre alte Baske, vor seinem Wechsel zu Sky vor zwei Jahren bei Astana unter Vertrag, gilt als eigensinnig und nicht unbedingt bedingungslos loyaler Teamplayer. "Wir sind hier, um mit Chris die Tour zu gewinnen. Wenn das nicht geht, gewinne vielleicht ich. Das wäre der Plan B", sagte Landa am Start in Blagnac mit einem breiten Grinsen. Beim Giro im Mai holte er sich einen Etappensieg und das Bergtrikot. Landas Vertrag bei Sky läuft zum Ende der Saison aus.

Zeitfahren spielt Froome in die Karten

Vorjahressieger Froome, der nicht mehr so dominant wie 2013, 2015 oder 2016 erscheint, hat als großen Trumpf noch das 22,5 Kilometer lange Zeitfahren am vorletzten Tourtag in Marseille in der Hinterhand. Der Olympiadritte ist von den Ersten im Klassement mit Abstand der Beste im Kampf gegen die Uhr. Mindestens eine Minute Vorsprung vor seinen Rivalen Aru, Romain Bardet (F/Ag2r) und Rigoberto Uran (COL/Cannondale) gelten am kommenden Samstag als sicher.